Pokahonta».
ans der Zeit der ersten europäischen «nfiedlungen in Nordamerika von Max Benno.
16) '------- (Nachdruck verboten.)
em enteren Morgen kam ter Bruder zu ihr. Ohne WriterrS unterrichtete dieser sie do» dem tevor- stetz«b« Kampfe. .
„Run ist ei» ar. Dir", fuhr er fort, „auch etwa! fftr die Sache Deiner Stammer und insbesondere fit mich zu thuu; die Blaßg sichrer wärm vielleicht schon überwnrb«, Härten sie nicht in ihrem Häuptling einen io tapferen und furchtlosen Mann. Ist dieser unschädlich gemacht, dann entbehren die Weiß« de- Harp e», sie kommen in Berwirrung uns verlass >n freiwill'g dar Land, damit ist da» Glück meiner Zukunft ver- knüpft. Mehr kann ich Dir nicht sag«; Dn verstehst er doch richt. Dagegen richte ich eine Bitte att Dich, »lauhalr begehrt Drch zur Squaw. Der Bater ist damü einverstanden und auch ich billige diese Wahl. Du aber host noch keine bestimmt« Antwort erthrilt. Ich versprach, sie mei em F-«nte zu bringen, der mir dafür jenen Dienst leisten wird, von welchem da» Glück meine» Leber» abhängt Ich selbst nämlich kdmt an dem Kampfe nicht theilnehmm, denn wenn
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Freitag, den 18. Dqemb« 1896.
23. Jahrgang
FuldaerMZeitting
mit Unterhaltnuso-HeUage «Sterne und Ktumen»._________________
Erstes Sinti
25 256 u«d 39 051: 91 und mehr Tage. Im Sommer waren 10 93 vom Hundert, im Winter 15 60 aller >eschäftigmrg»!osen Arbeiter erst seft höchstens 7 lagen beschäftigungslos. Bei 22,16 vom Hundert im Sommer und 28 03 im Winter dauerte die Arbeitslosigkeit 8 bi» 14 Tage, bei 33,06 und 41,73 vom Hundert 15 bi» 90 Tage und bei 14,11 und 7,05 vom Huu- ,ert 91 und mehr Tage, während bei 19,74 und 7,95 ne Dauer der Arbeitslosigkeit unbekannt blieb. Untersucht man da» Alter der Arbeürlosen, so findet mau naturgemäß die jüngeren SrbeitSklafle», die dm größt« Antheil an der Bevölkerung und ben Arbeitnehmer» überhaupt anSmach«, auch unter ben Arbeitslosen am stärksten vertret«. Zum Theil mag hierbei, wie bet amtliche Bericht hervorhebt, der Umstanb noch mit- wirken, baß bie jugenblichen une?probten Arbeiter der Gefahr der Kündigung mehr ausgesetzt find und e» auch selbst mit der Kündigung leichter nehmen al» ter Arbeiter in vorgerücktem Alter- Rach der Junizählung befand fich über bie Hälfte aller Arbeitslosen im Alter von 14 bis 30 Ich:« und auch nach bet Dezember- zählung entfiel nahezu bie Hälfte auf diese Alter»- klasse. D.s hohe Alter ist an bet Arbeitslosigkeit verhältriß mäßig in geringem Maße beteiligt. Die weiblichen Arbeitslosen komme» m ben AlterSklafi« von 14 b»S 30 Jahren relativ häufiger, in ben Alter», kivssm von über 30 Jahren verhAtmßmäßig weniger vor, al» bie männlichen Arbeitslosen.
wegrmg. Man rüstete fich zu dem bevorstehend« KriegSzug.
Diese Gelegenheit wurde von Pokahonta» zm Au»- führung ihre- Pme» benützt. Sie verließ ben Wigwam und ging in ben Wals hinan» bi» an ben Fluß, wo sie in brr Richtung nach brr Stadt Jasertow» verichwaitd.
