die Erwerbung eines gewissen Territorial-BesitzeS im persischen Golfe. Aus diesem Grunde halten wir auch die zweite Nachricht für wahrscheinlich, daß England seine Forderungen an Persien bedeutend gemildert habe. DaS Redcliffesche Ultimatum, was der Shah verworfen hat, gibt also England selbst auf und damit ist auch der Boden zu Friedens-Unterhandlungen, die Erfolg versprechen, gewonnen. Dem russischen Kaiser scheint auch im Parlamente und im englischen Volke als Bundesgenosse eine große Friedens-Parthei zur Seite getreten zu sein. Sie will den persischen Krieg nicht, eben weil er ungeheuer kosten und nicht mehr einbringen würde, als man schon jetzt durch den Frieden erlangen kann. Es ist daher sehr erklärlich, daß auch Lord Palmerston Friedensgedanken Raum gibt und gerne bereit ist, sich die Perser-Händel vom Halse zu schaffen. Die dritte Thatsache ist, daß der persische Gesandte in Paris in den letzten Tagen neue Instruktionen erhalten hat. Der Shah will also ebenfalls den Frieden und wird ihn annehmen, sobald die englischen Bedingungen nicht gar zu drückend ffnd. Herat wird er räumen und eine englische Niederlassung im persischen Meerbusen zulassen.
Bekanntmachungen.
Versteigerungs-Anzeige,
Dienstag den 17. Februar, Nachmittags 2 Uhr, wân, in StadtamtS Auftrag, die zu den Nachlässen ß des IpMh^H'slte, 2) des Joh. Balth. Kraft, 3) deS Joh. Franz Loßmann und 4) der Marie Justine Pitsch, geb. Hofbauer, gehörigen Mobilien» als: 1 silb. Cylinderuhr, 1 Sopha, 6 Stühle, 1 Spiegel, 1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 2 Bettladen, Bettung, Leinengeräth, Kleidung und Leibgeräth, 3 Coffer, 2 Schwarzwälder Uhren rc.;
sodann in FiskalatS Auftrag:
a) 3 Wagen, 6 Pferde;
b) 2 Wagen, 4 Pferde;
c) 2 Pferde, 1 Wagen, ' " ^^“B «r „
in dem Vergantungszimmer gegen baare Bezahlung öffentlich an .den Meistbietenden versteigert.___C. Belschner, Ausrufer. „
Tapeten-Versteigerung
den IT Februar 1S5T
DienStag den 17. Februar, Morgens 10 Uhr, wird, auf freiwilliges Anstehen, eine Partie Tapeten und Bordüren, in größere und kleinere Zimmer eingetheilt, in dem Vergantungözimmer gegen baare Bezahlung öffentlich an den Meistbietenden versteigert^___________________’_____________________________________C. Belschner, Ausrufer.
Versteigerungs-Anzeige.
Mittwoch den 18. Februar, Nachmittags 2 Uhr, werden, in Stadtamts Auftrag, die zu den Nachlässen 1) des Jacob Ludwig Schlungbaum und 2) des 8. F. T. Lohmeyer gehörigen Mobilien, als: 1 Sessel, 1 Bettlade, Bettung, 2 lederne Coffer, 2 große Coffer, Kleidung und Leibgeräth w>;
sodann in Fiskalats Auftrag:
a) 1 Canapee, 6 Stühle, 2 Commoden, 1 Schreibtisch, 2 Spiegel, 2 Tische;
b) 1 Druckerpresse;
c) 1 Commode, 1 Canapee, in dem VergantungSzimmer gegen baare Bezahlung öffentlich an den Meistbietenden versteigert. C. Belschner, Ausrufer.