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24. Jahrgang

Samstag, den 18. Dezember 1897

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Gewerbe-Ordnung (§ 120c), daß bei der Beschäfti­gung von Arbeitern, die noch nicht 18 Jahre alt sind, diejenigen Rücksichten auf Gesundheit und Sittlichkeit zu nehmen sind, die durch das Alter dieser Arbeiter geboten sind. Aber man sieht auf den ersten Blick, daß diese Bestimmungen nicht ausreichen für den Schutz vor Mißbräuchen bei der gewerblichen Kinderarbeit. Es müssen Be­stimmungen geschaffen werden über das zulässige niedrigste Alter, in dem Kinder überhaupt be­schäftigt werden dürfen, ferner über die Art der Beschäftigung, über deren Dauer und über die Oertlichkeit, an der sie ausgeübt wird, sowie besonders über die Beschaffenheit der geschlossenen Arbeitsräume, wenn es sich um solche handelt. Und ebenso müssen dabei die Löhne berücksichtigt werden, die den Kindern gezahlt werden, und die Arbeitsverhältnisse nach ihrer rechtlichen Natur.

Das Rundschreiben des Reichskanzlers ersucht die verbündeten Regierungen, ihm bis zum 1. April nächsten Jahres anzugeben, wie hoch die Gesammt- zahl aller Kinder unter 14 Jahren sich beläuft, die außerhalb der Fabriken — und ferner, m welchen Gewerbszweigen die Kinder gewerb­lich thätig sind. Dabei sollen diejenigen Kinder nicht gezählt werden, die in der Landwirthschaft, im Garten-, Obst- und Weinbau oder im Gesinde­dienst arbeiten. Ohne Zweifel können leichte Arbeiten in der Landwirthschaft und Gärtnerei nicht schädlich auf die Kinder einwirken. Im Gegentheil, leichte und geeignete Beschäftigung dieser Art wird dem kindlichen Körper nur eine heilsame und meist angenehme Abwechselung sein gegen die Zeit, die es in der Schulstube zubringt. Daß aber bei den Erhebungen, die nun von den verbündeten Regierungen über die arbeiten­den Kinder angestellt werden sollen, die Land- wirth sch ast von vornherein unberrücksichtigt werden soll, finden wir durchaus unrichtig. Denn auch bei der Landwirthschaft, ebenso wie im Gesindedienst fehlt es nicht an Mißbräuchen in der Ausnutzung von kindlichen Arbeiten, wenn sie auch seltener vorkommen, als in den eigentlich gewerblichen Betrieben. Und der Umstand, daß es sich hier nur um w enige Mißbräuche handelt, sollte nicht ausschließen, daß auch diese wenigen Fälle in den Kreis der Erhebungen mitgezogen werden.

und dessen Neben- und Schutzländern (Wörl in Wurz, burq) eine sehr anerkennende Besprechung. Dieses von' PH. Freiherrn v. Siebold verfaßte, von seinen Söhnen Alexander und Heinrich, Freiherren von Sie­bold herausgegebene Werk liegt nunmehr in 2 Bänden (mit 100 Illustrationen) vollendet vor. (Originalband 20 Mk.) Wer sich für die Geschichte und die Ent­wickelung Japans in seiner alten Abgeschlossenheit in- tereffirt, wird in diesem Werke allen erwünschten Auf-

Die Centrumsabgeordneten Prof. Hitze, Dr. Lieber und Prof. Freiherr v. H e r t l i n g haben, wie bekannt, im Reichstag einen Antrag zum Schutze der Kinder eingebracht. Der Antrag geht dahin, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, daß sie Erhebungen veranstalten über den Um­fang, die Gründe, die gesundheitlichen, sittlichen und erziehlichen Gefahren der gewerblichen Be­schäftigung schulpflichtiger Kinder, und daß sie durch entsprechende Verordnungen einer mißbräuch­lichen Ausdehnung dieser Beschäftigung entgegen­treten, wenn die Erhebungen eine solche ergeben. Der Staatssekretär des Innern, Graf v. P o s a - dowsky, hat im Reichstag im Lause der ersten Matsberathung angedeutet, daß die verbündeten Regierungen sich bereits mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Wie dies eingeleitet ist, theilt nun­mehr, rote wir schon kurz andeuteten, ein Berliner Regierungsblatt mit. Danach hat der Reichs­kanzler an die verbündeten Regierungen in dieser Sache ein Rundschreiben erlassen, das viele beherzigenswerthe Gesichtspunkte enthält.

