ZmeMgenz-Matt der freien Stadt Frankfurt, xCÖ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen StaatS- MHUtzWD behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage |
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21).
â 62 Samstag den 14. März 1857.
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Ueberblieke der Ereignisse èm Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 14. März. Das reiche deutsche Städtewesen hat seinen Ursprung auf den Grundlagen römischer Municipien am Rbein und an der Donau genommen. Sechs Städte am Rhein: Basel, Straßburg, Speier, Worms, Mainz und Cöln und eine an der Donau: Regensburg, haben, begünstigt durch ein reiches Verkehrleben, in kirchlicher Architektur, wie in Ausbildung der Städteverfassung, den andern vorgeleuchtet. Wie verschieden auch die heutige politische Lage dieser Städte sich gestaltet, so haben sie doch alle das Gemeinsame, daß unsre Gegenwart, in richtiger Würdigung der deutschen Baukunst, die Versäumnisse und Mißgriffe gut zu machen bestrebt ist, welche frühere Zeiten an ihren Hauptkirchen verschuldet. Straßburg und Basel haben die verhältnißmâßig geringere Aufgabe der theilweisen Restauration mit eigenen Mitteln gelöst; in Regensburg werden fetzt erst die einleitenden Schritte zum Ausbaue der beiden Thürme des Domes gethan, in Speier ist das Werk fast vollendet, in Köln, wo bei weitem am meisten zu leisten war, ist alles in gutem sicherem Gang. Worms hat seinen Dombauverein gebildet und in Mainz rührt es sich auch. In den letztgenannten vier Städten war dazu theils fremde Beihülfe nöthig, theils rechnet man noch darauf. Gewiß wird Jeder, dem Sinn für die Erhabenheit der mittelalterlichen Kirchenarchitectur innewohnt, ohne Rücksicht des Glaubens, wie in Worms und Speier geschehen, sich thätig bei so löblichem Werke betheiligen, aber Worms und Speier haben auch für die protestantische Welt hohe Bedeutung und auch der protestantische Theis des deutschen Volkes hat dort etwas zu mauern und zu errichten ; möge auch diesen Bestrebungen von andersgläubiger Seite nicht die thätige Theilnahme fehlen, zum redenden Beweis, daß manche betrübte Erscheinungen der Neuzeit doch nicht tief genug gedrungen sind, um das Nebeneinanderleben der verschiedenen Confessionsparteien zu stören! Es gilt die Spendnng von Beiträgen für Errichtung eines Denkmals, welches die Stätte bezeichne, auf welcher am 18. April 1521 Luther das Wort gesprochen: „Gott helfe mir, ich kann nicht anders, Amen !" Es handelt sich ferner um die Erbauung einer würdigen evangelischen Kirche statt der jetzigen ungenügenden auf der Stelle des „Retschers" in Speier, in dessen Saal gegen den.Beschluß der Mehrheit des Reichstags, welcher bte Reformation zu einem tödtlichen Stillstände verurtheilte, Kursachsen, Hessen, Braun-