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Intelligenz Blatt

der freien Stadt Frankfurt , verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats­behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Mrabeilage

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(Expedition r am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21).

M 82.

Dienstag den 7. April

1857.

Abonnemc-ntSpreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungögebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

^^" Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Um­gegend in ZlOOO Exemplaren verbreiteten und in jeder Familie hier gelesenen Blättern können aufden besten Erfolg rechnen, worausbesonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam gemacht werden.

Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 7. April. Zu der diesjährigen Einladungsschrift zu den Prü­fungen der Musterschutz hat Herr Director Kühner ein Thema gewählt, das nicht nur in pädagogischer, sondern auch in kulturgeschichtlicher Beziehung sehr interessant ist. Trotz des TitelS: „Gefahren großstädtischer Erziehung", hat der Verfasser in weiser Beschränkung vermieden, die Schattenseite allein hcrvorzuheben, vielmehr hat er Nach­theile und Vortheile, welche mit dem Leben einer großen Stadt verknüpft sind, mit ge­rechten Schalen abgewogen und viele feine Züge der Beobachtung eingeflochten. Es handelt sich nämlich darum, das Kind in der Fülle des der Beobachtung sich Darbie­tenden zu orientiren, dem Kinde sehen zu lehren. Dazu gehört freilich vor Allem, daß womöglich die Eltern der Führung der Kinder sich selbst unterziehen, daß sieden guten Willen und die Fähigkeit haben, auf die unzähligen Fragen der Kinder zu antworten, welche oft mehr Trieb haben, das Gesehene zu ergründen, alS Erwachsene selbst. Unter dieser Voraussetzung ist daS, waS unsere Läden und Sammlungen, unsre Uferbauten und Meßläden im gegenwärtigen Augenblicke darbieten, unschätzbar als Anschauung und Be­lehrung. Freilich ziehen manche Eltern der Mühe einer solchen Anleitung vor, ihre 5—6jährigen Kinder in die „Hugenotten" mitzunehmen oder ihnen, wenn sie einige Jahre älter geworden sind, einen Kinderroman vorzulegen. Wir wollen hier hervorheben, was der Verfasser über beide Bildungsmittel sagt, von denen das zweite freilich nicht den Großstädten eigen ist. „Wir dürfen den Eindruck, den diese glänzende Bretterwelt auf Kinder macht, nicht nach den abgestumpften Nerven Erwachsener bemessen. Die ganze Uederfülle von Reizen, die sich in der wirklichen Umgebung zerstreut findet, stürmt hier mit einem Male, mit allem Glanz und Schimmer der Kunst und Afterkunst ausgestattet,