Zunächst wird in dem Rundschreiben mit- igetheilt, daß bei der Berufszählung vom 14. Juni 1895 im Deutschen Reich 45 375 Kinder unter 14 Jahren als gewerblich thätig nachgewiesen worden sind. Davon entfielen 38267 Kinder auf die Industrie, 5296 auf den Handel und 1812 auf Lohnarbeit wechselnder Art. Außerdem aber sind in der Landwirthschaft 135175 und als häusliche Dienstboten 33 501 Kinder gezählt worden. Diese Zahlen enthalten indeß nurdieimHaupt- beruf thätigen Kinder, und bleiben auch hier wahrscheinlich hinter der Wirklichkeit zurück, da zu vermuthen ist, daß Eintragungen erwerbsthätiger Kinder häufig unterlassen sind. Die Zahl der nebenher thätigen Kinder ist bisher noch nicht ermittelt, scheint jedoch die bei der Berufszählung gewonnenen Ziffern weit zu übersteigen. Ueber die Vertheilung der gewerblich thätigen Kinder auf die einzelnen Betriebsformen steht nur so viel fest, daß in Fabriken eine verhältnißmäßig geringe Zahl beschäftigt wird, nämlich nach den Berichten der Gewerbeaufsichtsbean t n für 1896 im Ganzen 5312. Es ergibt sich hieraus, daß die Kinderarbeit in den Fabriken, für welche die Gewerbe-Ordnung einschränkende Bestimmungen enthält, wesentlich an Bedeutung verloren, im Handwerk, der Hausindustrie und bei fonstiger gewerblicher Beschäftigung aber einen erheblichen Umfang angenommen hat.

Es ist nun sehr erfreulich, daß das Rund­schreiben des Reichskanzlers gleich von Anfang an sich auf den Standpunkt stellt, daß in dieser immer mehr um sich greifenden Kinderarbeit ernste Gefahren für die Gesundheit und Sittlichkeit der Kinder liegen. „Die in jüngster Zeit an einigen Orten angestellten Ermittelungen kaffen — so äußert sich das Rundschreiben — erkennen, daß der Beschäftigung von Kindern im Gewerbebetriebe im Interesse der Heranwachsenden Jugend ernste Aufmerksamkeit zugewendet und erwogen werden muß, inwieweit unter Berücksichtigung aller einschlagenden Interessen, insbesondere auch unter Schonung der elterlichen Befugnisse, den hervorgetretenen Miß­ständen abgeholfen und weiter en Unzu- träglichkeiten vorgebeugt werden kann."

Dem ersten Theil des Antrages Hitze-Lieber- v. Hertling, der Erhebungen über die gewerbliche Kinderarbeit angestellt wissen will, scheint alfo zum Theil schon entsprochen zu sein. Nichtsdesto­weniger wird es nicht nur geeignet, sondern angesichts der Wichtigkeit der Frage sogar nolhwendig sein, daß auch der Reichstag mit der Angelegenheit sich beschäftigt; namentlich über die Mittel und Wege, die zur Beseitigung der herrschenden Uebelstände führen könnten, wird wahrscheinlich noch sehr viel zu sprechen sein. Erkennt es doch schon das Rundschreiben des Reichskanzlers selbst an, daß „es den Anschein gewinnt, als ob bei Anwendung der angeführten (nämlich der bereits bestehenden gesetzlichen) Bestimm­

ungen nicht alle Mißbräuche beseitigt werden würden." Danach gelangt man also schon im Voraus zu dem Schluß, daß neue gesetzliche Bestimmungen in d-esem Sinne nöthig sein werden. Und bei diesen muß der Reichstag mitwirken.

Die bestehenden Bestimmungen (§ 153 Abs. 3 und 4 der Gewerbe-O rdnung) können nämlich nur Anwendung finden auf die Beschäftigung von Kindern in Fabriken, in Werkstätten und bei Bauten, und in Werkstätten auch nur dann, wenn in oenselben mit Motoren gearbeitet wird und Personen beschäftigt werden, die nicht zur Familie gehören. Außerdem bestimmt ein Paragraph der

brennen. — w™ - -- -

Holstein mitPreußen v ereruigt.—1878 brach in Astrachan die verheerende Pest aus — 1891 starb -u Frankfurt a. M der weltberühmte und hervor­ragende kattolische Geschichtsforscher Johan- nes Janssen.