Riemantreu fiel ihre Abwesenheit auf, als der all« Burza, bie das Mädchen mit argwöhaischen Bl ck» betrachtete, al» eS lange »ach Einbruch der Nacht wieder in tem Dorfe erschien.
Die Alle bemerkte die feuchten Haare Pokahonta» und wußte genug-
Gleichwohl schwieg fie.
Mit boshaftem Grinsen murmelte fie, al» da» Mädchen fich entfernt hatte und fie allein ließ:
Die Thörin! Sie ist wieder im Lager deryiaß- gesichter gewesen und hat ben weißen Häuptling gewarnt. Ich konnte <8 nicht hadern, weil ich einen S und dafür hätte angeben müssen, und ba» will ich vererst noch nicht. Run ist sie ganz in meiner Gewalt und grölet Schates wirb an» durch ihren atermal-g« Berrath schwerlich gebracht, denn bie Blaßgefichter find gerüstet und ohuehcn auf ihrer Hut."
Deutsches Reich.
Berlin, 17. Dezember.
• Der Kaiser empfing am Donnerstag d« Krieg »- Minister unb baran anschließend den stellvertretenden Ehef des Militärkabinet» Oberst v. Vllaumr Sm Bor trag. Artillerievorlagk?! Der .ReichSanz.
weigt noch. — Dir Uebersiedelnng deS Hof" leger» vom Reuen Palai» nach dem königlichen Schlöffe in Berlin soll nach dm bisherig« Be- üimmnnae» am 8.1. M erfolgen.
F » Der gestern zum »rSfidenlm de» Herrenhauses gewählte Fürst v. Svlm«-Hvh«solmS-Llch hat bu Wahl nicht anaenommen. AlS Grurb gibt er em Herzleib« an. Fürst Hermann Adolf Solmr-Hohen- folmSLich erblickte am 15. April 1838 ba» Licht der W-lt zn Pirn'tz in Mähren, steht also im 59. Lebens- jahre. Er ist evangelischer Loufesfion und wohnt zu Lrch und HphensolmS. Al» Nachfolger seme» am 29. Februar 1880 verschiedenen Oheim» Ludwig wmte er an 19. Januar 1881 zum Eintritt in da» H r-enhauS ermächtigt und trat auch am 8. Februar 1881 em. Er bekleidet bie militärische Charge als Genemlmaior ä 1* suite bet Armee. Sein Gegenkandidat bei bet aestriaeu Wahl war bekanntlich bet Herzog von Rattbor, ber 77 ron 177 Stimmen erhielt. Stimmen werb« fich zunächst nach ber Fraktion S- Angehörigkeit auf die beiden Kandidat« verthettt heben. Der Herzog von Rattbor, geb. 1847, ist ber Sohn de« frühe« lang jährig n Präsidenten be» Herren- Hause». Er ist katholisch und mit einer Gräfin Brenner en» Oesterreich verheirethet. Er ist ber Vorfitz eube ber sogen, neu« Fraftion, welche bie mehr liberal hezw. frei-konservativ« gerichteteuMftglleder be» $ irren» hause», vor allem bie meist« Oberbürgermeister nm?aßt, währenb ber Fürst -von Hohensolms Mitglüb ber alten Fraktion Stahl ist, zu welcher vorwieg«d bie konservativen Elemente gehör«. Doch ßvb bie Parteiunterschiebe im Herrenhaus bekanntlich so scharf ausgebildet wie im Abgeordnetenhaus und im Reichstag. Em großer Theil der «.tgttrder gib auch keiner Fraktion beigetreten, und zu utztern geUren namentlich eine Reihe katholischer Edelleute. Die Fraktionslos« werden, nach dem Ergebmß zu Nrtherl«, getrennt gestimmt haben.
