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Dienstag, den 14. September 1897.

* Da die Ileverschwemmurrg i« Schkeke« viele der dortigen Landwirt he ihrer sämmtlichen Mittel beraubt hat, hab das dortige Komitee zur so­fortigen Linderung der Roth in Schlesien einen Auf­ruf beschlossen, in welchem die deutschen Landwirthe ersucht werden, ihren leidenden schlesischen Berufs­genossen Sendungen von Saat und Viehfutter zu machen Der Eisenbahnminister hat verfügt, daß diese Sen-

Mein lieber Wanderer, laß dir rathen Klimm nicht empor auf diese» Pfaden, Wenn eine Wallfahrt in der Näh'; Auf daß dir's nicht wie uns ergeh'. Und du einst im Touristenzimmer, wie wir, Aufschlagen mußt dein Nachtquartier. Doch dem guten Frater Eustachius Erklinge ein feurig Loblied zum Schluß; Ahm sei der wärmste Dank gesagt. Er hat sich weidlich für uns geplagt. Hat em Lager bereitet gar sorgsam und schnelle. Und gar mit dem Doktor getheilt seine Zelle Mog' lang er noch wirken auf luft'gen Höh'» Ad multos annos! Auf Wiederseh'n!

* * 9- September 1893.

Buden sind aufgeschlagen auf dem Platze vor dem Kloster; hier werden Heiligenbilder und Rosenkränze ferlgehalten.

Vor der Pforte und in den Klostergängen wogt's auf und ab, besonders beim Schenkzimmer, wo der Frater Kellermeister am Fasse schaltet.

Endlich ist die letzte Prozession im Kloster anqe- kommen. Das Glöcklein der Klosterkirche sendet Hellen Klang zu Thale, zum Gottesdienst ruft es die Schaaren. Aber das Kirchlein vermag nicht, Raum zu bieten den Tausenden, die zur Wallfahrt kamen; bis weit in den Schatten der Buchen hinein stehen die Betenden.

Gottesdienst und Predigt sind zu Ende. Ein Knäuel von Trachten und Menschen drängt sich heraus aus dem Thore der Kirche. Die Prozessionen sammeln sich wieder um ihre Fahnen und Standarten. Im Herzen

* Geistlicher Rath Weuöer ist vom Kultus- minlster an Stelle des verstorbenen Prälaten Dr Iahnel & aftSentfi$en Mitglied« der hiesigen Königl. Wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Fach der katholischen Religion ernannt worden.

h Der Reichstag soll, wie verschiedene Blätter Missen wollen, frühestens Ende November, vielleicht -aber sogar erst Anfang Dezember einberufen werden, ^llttt den Gegenständen, welche zur Berathung im Reichstage gelangen werden, beschäftigt sich der .Hamb Korr/. Als feststehend betrachtet er, daß von den -Entwürfen, die mit dem Bürgerlichen Gesetzbuchs in Zusammenhang stehen, der über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit vorgelegt werde während es nicht sicher fei, daß auch die Novelle zur Civil-

stützen. Bevor man sich mit der Frage der Bethei- ligung befaßte, wurde von feiten der Ägitationskom- misfton Bericht erstattet. Die Kommission hat rund 7000 Mark vereinnahmt und 6365 Mark verausgabt Der Referent führte Namens der Kommission Klage darüber, daß sie von den Kreisen bei ihrer Propaganda nur mangelhaft unterstützt würden. Als einen öffent­lichen Skandal bezeichnete er das Ueberhandnehmen von Vergnügungsvereinen in manchen Wahlkreisen da sie die Agitation fast vollständig erstickten. Er richtete an die Genossen die Drohung, daß, wenn sie Nicht davon abließen, wenn man sie öffentlich zur Scham rufe, man an den deutschen Parteitag appelliren werde. Die vom vorjährigen Parteitag beschlossene

Deutsches Deich.

Berlin, 13. September.

* Der Kaiser ist am Sonntag Nachmittag von Homburg in dem ungarischen Städtchen Totis einqe- trosten. Auf dem Bahnhof empfingen ihn der Kaiser riranz Joseph, die Erzherzoge Rainer und Eugen sowie die Spitzen der Civil- und Militärbehörden. Die Begrüßung zwischen den beiden Monarchen war eine herzliche. Nach Vorstellung des Gefolges fuhren die beiden Kaiser, von dem zahlreichen Landvolk stürmisch begrüßt, zu dem Schlosse. Abends 7 Uhr roar im Kaiserzelte ein Festmahl, bei welchem die beiden Monarchen neben einander saßen. Die Tafel­musik spielte u. a. den Sang an Aegir. Heute wohnten dieselben denManövern bei. — Die Kaiserin tft von Homburg, nach Wildpark zurückgekehrt.

e*r*i*3 «Ädtttidj wird einen Theil seines Ur­laubs am Darmstädter Hof zubringen, wo er mit dem Zarenpaar Zusammentreffen wird. Letzteres trifft am 1- Oktober in Darmstadt ein.

