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JntelligenzBiatt der freien Stadt Franksuü, /A^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats-

beworben, und den Frankfurter Nachrichten als Ertrabeilage | --- 4*è@®8ee* ---

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21).

«M 20 Samstag dm 24 Januar 1857.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. EinrückungSgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Uebvrbliâ der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 24- Januar. Es ist aus den Zeitungen bekannt, daß die königl. preußische iStaatsregierung zur Deckung der neuen Militärausgaben und zur Durchfüh­rung der Erhöhungen der Gehalte eine Reihe von Vorlagen den Landständen, gemacht hat, welche sich auf Erhöhung der Salzsteuer auf den früheren Satz, auf Besteuerung her Actiengesellschaften (mir Ausnahme der für Eisenbahnen bestehenden) und aus eine Häusersteuer sich beziehen. Mehrere, preußische Blärter haben diese Angelegenheit bereits mit einer Revision dès Zolltarifs im Sinne iE Freihandels in Verbindung gebracht, und von dieser Seite betrachtet, hat diese Angelegenheit auch für unsere Stadt Interesse. Auf der in Eisenach und Wximar im verflossenen Sommer «^gehaltenen Generalconfe- renz der Zollvereinsstaaten hat sich nämlich wieder der Widerstreit von Nord und Süd im Zollverein durch die absolute- Ergebnißlosigkeit jener Berathungen offenbart. Wäh­rend von Seite Preußens, Hannovers, Oldenburgs k. man sich vergeblich bemühte, eine Ermäßigung der Eingangsabgaben von Talg, Leinöl, Eisen, Reis, Gewürzen und ordinären Zeugwaaren herbeizuführem, haben von der anderen Seite die Anträge auf Erhöhung verschiedener Abgabensätze auf Gegenstände des allgemeinen Bedarfs, z. B. von Kaffee, vielseitige Unterstützung gefunden. Unter diesen Umständen ist keine Thätig­keit in irgend einer Weise im Zollverein möglich. Als Heilmittel gegen diesen Zustand ist nun auf der einen Seite die im Februar 1857 zu Berlin zusammentretende Zollcon- ferenz empfohlen worden, obgleich nicht wohl abzusehen ist, wie selbst die Zolleinigung mit Oesterreich jenes Gegenwirken verschiedener Kräfte aufheben sollte. Daß TaÄfän- derungen nur mit Stimmeneinhelligkeit startfinde'n können, liegt mcht nur in den Verträgen des Zollvereins, sondern auch in seiner Zusammensetzung aus unabhängi­gen Staaten begründet. Die österreichischen Proposttionen, welche auf dem Berliner Zollcongreß zur Berathung kommen sollen, lassen sich in folgende Punkte zusammen- faffep: 1 Annäherung des Zollvereinstarifs an den österreichischen, wogegen indeß zu bemerken ist, daß diese Forderung einen Rückschritt von den freihändlerischen Grund­sätzen, welche immer mehr zur Geltung kommen, einschließt, daher die umgekehrte For­derung' gestellt werden muß. 2. Gleichmäßige Bezeichnung der Tarrfposten. 3. Errichtung