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Samstag, den 18. Dezember 1897

24. Jahrgang

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| drittes Matt.Iß

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Adi Marquard I., der Gründer der Stadt Fulda.

Vortrag, gehalten imFuldaerGeschichtsverein am 15. Dezember 1897 von D-. Justus Schncibrr.

Nachdem wir im vorigen Winter in zwei ausgezeichneten Vorträgen mit Ereignissen der Fuldaischen Geschichte aus dem 18. Jahrhundert bekannt gemacht worden sind, scheint es mir nun auch am Platze zu sein, aus den früheren Jahr­hunderten des Bestehens der Abtei Fulda be­sonders wichtige Episoden zum Gegenstand unserer Betrachtung zu wählen. Ich habe vor einem Jahre bereits im Rhönclub die Gründung des Klosters Fulda durch den hl. Sturmi in einem Vortrage besprochen. Dasselbe Thema hat mein Vorredner, Herr Redakteur Baum, in der No­vembersitzung dieses Vereins behandelt. Da uns aber auch interessiren muß, auf welche Weise der Ort Fulda, unsere Heimath und Wohnung, im Schutze dieses Klosters entstanden und ge­wachsen ist, bis er seine städtischen Rechte und Einrichtungen erlangen konnte, möchte ich heute Ihre Aufmerksamkeit auf einen Mann ^lenken, der unsere Bewunderung und Anerkennung nicht nur aus dem Grunde verdient, weil er Fulda zur Stadt erhob, sondern auch deshalb, weil er als der Erste die hervorragende Stellung der Abtei als Reichsfürstenthum im Mittelalter be­gründete und deren territoriale Machtstellung in Deutschland sicherte. Es war dies der Abt Marquard 1.

Nachdem Sturmi die Benediktiner-Abtei, das Kloster Fulda, im Jahre 744 gegründet hatte, erhielt dieses zahlreiche Schenkungen von wüstem Land, aber auch von schon bestehenden Dörfern und Höfen, über welche sehr viele Urkunden ent­standen, die Schannat^) und Dronke2 3) gesammelt und im Druck herausgegeben haben. Kaiser, Könige, Fürsten und Edelleute, sowie auch freie deutsche Grundbesitzer wetteiferten mit solchen Güterschenkungen an das Patrimonium des hl. Bonifatius, die theils zur Ehre Gottes, theils für das eigene Seelenheil dem Kloster gegeben wurden. Die Knechte und Mägde, welche die Grundstücke bestellen mußten, waren Leibeigene, welche mit den Gütern an das Kloster übergingen. Obschon die Mönche selbst ihre Haus- und Land- wirthschaft besorgten, machte sich doch das Be- dürfniß geltend, auch andere Arbeitskräfte heran­zuziehen, nicht nur Ackerbauer, sondern auch Hand­werker und Künstler. Da solche Leute nicht inner­halb der Ringmauern des Klosters wohnen durften und dem weiblichen Geschlechte überhaupt der Eintritt in dasselbe versagt war, siedelten sich viele mit den Güterschenkangen dem Kloster über­tragene Leibeigene an der West- und Nordseite an. Im 11. Jahrhundert begannen Streitig­keiten der Abtei mit den Freien, dem Uradel, welcher deshalb seine Wohnsitze in Burgen ver­wandelte, wodurch auch die Abtei genöthigt wurde, das Kloster zu befestigen. Es wurde ein doppelter, fester Mauerring um dasselbe errichtet. Die Be­grenzung hat man sich nach heutigen Verhältnissen so zu denken, daß die äußere Mauer etwas außer­halb vom jetzigen Paulusthor nach der Haupt­wache, von da abwärts, die vorderen Außen­mauern des Stiftes Wallenstein entlang über die Kanalstraße zwischen meiner Besitzung und dem Bäcker Wiegand'schen Hause zu dem Wohnhause des Herrn Posthalters Knips (einem alten Thurme) verlief, von da der Kronhofstraße entlang, wie jetzt die Mauer der Domdechanei und des Priester­seminars bis zum Eingangsthor der nordwestlichen Ecke des Seminargartens; von hier bis zum Schulthore und von da aufwärts bis zum jetzigen Paulusthore.