* Im Hefokge Kaiser Wilhelms auf der Reise nach Ungarn befinden sich folgende Herren: Oberhof- mar;chall Graf zu Eulenburg, Generaladjutant General- lieutenant v. Plesfen, Flügeladjutaut Oberst v. Scholl, Flugeladfutant Oberst Graf Klinkowström, Flügel' «nJUr^nt Böhn, Flügeladjutant Oberst Graf

Moltke, Chef des Militärkabinets Generaladjutant Abneral der Infanterie v. Hahnke, Oberst v. Mllaume, Ches des Cwilkabmets Wirkt. Geh. Rath v. Lucanus d". ^"tls werden auch der Chef des Großen General­stabes, GerWral der Kavallerie Graf v. Schlieffen Hauptmann v. Volkmann, Oberstallmeister Graf Wedel -anwesend sein. Der mit der Vertretung des Staats- ^kretars des Auswärtigen beauftragte Botschafter v. Bulow wird anläßlich der Anwesenheit des Kaisers in Pest eintreffen.

* Das HerrenhausmitgliedGraf Jork v.Marten- vurg ijt auf seinem Besitzthum Klein-Oels in Schlesien gestorben. w 1

deutschen Reich über deutsche Häfen fowie über Ant­werpen, Rotterdam und Amsterdam belief sich in den M°naten Januar bis Juni dieses Jahres auf 11371 Personen. Am stärksten war hierbei betheiligt die Provinz Hannover, und zwar mit 1029. Rhein- lanb stellte 528, Schlesien 313 und Westfalen 230 Auswanderer.

Zeitlin ii

mit Unterhaltungs-Beilage „Sterne ««- Flamen". .

Äiis irn IrmdkilbSchmi dn Wu.

Bon Fr. Henze.

(Nachdruck verboten.)

An bestimmten Tagen aber und Festen wallen Tausende den heiligen Berg hinan, am Kreuze zu beten,^ im Klosterkirchlein das Te Deum zu singen, •o'tn <zahre 1812 schrieb der „Rector Lycei Mein n- tgensis“:

Kennst du den Berg, wo heil'ge Kreuze steh'»?

Dort stehet man die Pilgerschaaren geh'». Die nach des Lebens mühevoller Last H'er Stärkung finden, Seelentrost und Rast.

Dahm, dahin

Wollt' ich längst mit Freunden zieh'n.

t t * ?■ August 1812.

lA/r kommen die Waller, von Schweinfurt m a ' ?on Würzburg und von Dettel- bach aus Franken und dem Fuldaer Gebiete. — Schon T"Ss zuvor trafen Hunderte von Wallfahrern ein entlegenen Gegenden kommend. Sie haben die Nacht nn Kloster verbracht. Doch an ein Nacht- lager war hier nicht zu denken; in den Zimmern und auf den Gangen im Kloster, auf den Bänken im Kirch­lein haben sie den Kopf auf den Tifch und das Bet­pult gesenkt, den Morgen erwartet

Aber auch dem fremden Wandersmann kann für diese Nacht kaum em Lager im Kloster bereitet werden Drei Wanderer schnebeu drum in's Fremdenbuch •

bte 'N 100 000 Exemplaren gratis verbreitet wurde' zur Geltung zu bringen, ist ebenfalls ohne Erfolg geblieben. Auf Antrag Stadthagen wurde beschlossen % Agltattonskommission der Provinz Brandenburg als Wahlkomitee für die bevorstehenden Reichstaqs- wahlen zu bestellen. B

, * D'e .offiziöse Berl. Korr/ schreibt: Die an­läßlich der Disenbahnunfälle ausgestellte Behaupt- nng' daß dw Zahl der im äußeren Betriebe be-

Fneden und auf den Lippen ein Lied, so ziehen die Kreuzfahrer. wieder abwärts zu Thal. Man möchte mit ihnen ziehen, mft ihnen wallen und wandern. — Ein Wandersmann schrieb Scheffel's Lied in's Fremdenbuch ein:

Wallfahrer ziehen in das Thal Mit fliegenden Standarten, Hell grüßt ihr doppelter Choral Den weiten Frühlingsgarten. Wie gerne wär' ich mitgewallt, Ihr Pfarrer wollt' mich nicht haben, Drum muß ich abwärts durch den Wald Als räudig Schäflein traben.

e , , 8- Suli 1878.

Mittag herrscht Stille schon wieder im Kloster und die Fratres rüsten alles wieder zur täglichen Ordnung. Im Refektorium sitzt vielleicht noch der Guardian und der Pater Vikar mit den fremden Geistlichen, und tm Touristenzimmer ruhen die Wan- derer, welche die Wallfahrt heranzog, im ttaulichen Gespräch die Beobachtungen des Tages zu tauschen ■dm Fremdenbuche ward von den Wallfahrten, also geschrieben: 1

Es steht auf hohem Berge Ein Kirchlein hoch und hehr. Es ragt in weite Ferne, Bekannt ist's rings umher.

Da wohnen edle Mönche

In stiller Einsamkeit, Sie lindern allenthalben Der Armen Herzeleid.

Erscheint täglich. Sonn- und Feiertage ausqenonnnen — BierteliSbetink». ~ ~ ~ ------------------—---

nicht unwahrscheinlich, daß die Postdampfersubventions­novelle wieder erscheinen werde. In dieser Ansicht ttl ihm die ,Münch. Allg. Ztg/ bei. Bezüglich der M' ltarstrafprozeßordnung meint der,Hamb. Korr/, Vorlage zwar kommen werde, aber es augen­blicklich nicht abzusehen sei, in welcher Gestalt , , * Die dw Dorvereitung der Kandelsverträge betrestende Konferenz von Vertretern des Landwirth-

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litionsrechts beschränkenden Bestimmungen, sowie für /^ren Äienstes emgehend pntfen.

™tr-t™.,uunL d.u,schon ÄtfiftS.!!