25.800 wurde Karl der Große zum Kaiser gekrönt. _ !612 wurde der Begründer der neueren matbem. Physik und physischen Astronomie Isaak Newton geboren. — 1745 wurde der Friede zu Dresden, welcher den zweiten schlesischen Krieg beendete, ge­schlossen. — 1791 wurde der französische Dichter Scribe geboren. — 1870 wurde der 12 km lange Mont-Cenis-Tunnel an der französisch-italieni-

geschmackvolle Goldschnittband eignet sich auch seinem Aeußeren nach vorzüglich als werthvolles Festgeschenk.

Vor Weihnachten wird auch noch ein Band „Feierglocken zu heiligen Freudentagen" von Cordula Peregrina (Verlag von Andreas Göbel in Würz­burg) ausgegeben.

Von derselben Verfasserin erschien im Verlage von I. Pfeiffer in München in zweiter vermehrter Auflage „Katholisches Haus- und Herzensleben, be­leuchtet vom Schimmer des ewigen Lichtes". (Hübsch gebunden.) Aus dem Pfeiffer'schen Verlage erwähnen wir auch „Jakob Balde als Mariensänger", von p. Zierler 0. Cap. und die dritte Auflage der „Himmels-Bilder". .

Aus dem Verlage von G. Pillmeyer in Osna­brück ist ein fein ausgestattetes „Katholisches Ver­gißmeinnicht", liebliche poetische Anmuthungen auf jeden Tag des Jahres, zu verzeichnen

Vortreffliche Erzählungen für Volk und Jugend legte der Verlagvon Ulrich Moser in Graz (I. Meyer- höff) uns vor. Es sind zunächst zwei stattliche Bände in sauberer grüner Leinwand (mit Bild): „Hans Holm, eine Soldatengeschichte aus der Zeit des 30jährigen Krieges" von Hans Lange, Bürgerschul-Direktor, mid Der Sensenschmied von Volders," geschichtliche Er­zählung aus dem Befreiungskampf<Tirols von Joseph Mair.' Der erste Band ist mit 4, der zweite nut । 5 Vollbildern geziert.

Wie alljährlich, so wollen wir auch die Literarische Weihnachtsschau für 1897 nicht schließen, ohne die neuesten Werke des rühmlichst bekannten „Fliegenden Blätter"-VerlagesBraun u. Schneider in München, welche nach jeder Richtung hin einwandsftei sind, ge­bührend hervorzuhtben. Bon den „Jugendblättern," gegründet von Isabella Braun, fortgesetzt von Isa­bella Hunimel, liegt der 43. Jahrgang (1897) mit 6 Farbcndruckbildern und vielen prächtigen Illustrationen vor. Ein anmuthiges Allerlei von Ernst und Scherz, Unterhaltung und Belehrung in Prosa und Proste: zwerchfellerschütternde Humoristika bieten die „Lustigen Bilder aus unseren Kolonien" und die „Heiteren Seenen aus dem Leben der Reiter und Fahrer" von L. v. Nagel. Bon den wellbekannten „Münchener Bilderbogen" liegt der 49. Band vor.

Literarische Weihnachtsschau 1897.

VII.

(Schluß.)

Wenn wir von Ferdinand Schöningh'S Verlag in Paderborn berichten, so wird der geneigte Leser vor allem Kunde verlangen, die wievielte Auflage Webers „Dreizehnlinden", dessen Prachtausgabe im erst-n Artikel bereits wiederholt hervorgehoben wurde, nunmehr erreicht hat. Antwort: „Es ist be­reits die 80. Auflage erschienen, so daß das Hundert wohl noch vor dem Jahrhundertschluß voll werden dürfte' Von Neuheiten ist zu erwähnen: Eine ernste, formenschöne und gedankentiefe Dichtung von Fr. M- vardus: „Das Waldthalkloster" (mit 13 Illustrationen). Die Dichtung ist dem Abte Heinrich V. von Heiligen- Kreuz im Wiener Walde gewidmet. Von Ferv. Schö­ningh'S „Theater für die weibliche Jugend" erschienen fünf neue Bändchen (12. „Die Seele am Scheidewege" und „Jupitas Tochter", 13. „Die heil. Elisabeth", 14. „Die Macht des Gebetes", alle von Felicitas vom Berge, 15. „Fröhliche, selige Weihenacht" von K. Machts, 16. „Auf Irrwegen" von Ernst Huber). Der Preis der Bändchen stellt sich je nach dem Umfange auf 40-80 Pfg.

