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(Erpeditrön: am Geistpförtchen, Schlachthaüsgasse Ä).
.M 8 Samstag den 10. Ialluar 1857.
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Ueberblieke -er Greignisse im Gebiete der politischen nn- materiellen Interessen.
Frnntfupt, bett 10. Januar. Äs ist in der Priese bereits daraus hingewiesen, wie sehr sich die englische Politik in ihxoip Verhalten seit längerer Zeit und namentlich auch in der Neuenburger Frage selbst dadurch schadet, daß sie die Wege verläßt, auf denen ihre Vorfahren in der SlaalSkunst gewandelt sind und auf denen sie England zu der Größe erhoben haben, auf deM Unverwüstlichkeit die MeNwärttge Regierung fortwährend pocht; es ist darauf hingewiesen, wie thöricht es sei, die historischen Erneuerungen sowohl, wie die reellen Interessen einer preußisch englischen Allianz zu gefährden, wfe dies die englische PoM duM ihre planlos feindMge Stellung gegen Preußen ge- than hat und noch thut. Lord Palmerston rüttelt durch seine Politik gewaltig an der englischen Macht, und keisi Gebäude ist so fest, dH es nicht einer fortgesetzten Zerstörungs- arbeit endlich unterliegen könnte. Möge sich Lord Palnterstön wohl vorsehen, daß er nicht so lange sein Spiel fprtsètzt, chis chaL Gebgudp englischer MaM^und Herrlichkeit, von weisen Staatsmännern früherer Zeiten aufgerichtet^ sibex ihm zusqmmeostürzt. Ueber èsNen solHèst Mtl wMè.Mepâ mehr trauern als PreMen, der nätsirliche Freund und Bundesgenosse Englands, Niemand mehb frohlocken, als Frankreich, sein natürlicher Erbfeind. Durch eine seit lange befolgte, ebenso falsches als inkonsequente Politik hat sich England in seiner Ssellstntz stls europäische Macht dM Machts daß es nur die Folie für französische Hi^ dnd frsnzpWe PolW bildet , daß Palmerston gegenwärtig nichts weiter ist, als ein Werkzeug in der Hand des Kaisers von Frankreich. England könnte eine hohe Stellung in Europa durch esne feste, und offene Politik einnehmen; es zieht, wie es scheint, vor, sich diese Stellung durch kleinliche Msttel zu verschaffest, die wahrlich eines so großen Stâates unwürdig sind und das Ziel verfehlen. Selbst da, wo sonst England und Palmerston immer auf Freunde und Lobredner rechnen konnten, bei.sem deutschen Liberalismus, macht sich jetzt ebenfalls die Ansicht geltend, daß die Pölitk des Päl- merstoI'schen Cabinets eine jedenfalls ungeschickte sei. Die Berliner demokratische „Natrdkikkz-g." bringt unter andertn in ihrer letz,r-r, Nummer einen bemerkenSwerthen Artikel unter der Ueberschrift: „Ein Stück Diplomatie", in welchem über die englische Politik der Stab gebrochen wird.