Auch die Bewohner der Ansiedelung auf der Nord- und Nordwestseite des Klosters wären schutzlos gewesen, wenn ihre Häuser nicht befestigt wurden, und so entstand die Hinterburg?) Nach und nach siedelten sich nicht nur die Leibeigenen, sondern auch freie Männer und Edelleute auf der anderen Seite der Abtei, im Süden und Osten, an. Es entstand so das Dorf Fulda.

Im 12. Jahrhundert vermehrten sich die Streitigkeiten der Adeligen sowohl unter sich, als auch mit den Aebten und Fürsten. Da sich in dieser Zeit eine Umänderung der alten Gauver­fassung in der Weise vollzog, daß die Gaugrafen, früher Beamte des Königs zu Fürsten, Grafen und Herzögen, mit Erbfolge in ihren Landes- theilen empor kamen, wollten die freien deutschen Edelleute, also auch der buchonische Adel, eben­

*) Schannat, Corpus traditionum Fuldensium. Leipzig 1724.

2) Dronke, traditiones et antiquitates Fuldenses. Fulda 1844.

3) Schneider Joseph, Buchonia, Bd. 4, Heft 1, S. 5.

falls selbständig sein. Sie widersetzten sich den neuen Fürsten und Herzögen. Nun säumten auch die Aebte nicht, sich ebenfalls wie die Bischöfe zu Landesherren mit gleichem Range, wie die Erbfürsten, empor zu schwingen, und so wurde die Abtei Fulda allmählich reichsunmittelbar und ihr Abt ein Fürstabt. Die Edelleute, Freiherrn, Ritter mußten ihr ererbtes Eigenthum der Abtei als Lehen auftragen oder wurden auch mit anderen Gütern der Abtei belehnt; sie mußten Vasallen des Fürstabtes werden. Dieser Prozeß vollzog sich natürlich ganz allmählich und unter steten Kämpfen. Im Dorfe Fulda waren viele Edel­leute mit Häusern belehnt, die Kemnaten genannt wurden. Wegen der vielfachen Kämpfe mußten die Einwohner dem Abte Waffendienste leisten; die Bürger, d. h. die Ackerbauer, Handwerker und Künstler, die früheren Leibeigenen, zu Fuß, die Edelleute zu Pferde als Ritterdienste.

Es wurde nun in der Folge dringend nöthig, das im Osten und Süden der Abtei gelegene Dorf ebenfalls zu befestigen. Dieses geschah durch den Abt Marquard (Marcuard, Markwart) I., welcher von 1150—1165 regierte.^Er befestigte den Ort mit Mauern, Thürmen nnd Wällen, verlieh ihm die Marktgerechtigkeit und erhob ihn zur Stadt/) indem er den Einwohnern eine Bürgermeisterschaft (magistratus) und ein eigenes Burggericht bewilligte. Es ist dies der erste Fall, daß sich ein Fuldaer Abt Hoheitsrechte an­eignete, denn bisher konnten nur die Könige Stadtrechte und Markt-Privilegien verleihen. Äbt Marquard I. ist somit als Gründer der Stadt Fulda anzusehen.

