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der freien Stadt Mnkfvü, ^M verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- â^^^^U -e-örden, und den FrauLftrter Nachrichten als Extrabeilage 1
(Expedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21).
M 104. Samstag den 2. Mai 1857.
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UeberbLLKe Sex GreègnMe im Gebiete der politischen nnd Materiellen Interessen.
Frankfurt, den 2. Mai. Der Preußische Gesetzentwurf, welcher daS Verbot der ausländischen Banknoten bezweckt, hat, wie zu erwarten war, vielfache Angriffe hervorgerufen und zwar nicht allein von Seiten der durch diese Maßregel unmittelbar Betroffenen, sondern auch von denen, welche alle kommerziellen und industriellen Verhältnisse nach den Prinzipien des abstrakten Freihandelsystems und einer unbeschränkten Konkurrenz beurtheilen. Die Gegner des Verbots stützen sich zunächst darauf, daß der Verkehr dringend der Vermehrung- des Papiergeldes bedürfe und diese am vortheilhafte- sten durch daS Privatbankwesen zu erreichen sei. Die Entstehung der vielen Banken in den Preußen benachbarten kleinen Staaten wird von ihnen als die natürliche Wirkung deS vorhandenen „Bedürfnisses betrachtet. Allerdings bildet ein genügender Vorrath von Zahlungsmittel« die nothwendige Bedingung des Verkehrs, aber dieser Grundsatz ist doch nicht auf Zahlungsmittel ohne ausreichende Garantie auszudchncn, daß es keine größere Gefahr für den Wohlstand der Gewerbe- und Handeltreibenden gebe, alS Werthzeichen ohne — oder doch mit schwankendem reellen Werth —hat die Geschichte des Bankwesens bis in die neueste Zeit zu oft schon bewiesen. Die Preußische Regierung hat sich nicht überzeugen können, daß alle auswärtigen Banken eine genügende Garantie bieten. Sie konnte dies um so weniger bei einer Vertheilung deS Papiergeldes in den verschiedenen Staaten auf den Kopf der Bevöikcrung und bei der Vergleichung desselben mit dem vorhandenen Silbergelde. Während in Preußen selbst nur 3'0« Thlr. Papiergeld auf den Einzelnen kommen, hat z. B. Anhalt-Bernburg 10,» Thlr., Anhalt-Dessau 31 Thlr. pro Kopf ausgegeben. Es dient nun das unfundirte Staats- Papiergeld nicht nur als Zahlungsmittel für die Banken, sondern diese haben auch die eigene Geldscheinfabrikation bis auf 102 Mill. Thlr. getrieben , während die preußische Bank nicht mehr als 50 Mill. Thlr. Noten im Umlauf hat und der Betrag der Roten der Provinzialbanken, wenn sie vollständig in's Veben getreten sind, 9 Mill. Thlr. nicht übersteigen wird. Durch eine künstliche Agiotage trieb man nun die werthlosen Aktien der meisten dieser Banken in die Höhe und brachte sie dadurch in Verkehr, daß namentlich liegende Gründe und Fabriken unter der Bedingung der Zahlung in