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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt /ranWärt, ^D

verbunden mit dem Amtrdlatt. Organ der hiesigen Staat«- M^^W brhördtn , und de» /rasksort« Nachrèchtra als Extrabeilage ^W^W

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(Expedition r am Geistpförtchen, SchlachthauSgaffe 21).

â 218. Dienstag den. 15. September 1857.

AbonnementSpreis für'« halbe Jahr 2 ft- 30?r. TäglicheAusgabe außer Monta g Einrückung «gebühren - 6 kr. für die ganze, 3 kt. für die gespaltene Zeile.

Ueberblitke -er Ereignisse im Gebiete der politischen «»- materiellen Interessen^

Frankfurt, den 15. September. Der Gedanke des kürzlich verdorbenenProf. Schweigger in Halle, welchen Ofen ins Leben führte, hat reiche Früchte getragen. Nicht nur die Versammlung der deutschen Aerzte und Naturforscher findet, mit nur zwei­maliger durch Krankheiten veranlaßten Unterbrechungen fortwährend statt und wird in wenigen Tagen in Bonn zusammentreten, wo sie schon einmal (1835) war, sondern nach diesem Muster haben sich soviel Wanderversammlungen gebildet, daß der vorzugs­weise dafür beliebte Monat September kaum Tage genug aufzuweisen hat, um sie alle unterzubringen. Kaum ist die Versammlung des Gustav AdolfSvereinS in Cassel ge­schloffen, so beginnt die Versammlung evangelischer Christen aller Länder in Berlin (10) und an diese wird sich der Stuttgarter Kirchentag anschließen. Auch die katholischen Vereine werden ihre Generalversammlung in Linz halten. An den statistischen Congreß in Wien schließt sich der Frankfurter WöhlthätigkeitScöngreß (13). Land- und Forstwirthe sind in Coburg zusammengetreten, obgleich die Forstmänner eine besondere Versammlung um Pfingsten in Baben-B aden gehalten haben. Ebenso hat die allge­meine Lehrerversammlung, welche gleichzeitig in nttserer Stadt gehalten wurde, nicht aus­geschlossen, daß eine Realschullehrerversammlung Nach Meiningen ausgeschrieben wurde Und daß die Gymnastallehrer und Philolögen in BreSfau zusammenkommen. Die deutschen Kunst- und Alterthumsvereine versammeln sich in Augsburg, nachdem das germanische Museum feine Generalversammlung in Nürnberg gehalten' hat und an die Festtage in Weimar hat sich die Bildung eines Vereins für Culturgeschichte auf Anregung des Professors Biedermann angereiht, welcher sich ebenfalls zu den Wan­dervereinen zählen wird. Unter den angeführten Versammlungen sind die in Wien, Berlin und Frankfurt als internationale zu betrachten, welche auf der immer mehr sich ausbildenden Thatsache beruhen, daß die deutsche, französische und englische Sprache für Europa immer mehr zum Mittel allgemeiner Verständigung heranreifen. Nur so w eS zu erreichen, daß daS Kämpfen der Redner mit einer ihnen nicht geläufigen Sprache vermieden und doch das allgemeine Verständniß gewahrt wird, Nur so ist es möglich, die ganze Fülle bestehender Zustände aus erster Quelle in einem Gesammtbilde