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der freien Stadt /ranksurt,
verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den /rsakfurter Nachrichten als Extrabeilage
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(Expedition r am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21).
M 114. Donnerstag den 14. Mai 1857.
AbonnementSpreiS für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montage.
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Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, den 13. Mai. Der „Gesammtstaat" zwischen dem schwarzen und Mittelmeer ist nicht weniger wie der zwischen der Ost- und Nordsee in seiner Existenz bedrängt. Handelt eS sich hier um Erhaltung alter Rechte der „Herzogthümer", so ist dort die europäische Pcntarchie mit der Neugestaltung der Zustände der „Fürsten- thümer" beschäftigt. Don der Aufgabe der europäischen Diplomatie bildet allerdings die Erhaltung des rechtlich Bestehenden an der unteren Donau auch einen Theil, denn die Capitulationen der Fürstenthümer gestatteten der Pforte als Schutzherrn einen geringeren Einfluß auf die inneren Angelegenheiten als diese thatsächlich geübt hat. Zum anderen Theile aber handelt es sich darum, die Rumänen etwas selbstständiger als bisher zu constituiren, um sie vom Schicksale deS „Kranken Mannes" unabhängig zu stellen. Wir theilen in dieser Hinsicht nicht die Zuversicht deS Prof. Rigler, früher in Constantinopel, jetzt in Grätz welcher seinem auf der Wiener Naturforscherversammlung gehaltenen Vortrag bei dessen Abdruck eine Einleitung vorauSschickte, in der eS heißt: „Da die Großmächte sich für die Integrität und Unabhängigkeit der Türkei entschieden haben, so geht daS Reich deS Osmanen ohne Zweifel einer schönen segensreichen Zukunft entgegen." Die Großmächte mögen sich bei Herrn Rigler für diesen Glauben an ihre Allmacht bedanken; sonst machen die Nachrichten aus der Türkei allgemein den Eindruck des fortschreitenden Verfalls. Wir weisen nur auf die letzten Nachrichten von der sinnlosen Verschwendung bei Bauten und Feierlichkeiten hin, während für gemeinnützige Zwecke, z. B. Versorgung der Hauptstadt mit Trinkwasser, kein Geld übrig bleibt. Daß die türkische Regierung trotz des inneren Verfalles keinen äußeren Einfluß aufgeben will, ist eine Erscheinung, die nicht gerade auffallen kann; von den österreichischen Blättern kann man aber doch nicht annehmen, daß sie die naive Anschauung ihres LandSmanns theilen werden und wenn man dennoch dieselbe aufs eifrigste gegen die Unionspartei auftreten, ihre Bestrebungen auf Intriguen persönlichen GehalteS zurückführen, ihre Kundgebungen zu Ruhestörungen übertreiben sieht, so muß ein particulares Interesse zu Grunde liegen, welches einen vereinigten, im Innern selbstständigen Rumänenftaat an den Grenzen Siebenbürgens und des Ba- natS, wo Millionen von Rumänen wohnen, nicht gerne steht. Ohne diese Rücksicht wäre