* Bon allen Seit« wird jetzt Material zusammen- eetraaen, um bie schweren Schäden in dem bisherigen «alten ber politische« Polizei aufjuteckm. So meibet bie .Berliner ßeitung', einer ihrer Redakteure habe bei einer Untersuchung ben Eindruck gehabt, daß lrg'nb etwas Ungünstiger über seine Person in ben Akt« ftetat müsse. Er sei ber Sache näher getreten und habe erfahren, baß in ber That baS Poltte'p äSbium
Ausland.
♦ Pari», 17. Dez. D'e Pariser Prefie setzt zur Abwechselung ein neue» Märchen Über Kaiser Wilhelm in Umlauf. Der französischen Regierung wäre vertraulich mitgetheilt worb«, die Königin B k- toria wolle »ach ihrem «interanfenthatt in Südfrankreich vor ihrer Rückkehr nach England einige Tage in Dinarb (Bretagne) »erbringen, wo fie mit mehrer« fremd« Fürstlichkertrn zusammentreffen werbe, bie fie Sr sechSzigjährigen TH-oubesteigungSfeier besuche».
ei dieser Settgeaheit werbe auch Kaiser Wilhelm nach Bretagne komm« unb dieser erste Besuch solle die Reise nach Pari» im Jahre 1900 vorbereite» und erleichtern. Dieser Blödfinn wird nicht nur ernsthast besprach«, er gibt auch bereit« tiefsinnig« Pol.t kern Anlaß, sich vaterländisch au-zureq«. So erklärt der Abgeordnete für Saint Malo, de Malvilain, Kaiser Wilhelm solle er fich nicht einfaß« lassen, seinen angeblichen Plan auSzuführ«, ben» er würde sich Kundgebungen einer beleidigte» Laterland»liebe auSsetzen. Die Regierung müffe darüber wachen, daß betätige Reibung« vermieden werben.
* Bourges, 17. Drz. Der Erzbischof von Bonrgt», Se. Eminenz Kardinal Boyer, ist Aftern geworben. Derselbe war erst im Laufe dich- Jahre» zum Kardinal erhob« worden.
• Madrid, 17. Dez. Nach einer Meldung de» »Jmparciaf auS Manila baten die Aufständisch« sich zahlreicher P rsonen bemächtigt. Ein Gm»befitzrr
eine ungünstige Auskunft über ihn ertheilt habe. Er habe darauf eine Unterredung mit dem Pslize Präsidenten (eamate Herr» v. Rrchthofen) erbeten. E» wird nun darüber erzählt:
Der Polizeipräsident ließ fich durch einen Boten die geheimen Personalakten der Redakteurs kommen, von deren Existenz dieser zum ersten Mal ersahr, ein umfangreiches Akten- stück, zwei bis drei Zoll dick, zusammengesetzt auS ZertungSauS- schnitten und handschriftlichen Mittheilungen aller Att. Der Präsident blätterte in den Akten und laS dabei einzelne Bewerf ungen, die sein Interesse erweckten, halblaut vor fich hm. ES tonen nur Bruchstücke auS der schönen Sammlung, ine auf diesem Wege dem Redakteur zu Ohren gebracht wurden, aber fie genügten, um daS Ganze al» ein Gewebe der schlimmsten Lügen und Berleumdungen zu kennzeichnen. Da waren ihm Artikel, die er nie verfaßt, zugeschrieden worden, Aeußer- ungen auS Privatgesprächen, die er nie gethan und nte gehabt, in den Mund gelegt worden.
Wie manchem unteren Rebaktem mag eS nicht bester rrpang« sein! Hoffentlich wirb jetzt mit ber Berliner Butstätte ber Ep tzelei grünbttch aufgeräumt, barn't solch« ungeheuerlich«, Deutschland» Ansehen auch im AuSlanbe tief schädigende» Zuständen em Ende gemacht wirb.