Unter sehr schwierigen Verhältnissen hat Mar­quard die Regierung der Abtei übernommen/) Viele Güterschenkungen waren verloren gegangen. Die Laien hatten die Haushaltungen des Klosters unter sich getheilt und bedielten die Einkünfte für sich. Sie vererbten die Güter auf ihre Söhne. Die Fürsten nahmen sich an den Grenzen, was ihnen gefiel, und die früheren Leibeigenen, die jetzt frei geworden waren, bauten sich Häuser und Höfe in den Fuldaischen Wäldern und Forsten. Die Aebte mußten im Dienste des Reiches, als Begleiter und Rathgeber der Könige bei Feld­zügen undMeichstagen so viel Geld aufwenden, daß für das Kloster nichts übrig blieb und die zahlreichen Mönche in Noch geriethen. So mußten selbst bielheiligen Gefäße verkauft oder versetzt werden, um der Noth zu steuern.

Die Wahl des Abtes Marquard fiel in eine Zeit, in der die Jnvestiturstreitigkeiten der Kaiser oder Könige mit dem Papst noch ihre Nachwir­kungen ausübten. Zwar war die Investitur als Recht des Königs bereits abgeschafft; in dem Concordat zu Worms hatte sich Heinrich II. bereit finden lassen, auf die Investitur (Belehnung des Bischofs oder Reichsabtes mit Ring und Stab) zu verzichten, hatte sich aber das Recht Vorbe­halten, daß die Wahlen der Bischöfe und Reichs- äbte fortan nur in Gegenwart des Kaisers statt­finden sollten/) Dadurch hatte der Kaiser einen großen Einfluß auf die Wahl der Bischöfe und reichsunmittelbaren Aebte; bei eintretenden Spal­tungen der Meinungen wurde nach feinem Er­messen entschieden. Die Regalien wurden in Deutschland vor der kirchlichen Weihe verliehen, in Burgund und Italien innerhalb von sechs Monaten nach der Weihe ; durch Überreichung des Szepters wurden die Bischöfe und Aebte mit den weltlichen Gütern und Rechten ihrer Aemter belehnt.

Nach dem Tode des Kaisers Heinrich V. sollte von den Kirchenfürsten der Wormser Ver­trag für nicht mehr gültig erklärt werden. Mit dem Nachfolger Lothar III., dem Sachsen, wurde ein Wahlpakt vereinigt, welcher von der Gegen­wart der Kaiser bei den Wahlen nichts erwähnte und bestimmte, daß der frei Gewählte zuerst die kirchliche Weihe und dann die Regalien erhalten solle. Lothar kümmerte sich jedoch darum nicht, hielt an den Bestimmungen des Wormser Con­cordates fest und strebte sogar danach, das Jn- oestiturrecht wieder zu erlangen. Mißliebige Kirchenfürsten ließ er absetzen, so den Fuldaer Abt Udalrich, der von 1122—1127 regierte, angeblich wegen der Nachlässigkeit in der Be­sorgung der Klostergeschäfte, in Wahrheit aber, weil dieser Abt ein Gegner der Wahl Lothars zum deutschen Kaiser gewesen war. Als Nach­folger war von den Mönchen Heinrich von Kemnaten, Abt zu Großenborsla, ausersehen worden, den der Kaiser als ihm genehme Per­sönlichkeilbestätigte. Heinrich regierte von 1127 bis 1133; diesem folgte wiederum ein Günstling Lothars, Bertho I. von Schlitz, welcher mi: ihm nach Rom zog, wo zuerst Papst Jnnozenzll.

4) Brower, Fuldensium antiquitatum über III, pag. 264, S. 59.

6) Viktor Abee's Beiträge zur Geschichte des Abtes Markwart I. von Fulda. Im Jahresbericht über das Real-Progymnasium der Stadt Viersen (1885).

