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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankstrt, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staats- behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage |

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21).

n Dienstag den 3. März 1857.

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Ileberblirke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 3. März. Ueber die in Berlin abzuhaltende Konferenz zur An­bahnung weiterer Verkehrserleichterungen zwischen dem Zollverein und Oesterreich, deren Eröffnung vom Februar auf den März verschoben worden ist, hat sich schon eine leb­hafte Discussion erhoben. Es sind die von Oesterreich als Vorlage aufgestellten 8 Puncte von manchen Blättern angegriffen, von andern vertheidigt worden. Man hat sich dabei besonders an einzelne Vorschläge gehalten, welche allerdings daS Gebiet des Handels­vertrags verlassen und nur bei durchgeführter Zplleinheit, d. h. Verschmelzung beider HandelSgebiete zu einem einzigen, an ihrer Stelle sein würden. Dahin gehört vor allem die erste Proposilion: Aufhebung der Durchfuhrzölle, in der Art, daß dieselben nur einmal in dem zuerst berührten Zollgebiet erhoben würden, und die vierte: Errichtung gemeinschaftlicher Zoll-Aemter. Gegen die sechste Proposilion: Ermäßigung der ^Ausfuhrzölle auf die wichtigsten Ausfuhrartikel Oesterreichs, zumal Wein, Hopfen, Glaswaaren, hat man mit Recht geltend gemacht, daß eine Gegenleistung Oesterreichs dafür in Anspruch genommen werden müßte. Auf die Einzelheiten dieser Fragen einzu­gehen, ist hier nicht der Ort, wir wollen nur noch bemerken, daß den Zollvereinsverträ­gen gemäß Oesterreichs Anträge zur Annahme die Einstimmigkeit erfordern und daß die Äbredner der Zolleinigung selbst noch gewichtige Bedenken haben, unter denen daS Tabaksmonopol oben an steht. Jedenfalls wäre eS wünschenswerth, daß die Konferenz auch andere wichtige Fragen zur Berathung zöge, namentlich die Ermäßigung der Eisen- und der Zuckerzölle. Ueber die steigende Wichtigkeit des Eisens für die Zwecke der Landwirthschaft und des Gewerbfleißes und die auS seiner hohen Besteuerung für den gesammten Volkshaushalt hervorgehenden Vortheile haben wir schon früher auSsühr- lich uns verbreitet; heute wollen wir die Besteuerung des Zuckers etwas näher besprechen. Der Verbrauch an ausländischem Zucker betrug auf den Kopf im Zollverein 1842 : 4, 28, 1843 : 4, 30, 1844 : 4, 52, 1845 : 4, 38, 1846 : 4, 08, 1847 : 4,40, 1848 : 3, 86, 1849 : 3, 41, 1850 : 2, 99, 1851: 2, 09, 1852 : 2, 23, 1853: 1, 95 Pfund. 1853 ge­gen 1842 verglichen ergibt einen verminderten Verbrauch von 2, 33 Zollpfund oder für 30,687,939 Köpfe von 716,050 Ctr., wovon der Ausfall an Zollertrag, wenn für