Wie au» Thor» gemeldet wirb, ist bie Erhebung ber Anklage gegen bie in ber dortig« Landesverrathrnff-ire verh,steten Personen, be» früheren HilfSgerichiSteener Aibrecht, be» Schachtmerker Fahri» unb einen Unteroffizier auf unbestimmte Zit verschoben, ba zur Begründung der Anklage bs8 Zeugniß beS verhaftete» Krimi-,aikommistarinS von Tav sch erforderlich ist, in teff-n Hänbm fast ausschließlich alle Ermittlungen in bieser Sache gelegen hab«. Daher soll« bie Verhaftete« einstweilen nicht nach Leipzig überführt werb«.
♦ Nachdem gestern auch ba» Herrenhaus ben Ge- fttz-ntwurf bett, b« Erwerb ber Hessischen Ludwig»- Bah« für be» preußischen unb hestlschm Staat sowie bie Bildung einer Eis nbahn-BetriebS- unb Finanz- gemeinschaft zmisch« Preußen und Hst« genehmigt hat, ist da» Gesetz boch unter dem geftris« Datum Allerhöchst vollzogen und in einer zweiten Ausgabe be» R ich»- unb Staat«-«nz. amttich publizirt worb«. — Zugleich ist ein Allerhöchster «.laß übet bie Einrichtung einer Eisenbahnbehörbe in Mainz als „Königlich Preußische unb Großherzoglich Hessische Ets«bah».Mrettion- vrröffeMicht worben.
* Heber bie Dauer ber Arbeitslosigkeit und das Alter ber beschäftigungslos« «rteiter Deutschlands entnehm« wir ben Erhebungen bei Jahre» 1895 FolgenbeS: Bon ben Arbeitern, die nicht infolge vorübergehender Arbeit SunfähiM arbeitslos war«, konnte» bei ber Erhebung am 14. Juni 35 334 unb am 2. Dezember 42 013 bie Dauer ihrer Arbeitslosigkeit nicht angeb«. Im Uebrig« waren bei ter Sommer« erhebung 2104, bei ber Wmterertebung 15 791 erst ein« Tag os»e Arbeit, «ei 17 471 Arbeite« im Sommer unb 70 589 im Winter betrag bie Arbeitslosigkeit 2 teS 7 Tage, bei 39 659 und 155 206: 8 bis 14 Tuge, bei 19 782 unb 98180: 15 bi» 28 Tage, bei 39 398 unb 132 810: 29 b 8 90 Tage, bei mich einer btt Weißen in den Rethen 6er Oaeida» erkennen würbe, wären alle meine Ö ffnungen mit einem Schlage zunichte gemacht; Blanhal» wird vollziehen, wes, um die Erfüllung berselben tzerbeizuführ«, au»gstührt werb« muß Gin« Versuch machte ich schon, aber er ist m ßMckt, unb ich fürchte, baß ich überhaupt nicht anS Zel gelange, wen» mir Blautzal» nicht hilft D-»hslb sage «blich „Ja", damit der Freund durch bie Frenbenbotschaft beglückt werben Ian».*
PokahorttaS war mit tem ganze» Scharfsinn ihrer Raste auSgestattet und te»ha!b verbarg fie den grenz«' losen Schrecken, in welch« fie durch Sie Mittheilung« beS BrnberS versetzt worb« war. ®>e erkannte die Entsetz ichkeit ber Gefahr, aber auch bie Nothwesdigkeit, durch nicht» zu verrathen, was in ihrem June« vorging. Auch widersprech« durste fie nicht; denn basutd hätte fie ben Bruder und Blanhal» gereizt und vielleicht bie Berwirklichung be« Plane», ber bereit« von ihr gefaßt war, tr. Frage 'gestellt.
Sie gab deshalb eine ausweichende Antwort, bie aber mehr einer Zstage, a » mir Abweisung glich, unb Falkenange schien bamit vorlänfij« zufried« gestellt.
Pokohattan hatte bereits Bot« ai bie tefreundet« Stämme geschickt. 3m Dorfe selbst war all-S t» Br-