Die 14. und 15. Auflage der „Geschichtslügen", welche soeben von Ferd. Schöningh ausgegeben wurde, ist in unseren Tagen der verdoppelten Katholikenhetze mit besonderer Freude zu begrüßen. Die Widerlegung der landläufigen Geschichtslügen ist bis in die aller­jüngste Zeit fortgesetzt. (Geb. 5 Mk.)

Ein seltener Genuß bietet sich der chnstl. Jugend in dem von Prof. Dr. Otto Heinrichs herausgegebenen „Jugendschatz", neues Jahrbuch für die Jugend zur Unterhaltung und Belehrung (mit 12 Vollbildern in reichem Farbendruck und zahlreichen Textbildern).

Die Aschendorff'sche Buchhandlung in Münster i. W., deren Pracht Jugendschriften einen großen Ruf haben, ließ auch dem uns vorliegenden III. Jahrgange des „Jugendschatz" (1898) eine sehr splendide Aus­stattung angedeihen, so daß der feine Band auch nach einem Aeußeren selbst verwöhnten Ansprüchen genügen wird. Wa» den Inhalt anbetrifft, so wechseln wieder in wohlgeordneter Reihe fesselnde Erzählungen und Märchen mit Poesie, Literatur, Musik, Geschichte und Kultur, Erd- und Völkerkunde, Naturkunde, Technik und allerlei Knackmandeln (Räthsel, Aufgaben und An­leitungen verschiedenster Art).

An dieser Stelle sei gleich ein im St. Norbertns- Berlage in Wien erscheinendes Gegenstück des „Jugend­schatzes", die von Hermine Proschko herausgegebene „Jugendheim ath", Jahrbuch für die Jugend zur Unterhaltung und Belehrung, rühmend hervorgehoben. Dieser mit vielen farbenprächtigen Einschaltbildern und hübschen Illustrationen gezierte Santi,bietet ein buntes Allerlei von ernstem und lustigem Lesestoff. In Süd deutschland dürfte indessen die „Jugendheimalh" viele Freunde und Verehrer finden. Von der gediegenen Proschko'schen „Jugendlaube" erschienen im gleichen Verlage das 15. und 16. Bändchen.

Vor Jahresfrist widmeten wir dem ersten Bande von „Nippon", Archiv zur Beschreibung von Japan

mit Ztnterhaktungs -Meikage „Sterne und Mumen?

geb. 4 Mk.)

Der Verlag von Jos. Küsel in Kempten hat sich als „Kneipp"-Verlag einen Namen gemacht. Noch rechtzeitig vor dem Feste erscheint die neue Prachtaus­gabe des „Codizill zu meinem Testament" von Msg. Seb. Kneipp. Diese Prachtausgabe setzt dem leider zu früh verstorbenen Wasser-Apostel ein verdientes Denkmal. (Preis geb. 4.90 Mik. oder 6.10 Mk.) Die gewöhnliche Ausgabe des „Codizill" hat bereits die 4. Auflage erreicht. (Preis geb. 3.40 Mk.) Ein sehr zeitgemäßes Werk bietet Christian Hold, Dekan und Pfarrer, in dem handlichen Baude „Vernünftiges Denken und katholischer Glaube", Er­wägungen für die gebildete Welt. Hold vertheidigt mit unanfechtbaren Gründen die christlichen und katholischen Grundsätze gegen Unglauben und Irr­glauben. (Preis geb. 3 Mk.) Der greise Priester- jubilar Schleininger, Ehrendomherr von Straßburg, schildert in seinem zweibändigem Werke „Edelsteine des christlichen Jerusalem" das Leben der Heiligen rn anmuthiger poetischer Form. Die Heiligen sind nach den Klassen der Edelsteine gruppirt. Das Werk hat viele Anerkennurrg gefunden (geb. ä 4 Mk.) Gedanken­reiche, gut empfundene und formschöne Gedichte und Sprüche finden sich auch in dem Bändchen „Stille Stunden" von Arnold Pischinger (geb. 3.60 Mk.) Hans Eschelbachs ausgezeichnetes Drama „(Antiochus" sei wiederholt erwähnt, ebenso das von alpinem Humor durchtränkte Bändchen „Gemsen-Eier", erste und zweite Portion von Dr. E. Bayberger (2. Auflage geb. 3 Mk.)

