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Intelligenz-Blatt

der freies SiM Mskfsü, /^

verbunden mit dem ArstsdiaN . Organ der hiesigen Staats- behörden, und den /raskfsrtrr Sschrichtr» als Ertrabeilage h®®

(Trpedition r am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21).

â 212. Dienstag den 8. September 1857»

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V^^" Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Um* Sid in 4000 Exemplaren verbreiteten und in jeder Familie hier enenBlättern können aufdenb esten Erfolg rechnen, worauf besonders auch geehrten Besucher der Hiesigsu Messe aufmerksam gemacht werden.

Ueberblreke -er GreègniM Lw Gebiete der politischen und MsterielLen Interessen.

Frankfurt, 8. September. Wir fahren heute fort in Besprechung der Grundsätze der Armenpflege und führen für die Behauptung, daß in der Regel die freiwillige Armenpflege der Gegenwart im Vereine mit den vor der Vorzeit dafür angesammelten Mittetn dem wahren Bedürfnisse genügen, das Beispiel von Bayern an, welches 185455 über 6,700,000 fl. an örtlichen, 1,200,000 fl. an districtsweise rentireadrn Ar­menfonds und 1 Million bei den St. Johannisvereinen besaß und wo 600,000 fl. jähr­lich durch Privat- und 650,000 fl. durch Gemeindebeiträge den Armenfonds zuflossen. Im genannten Jahre wurden aus diesen Mitteln, abgesehen von den Leistungen der für besondere Zwecke bestimmten Wohlthätigkeitöstrftungen nahezu 2,600,000 fl. für die Ar­menpflege verwendet. Es bestanden im gedachten Jahre 465 locale und 92 Districts- Krankenanstalten , 391 Pfründyâuser, 70 Armenbeschäftigungs- , 132 Kinderbewahr-, 29 RettungS- und Zufluchtsanstalten. Daneben' waren 139 DistrictShülfSkaffen, 209 Sparkassen mit mehr als 15 Millionen Gulden Vermögen, 112 Unterstützungskassen für Fabrikarbeiter rc. thätig. Diesen HülfSqnellen gegenüber steht ein Contingent von 2,7 pCt. oder 23,800 Individuen, worunter aber 39,092 theilweise Erwerbsfähige sich befinden, deren Unterhaltungskosten demnach um den Betrag ihrer Arbeit vermindert werden. — * Wir sagten oben: dem wahren Bedürfnisse, denn damit ist nicht ausgeschlossen, daß Arbeitsscheue, welche z. B. einen Tagelohn von 1 fl. 10 kr. zu niedrig finden, oder leichtsinnige Wirthe Nothruf« in öffentlichen Blättern erhoben, welche von den ländlichen Behörden bescheinigt wurden, weil diese „den Leuten, die sich von auswärts Mittel zu verschaffen suchten, hierin nicht hinderlich sein wollten."

Wenden wir unS nun nach diesen Erörterungen zu dem vorläufigen Programme des Congreffes, so finden wir folgende Grundsätze darin niedergelegt: Die öffentliche und Privat-Almosenpflege sollen sich ergänzen, sie sollen di« Ursachen der Noth heben, wo sie zu heben sind, deßhalb kein Recht der Unterstützung anerkannt werden kann, da-