•) Viktor Aböe, die Fuldaer Wahlstreitigkeiten im Jahrhundert und Markwart I. Kassel 1893

elbst den Abt mit Stab, Mitra und Ring konsekrirte und sodann die Kaiserkrönung Lothar's vornahm, wobei der Abt von Fulda den Vorsitz vor dem Erzbischof von Magdeburg hatte/) Abt Bertho starb durch Gift nach kaum zwei Jahren, weil er der Räuberei des Adels entgegentrat; die Mönche Fulda's schlugen als Nachfolger einen aus ihrer Mitte, Namens Konrad, vor, dessen vorzüg­liche Eigenschaften fie dem Kaiser rühmten, der denselben auch wählen ließ. Konrad (1134—1140), aus dem Geschlechte von Bienbach (Bimbach), war ein staatskluger Mann, welcher ebenfalls Kaiser Lothar auf seinen Kriegszü ien begleitete und gegen die Türken focht. Er war der letzte Abt, der unter Kaiser Lothar's Einfluß gewählt wurde.

Unter dessen Nachfolger, dem Hohenstaufen Konrad ’II., wurde der Äbt Aleholf (1140 bis 1148) gewählt, welcher den Ruf eines großen Gelehrten hatte. Unter seiner Regierung entstand eine große Feuersbrunst im Dorfe Fulda, welche Theuerung im Gefolge hatte. Er wollte der Noth durch Herstellung der gesunkenen Klosterzucht "teuern und deshalb den Mönchen ihr Privat- eigenthum entziehen. Deshalb wurde er vom Papste Eugen 'II. abgesetzt und verließ mit einen Anhängern Fulda. Um Streitigkeiten zu vermeiden, bestimmte der genannte Papst, daß der Nachfolger Aleholf's aus einen fremden Kloster genommen werden solle. Dagegen widersetzten ich die Mönche Fulda's und wählten im Ein- verständniß mit König Konrad's Sohn Hein­rich, dem dieser wegen seines Kreuzzuges die Re­gierung übertragen hatte, den Mönch Rugger (Roger). Derselbe, ein gelehrter, aber körperlich mißgestalteter Mann, wurde von dem Papste nicht bestätigt. Dieser bestand darauf, daß der neue Abt ans einem fremden Kloster gewählt werden sollte und beauftragte die Aebte Wibald von Corvey, Heinrich von Hersfeld und auch die Aebte von Ebrach in Oberfranken und Eberbach am Rhein, bei der Neuwahl zugegen zu sein. (Fortsetzung folgt.)

tz Brower lib. IV., pag 29Q.

sa Katholische Volksbibliotheken.

Die schlechten'Zeitungen, vor denen wir das katholische Volk warnen müssen, können wir heute, wo jeder liest, nur durch Verbreitung katholischer Zeitungen verdrängen. Das ist ziemlich allgemein anerkannt. Vielfach wird aber noch nicht genug darauf geachtet, daß wir auf gleiche Weise gegen die Verbreitung glaubens- unb sittenloser Bücher und Broschüren, Kolportage- Romane 2C. durch Verbreitung guter Bücher wirken müssen. Ueberall thut das noth. Offen und geheim werden die schlimmsten Bücher im Volke herumgereicht. Man will lesen und greift dann zu dem, was sich gerade findet.

Wir Katholiken haben den großen Borro­mäus verein in Bonn, der auf Wunsch in jeder Pfarrei einen Lokalverein und eine Leihbibliothek errichtet. Er hat die Mittel, für wenig Geld verhältnißmäßig viel zu leisten. Dieser Borro- mäusverein hat aber leider an so vielen Orten, wo er so nothwendig wäre, noch keinen Eingang gefunden. Wir bitten deshalb dringend, ihn überall einzuführen.

In größeren Städten muß dies in weitestem Maßstabe geschehen und dahin gestrebt werden, daß die an möglichst vielen Stellen errichteten Bibliotheken des Borromäusvereins Jedermann nur gegen eine geringe Leihgebühr von ein paar Pfennigen für das einzelne Buch bequem zu­gänglich sind. Sonst bleiben diese Bibliotheken ein unerhobener Schatz. ,