Die rühmlichst bekannte Dichterin des herrlichen, schon in 7. Auflage bei Felician Ranch in Innsbruck erschienenen Bändchens „Was das ewige Licht erzählt", Cordula Peregrina (Schmid-Wöhler) hat seit diesem Erstlingswerke eine seltene poetische Fruchtbarkeit be­wiesen. Und die geistvolle Konvertitin schreibt keine Alltagsreime und Alltagsgedanken; alles, was aus ihrer Feder kommt, hat hohen poetischen Gehalt, athmct Frische und Begeisterung, ist kernig und von tiefer Frömmigkeit und wahrer Glaubensbegeisterung durch­drungen. In diesem Jahre liegt uns wieder em neues 416 Seiten starkes Bändchen der Dichterin vor, welches im Verlage von Anton Pustet in Salzburg nach Gebühr glänzend ausgestattet wurde. „Singt dem Herrn! Das Kirchenjahr in Liedern", betitelt sich diese dankenswerthe neueste Gabe der gottbe­gnadeten Sängerin. Im ersten Theile ist für reden Sonntag des Kirchenjahres ein paffendes Lied geboten, welches den doppelten Zweck der Herzenserhebnng und des guten Vorsatzes erfüllt, im zweiten The,le wird ganz besonders den lieben Heiligen gehuldigt. Der ।

•tagt. Bierteljährl.

©hne Vnngerlohn ruid Bestellgeld in flkrfb« und au»- WllM.SOPf.

schluß finden.

Als schöne Festgeschenke aus dem A. Laumann- scheu Berlage in Dülmen i. W. seien die vorzüg­lichen Bände von A. von Liebenau „Au's Frauenherz", „Rosenblüthen und Edelweiß", „Die christliche Jung­frau", „Die künftige Hausfrau", ferner ,Me christliche Mutter" von Weihbiscbof Dr. Kramer, „St. Elisabeth von I. Kieffer, die „Weihnachtsgrüße" von Dr. Armin Kausen, die Laumann'sche Jugendbibliothek und Kinder­legende, endlich das „Weihnachtsglöcklein" von A. Hauser in besondere Erinnerung gebracht.

Im Verlage von Rudolf Abt in München er­schien die zweite gänzlich umgearbeitete Auflage von „Der neuere Spiritismus" in seinem Wesen, dargelegt und nach seinem Werthe geprüft von Dr Joseph Dippel. Ein hochinteressantes Buch, das 9aemanb, für den die Beurtheilung des modernen Spiritismus vom christlichen und katholischen Standpunkte ans Werth hat, unbefriedigt aus der Hand legen wird, (Preis geb. 4,50 Mk.)

Max BiSle, Ghmiiasialprofessor und Neligions- lchrer, gab im Verlage von Michael Seitz in Augs­burg eine Sammlung herrlicher Betrachtungen über die Schönheit, Zweckmäßigkeit und Sinnbildlichkeit der Natur heraus, die in unserer materialistisch angehauchten Zeit einem wirklichen Bedürfnisse entsprechen. Die burch mehrere vorzügliche Bilder veranschaulichten „Zeugnisse aus bet Natur" kosten geb. 4,50 Mark. Gleichzeitig sei auch die „Deutsche Geschichte für Schule und Haus" (Mittelalter) von Hermann Sickenberger wiederholt empfohlen. (3,50 Mk.) ,

Der Verlag der Bonifatius-Druckerei (I. W. Schröder) in Paderborn legte noch eben vor Weih­nachten eine neue reizende Märchenerzählung von A. Benfey-Schuppe auf den reichbesetzten literarischen Gabentisch. Unseren Kleinen wird diese Erzählung nicht minderen Genuß bereiten als das in zweiter Auflage vorliegende, sehr lehrreiche Märchen von Pater Ambros Schupp 8. J. In zweiter Auflage erschien „Der christliche Vater in seinem Berufe", in dritter Auflage „Die christliche Mutter in ihrem Berufe", diefe von Bischöfen wie von der Zeitungskritik so günstig beurteilten, kernigen, volksthümlichen Weg­weiser von Philipp Hammer, Doktor der Theologie. Auch von den kleinen Märchen für fromme Kinder gab die Bonifatius-Druckerei wieder mehrere neue Bändchen heraus (12—22). Jedes dieser Bändchen kostet in buntem Umschläge nur 10 Pfg.

