0. Blaschka & H. Knaufi
Größtes und feinstes KtuSListernent dieser Wrnnche in FULDA und Umgegend.
Jlt erinne. 8cMtiguug ttw|erec hoch,ein eingerichtete« «»statt steht Jedermann frei.
- aeftatten wir uns, ein hochverehrtes Publikum auf unsere Weihnach^
welche wir mit 22. ». Mts, in den «roßen Schaufenstern des Mobeb
aebung zu erringen, erlauben wir uns dennoch, wiederholt auf unser.deu höchste» e.ns°r rungen moderner, photographischer Kunst entsprechend emgenchtetes _____
Hochachtend!
o. Blaschke & H. Knauff
Keinrichstratze * FULDA * Keinrichstraße.
^Lihnachts-Num»7^,
Futdaer ft ßtitiiiift
mit UnterliaUtMgs-Hettasr „Sterne und Slnmen".
23. Jahrgang
Falscher Argwohn.
Eine traurige Weihnachtsgeschichte.
Stuf dem Bauernhöfe zu 8^dd»rg deute ernr Magd. Rosine mit Name», ei« Madch-n wie Ml ch und Blut, fnfch, gesund» arbeitsam uud fromm. uns von ihre» E tern »ui, erzogen. Macher R^-r beneidete die B achmaierin um diese Magd. Lustig und L iter war sie, und von den Händrn gmg-s ihr, und folq'am war sie, kmz, er war nur eine F eube, das Mädel zu seh'«. Die «achmaierin war aber auch ei ie Bäuerin, die zu regiere« wußte, den Mann und dos ganze Gut regierte sie. W NN sie sich auf den Hof stellte, ihre rnndm Arme nnterstemmte uad lhr« Korn- mandoworte aussprach, oder ein Donnerwetter über die Dienstleute losließ, da drehte sich die Wetterfahne auf dem Dache herum, der Hund verkroch sich « feine Hütte, und alles zitterte. »Die hat Haare^aus^dm
Waldftiedel hrirathm, der hat auch nicht«, die Rosine batte wem ganzes Zutraum und bwcfte au alle meine ÄFeU 6«t st-d°->4 meine, niemand hat diesen Schmuck a» die Rosine.
Sie theilte diese Gedanke» ,'hrem «anne mit, der ihr aber diesmal entschiede« widersprach : »Höre W 'b, mach' um Gotteswillm daS arme Mädel wcht ungwck- lich. Dazu ist sie viel zu ehrlich, al« daß man so etwa« von ihr der km könnte. Sage um de« Himme.«» willen da» leisem Mensche«.",
Die Bachmeienu sah ein, daß chr Mann r cht habe; sie schwieg auch, aber der Teufel bei Acgwohae« war in sie hineingesahrm, und von letzt an fiel ihr von der armen Mogd alle« auf. Kirz und gut, am Tage vor Wechr-achtm wmde die arme Rosine aus dem Dienste mtlafie». .
ES war ein traurige« WechnachtSfest für die arme Magd; sie jammerte und weinte, daß eS zum Erbarmen mQr. hena e« war ihr nicht um num neuen Dunst, 0, z'hn für einen hätte sie bekomme«, aber u« chrm ehrlichen Ramm war 's »hr; da mochte die Bach meieri« sagen, wo« sie wollte, daß man sie nicht in Berdacht habe, aber sie konnte dm Leuten nicht bal (gsortsetzupg auf der dritten Seite.)
Mittwoch, dm 16. Dezember 1896.
tt ihnen", meinte mancher Rachbar. „Unsere Frau muß mit einem kleium Schsarzm im Bunde sein , mm- melte« die Drmstl-ute.
Einer Tages — es war kurz vor Weihnachten — war es auf dem Gute bei Maier, al« 06 biefWkj lösen Geister lo« wären. Sme halbe Stunde wett hätte man die B-chmaieri« können schreie» hören, so lärmte sie. ES war nicht zum Aushalten. All;« z t- tert« und bebte, und diesmal nicht ogne Ursache. Ran, wo« sab's denn? — «rwaS sehr Arges. Der gockme Halsschmuck der Bachmaierin war weg, rem weg, 70 Dukaten imWerthe. E r wollte ch« an dem hohen Fnertagr für die Kirche a-legen.
Die Dienstleute batm all^ mit aufgehobenen finden, dir Fiau Bachmeierin solle nur gleich dm Richter Holm und ihre Sachm und da« ganze Haus aussuchen lass n, damit ja niemand in Verdacht käme; d.s gesÄatz auck. «ein Wiak l blieb, wo man »lcht gesucht hatte, ober e« war nicht« zu finden. Alle weift« Manner der Umgegend wurde« gefragt, z« jeder Kartenschlägerin zog die Bachmeierin, der Erbschlüsirl mußte feine Tänze machen, aber e« kam nicht» h-rauS.
Kadlick dachte die Bachmei rm bei fich selbst so. I ist «n .rt HM. st- »n to'K ti-”