Immer mehr verbreiten sich in den größeren Städten die sogenannten konfessionslosen Volks­bibliotheken, die viele Bücher ausleihen, vor welchen Katholiken nicht genug gewarnt werden können. Aber man wird deü Zulauf zu diesen Bibliotheken nicht hindern, wenn man nicht in katholischen Volksbibliotheken gute Bücher m gleich leichter Weise zugänglich macht. Am besten ist es, der Gründung solcher konfessions­loser Bibliotheken durch Errichtung von katho­lischen Bibliotheken zuvorzukommen. Ebenso ist die Sozialdemokratie äußerst rührig, durch ihre Kolporteure Bücher in ihrem Sinne zu vertreiben und Bibliotheken zu errichten. Hier darf man auf katholischer Seite nicht thatenlos zusehen.

Uebrigens ist die Verbreitung guten Lese­stoffes an und für sich schon eine Aufgabe des Christenthums. Es ist auch vom rein mensch­lichen Standpunkte der Volksbildung eine dring­liche Aufgabe unserer Zeit. Man klagt über Verrohung des Volkes, besonders der Jugend. Aber dann liegt doch auch offen am Tage, daß nicht genug zur Veredelung von Geist und Ge- müth geschieht. Mancher, jung und alt, würde nicht ins Wirthshaus ober in so manchen nutz­losen Verein gehen, wenn er an einem guten Buche sich zu Hause Unterhaltung schaffen könnte. Das Verlangen nach Büchern, bie Belehrung

bieten, wirb sich bann auch balb einstellen. Der Arbeiter, Hanbwerker, Lanbwirth würbe sich am Sonntage ober am Feierabende geistig erfrischen und erholen, hätte er ein gutes Buch. Die Berufsarbeit würde bann auf ihn nicht so ab- tumpfenb unb nieberbrüctenb wirken. Unser Volk würbe empfänglicher auch für religiöse Anreg­ungen, in bas Familienleben in so vielen Häusern 'äme ein anberer Pulsschlag, ein höherer Zug. leberbilbung ist gewiß gefährlich, aber Unbitbung ist noch gefährlicher. Vielfach würbe auch in ben einzelnen Stäuben bie nunmehr nicht länger aufzuschiebenbe Organisation bet berufsgenossen- chöstlichen Selbsthilfe viel "mehr Anklang ge- unben haben, wenn bie Empfänglichkeit unb bas Bebürfniß für geistige Bestrebungen durch Lektüre mehr angeregt und geweckt worden wäre. Heute zeigt sich vielerorts noch ein geradezu trauriger Mangel an Empfänglichkeit für alles, was über den öden Vergnügungstrubel hinausgeht. Auch die farblose Presse mit ihrem Neuigkeitskram anbe nicht so viel Abnehmer, wenn das Volk höhere geistige Genüsse kennen unb schätzen ge­lernt hätte.

So erscheint bie Verbreitung guter Bücher insbefonbere durch Volksbibliotheken im Anschlüsse an den Borromäusverein, bann auch durch Biblio- : beten in Arbeiter-, Gesellen-, Männer- rc. Ver­einen, in Fabriken nicht zu vergessen, in Vincenz- oereinen von ber größten Tragweite. Wen ber Berus dazu verpflichtet, wer ein Herz für biefe Angelegenheit hat, greife zu unb helfe das aus- ühren, worauf wir, wie wir ausdrücklich bei- ügen, im Einverständniß und unter Gutheißung höchster kirchlicher Stellen hier nur Hinweisen können.

Vermischtes.

* Gewissenhaft. Arzt: „Haben Sie Ihrem Mann das Schlafmittel nach Vorschrift gegeben?" Die Fran: „Alle zwei Stunden, Herr Doktor! Aber es war eine harte Arbeit, ihn jedesmal wieder wach zu kriegen."

* Der Anwiderssehkiche. Dame: „Was werden meine Freundinnen sagen, wenn sie mich so allein mit Ihnen kommen sehen, Herr Lieutenant?" — Lieutenant: „Die Glückliche!"