I. Krieg, der Verfasser von „Ratisbonne", ver­suchte sich an einem neuen epischen Gedichte „Zacharias Werner" (Verlag von Nehrkorn in Fulda), welches die Bekehrungsgeschichte des ehemaligen Freimaurers zum glaubenseifcigen katholischen Priester znm Gegen­stände hat. Der etwas spröde Stoff ist von dem Dichter geschickt und theilweise auch mit sehr guter Wirkung in edler Sprache behandelt. (Preis elegant

19.1562 Niederlage der Hugenotten bei Dreux in Frankreich. — 1790 wurde der Nordpolfahrer Parey geboren. — 1884 Gefechte in Kamerun durch die" Bemannung der deutschen Schiffe „Olga'' und „Bismarck". - 1893 starb der aus Frankreich eingeivanderte deutsche Parlamentarier Graf Bethusy-Huc. —1894 Sch lacht bei Hai tsch eng zwischen Chinesen und Japanern.

20 1552 staib Luthers Wittrve Katharrna ander Auszehrung. — 1806 Erhebung des Kurfürstenthums Sachsen zum Königreich durch Napoleon I. — 1841 Abschließung des Londoner Vertrags über A b­schaffung des Sklavenhandels. —1848wurde Na poleon III. zum Präsident en der französischen Republik gewählt.

21 1521 starb Pa pst LeoX., unter welchem die Peters- ' kirche in Rom vollendet wurde. — 1597, also vor nunmehr 300 Jahren, entschlief der selige Petrus Canisius, der zweite Apostel Deutschlands. — 1795 wurde zu Wiehe in Thüringen der Geschichts­schreiber Leopold von Ranke geboren. — 1869 swrb der Germanist Wilhelm Wackernagel. — 1870 wurde ein Ausfall aus Paris gegen das Gardekorps bei LesBourgct siegreich zurückgeschlagen.— 1893 großes Erdbeben in Persien, wobei 10,000 Personen umkamen. — 1894 großer sturm in England, der Nordsee, Holland »sw., der viele Menschenleben forderte .....

22 1819 wurde in Eilenburg der beliebte Liederkomponist 'Franz Abt geboren. — 1843 wurde die Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva) ge­boren — 1869 trat das Wittwenpensionsgesetz in Preußen in Kraft. - 1870 wurde abermals em Ausfall aus Paris gegen das sächsische Korps zurückgeschlagen. 1891 starb der Rechtslehrer Lud­wig Rönne. - 1894 wurde der französische Hauptmann Dreyfus zur Degradation und De­portation verurtheilt. ,

23 918 starb der erste deutsche Wahlkomg, Konrad der Franke; er wurde im Ostchore der eigentlichen ersten Hauptkirche Fulda's, welche die erste zwer- chöriqe Münsterkirche Deutschlands war, beigesetzt. — 1810 wurde Karl Richard Lepsins, der Er­forscher Egyptens, zu Naumburg geboren. — 1870 Sieg der ersten deutschen Armee an der L'H-llue in der Nähe von Amiens über die franzö­sische Nordarmee. - 1872 brach Deutschland den diplomatischen Verkehr mit Papst Prus IX. ab. — 1882 starb Leopold Arends, der Erfinder des nach ihm benannten stenographischen Systems, 1891 der sächsische Kultusminister v. Gerber.

24.1237 sollen die Juden in der Christnacht nach dem Abrahami Saurii Stätte-Buch" in der 3)egel- miihle beiFulda fünf Snäbtein umgebracht haben. Von den Bürgern der Stadt wurden deshalb viele J'iden getödtet und in's Gefängniß geschleppt. — 1634 ward Abt Johann Adolf von Fulda mit großem Pomp in's Schloß und Stift geführt.^ — 1754 ließ Friedrich der Große eine Schmäh­schrift Voltaires durch den Henker öffentlich ver- — 1866 wurde durch Gesetz Schleswig-

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