* Der kontante Wirth. Radfahrer: „Aber Herr Wirth, hier steht auf der Rechnung: Luft 10 Kreuzer, was bedeutet denn das?" — Wirth: s,Was dös bedeut'? Sie haben doch hier Ihr Pneumatik ausgepumpt!"

* Das Wichtigste. „Wenn Du den Doktor für mich gewählt hast, so nehme ich ihn in Gott's Namen, aber das sage ich Dir, Mama, das Brautkleid wähle ich mir selber."

* Schade. Vertheidiger (zum Klienten): „Schade, daß Ihr Vater und Ihre Mutter solide Menschen sind! Ich könnte sonst für erbliche Belastung plaidiren!"

* Amschrieve«. 1. Schnapsbruder: „Wo gehste hin?" — 2. Schnapsbruder: „Ick nehme Kartoffeln in flüssiger Form zu mir."

* Das fass Einen nicht ärgern. Tochter: „Nein, Mama, eine entsetzlichere Beleidigung kann ich mir nicht denken!" — „Was ist denn geschehen, liebes Kind?" — Tochter: „Denke Dir, mein ehemaliger Bräutigam schickt mir meine Photographie zurück und bezeichnet sie als Muster ohne Werth."

Gottrsdienstordnung in Fnlda.

Sonntag, 19. Dezember. Dom. 5's, 6, 6“/» und 71. Uhr hl. Messen, 7 Uhr hl. Messe und Kommunion der Schulkinder in der Marienkapelle, 9 Uhr Umgang, Hochamt mit Predigt, 11 Uhr Christenlehre, 12 Uhr hl. Messe, l‘/a Uhr Andacht und Christenlehre, 4 Uhr Pfarr- Bruderschaft und Predigt, 7 Uhr Andacht in der Marten­kapelle. — Ktadtptarrktrchr. 51/» Uhr hl. Messe u. Predigt, 7 U. hl. Messe, 8 U. hl. Messe und Kommunion der Schul­kinder, 9‘ a Uhr Hochamt und Predigt, 11 und l*/a Uhr Christenlehre, 5 Uhr Andacht. — Wicharlskirche. 10 Uhr hl. Messe mit Segen. — Pfarrkirche zum hl. Geiste. 8 Uhr Amt und Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. - Kodalilät. 1 -10 Uhr Gottesdienst mit Verlesung eines Schreibens der Bischöfl. Behörde. — Dienstmädchen- Kongregation. 3 /« Uhr Andacht in der Severi-Kirche. — Uonnenkirchr. Nachmittags 2 Uhr Herz-Jesu Bruder­schafts-Andacht. — Frauenberg. 5, 6*/» und 8 Uhr hl. Messen, 9 Uhr Hochamt, 2 UhrFünf-Wunden-Bruderschast.

Praktische Weihnachtsgeschenke sind stets willkommen, deshalb sollte Niemand vergessen, auch einen Karton a 3 Stück (Mk. 1 50) der in weitesten Kreisen in Folge ihrer Feinheit und vorzüglichen Eigen­schaften für die Hautpflege so sehr beliebten „Patent« Myrrholin-Seife" unter den Weihnachtsbaum zu legen. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich. Wo nicht vorräthig, versendet die Myrrholin-Gesellschast m. b. H. in Frankfurt a. M. 2 Kartons franko gegen Nachnahme von Mk. 3.-.[746

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§ Gebrauch der billigste?

Packcten von */* und '/» Kilo vereinigt alle Vorzüge in sich, welche die Erzielung eines vollen kräftigen aromatischen Getränkes ermöglichen.

Vorräthig in den verschiedensten dem jrtzigen Marktwerthe entsprechenden billigen Preislagen in den bekannt gegebenen Kolonialwaaren-Handlungen.

P. H. Inhoffen, Bonn und Berlin, Hoflieferant Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Friedrich.

Dieser ächte Bohnen - Kaffee in abgewogenen