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Samstag, den 5. Dezember 1896.

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auf Erden, die guten Willens sind.

Der zukünftige Nuntius in München ist ein Mm von größter Gelehrsamkeit, spricht lateinisch und statt" zöfisch wie seine Muttersprache vnd ist auch in der deutschen Sprache ziemlich bewandert. Sein Andenken in Freiburg wird unvergeßlich bleibe«.

Der Generaldirektor der Gebetsapostolate- hat die vom hl. Bater bestimmte und gesegnet« Gebet-meiuung lür die CmtenariumSfeier de- sei. Cinifius auf den Monat März fr 8 Jahre, 1897 festgesetzt, in welchem Monat aso über 20 Mllioue« Mitglieder desGebrts- apostolate- für das Selingm des CmtenariumS bet« werden, nachdem in 28 Sprachen, in denen der Send­bote dr» göttlichen Herzens erscheint, da- Lob de» «Postels Deutschlands und die Bedeutung des Ce«te- nariums dem christltchm Volke de- Erdkreise» ver­kündet sein wird.

I« Wie« hat Herr Rrdaktenr Karl Koller vom .Vaterland' gelegentlich der Versammlung de» Lco-Berein» eine begeisterte Rede über „Die Hab»- burgische Monarchie nvd da» Canifi«»- Jubiläum" gehaltm und daranf hingewiesen, wie ganz Mitteleuropa für die feierlichste Begehung de» Jubiläum» sich rüstet und Oesterreich lernt» »eg» zurück- bleiben dürfe. Ja Holland wurde dir Idee der Wallfahrt zum Grabe de» sel. Eanifiu» mit Begeiste­rung aafgenommen, und im ganzen Lande wird durch Wort und Schrift der etwa» verg ss-ne groß; Gotte», mann seinen Lmdrleutea wieder besser bekannt gemacht. In Rhein Preußen hat em g«lehrter Priester den Entschluß gefaßt, de herrliche Abhandlung de» sel. Canifius üver die allerseligste Jungfrau dem deutsche» Leserkreise durch deren Herarszabe in deutscher Sprache zugänglich zu machm; ei« schönere» Andmkm an da» Jafrlämn dürfte e» nicht gebe«. In Bayern, beson­der» in Regentburg, nimmt der auf de« katholische« General-Bersammlungm gut bekanntePrüft» Mehler die Beiörderung dr» C ntenariumS in die Hand, welcher auch für das treffliche Gelingen bei Wolfgang»- Jubiläums in Regensburg durch feine Schriften und Gedichte so viel beigetragen hat. Auch der sel. CrnifiuS sollte dmch Volkslieder verherrlicht werde«.

Da» Organ der CanistuS-Bereine die.Canisiu» Stimme«', welche in der katholischen Brr i Sdruckerei St. Johann in Konstanz erscheinen (120 Marl jährlich), werden die Leser stets auf dem Laujeadrn erhalte«, und e» ist zu wünschen, daß dieselben ans diese» Jubilänwtjahr hi« unter dem Bolle recht starle Bet- vreitaag fttben. , .., „ ,

Bon Rom her erwartet man auf dtrse» Cmte- narivm hin eine reiche Eröffnung der Kerchmschätze und em ermunternde» Wort an die deutschen Böcker, unter denen ernst deren zweiter Apostel CanifiuS ge­willt hat. Nie mehr als in gegenwärtiger Zeit thut. gegenüber den Umsturzid-e«, die Betonung de» Prinzip» ret Autorität und der Nothwend'gleit der christliche« Unterricht» in den Sckuie« «oth, wofür ja der sel. CamfiaS zu seinen Lebzeiten mit cpostolischer Kraft und Liebe eingetreten ist und euch j tz: vom Himmel her die «änpf-r für Wahrh-it und Recht durch fei« mächtige Fürbitte unterstützen wird.

ist man nicht gebildet genug.

Wenn solche Bücher unter dem Christbaum liege«, sollte man ih« nicht mit brennendrn Lichter« schmücke«; den« dann geht lein Licht von ihm aus, wohl aber Jrrthum uib Finster»,tz de» Geistes.

Soll dem WeihuachtSabend wuder ein echt chnst- Scher Stempel aufgrdrückt werden dadurch, daß Bücher

mit zlnterhaltmrgs-Heilage „Sterne nnd Slnmen"

Die Vorbereitungen znm Canisins- Jubiläum.

Im Namen d S hl. Vater» Leo XIII. wohnte der nette päpstlicheRantiu» von München, Msgr. Loren- zelli, der feierlichen Eröffrung der Uaiverfität in Freiburg (Schweiz) bei und gewährte auch bei dieser Gelegenheit Herr« Lanowku» kleiser daselbst eine längere Audrmz, um einen Bericht über die Bor- brtettungm de» Ceutenarium» de» sel. P. CmrstuS entgegen zu nehm «. Mit lebhafter Gknugthuuvg br- vrußie Se. Exc llenz die feierliche Begehmg de» C mtenarium» m den deutschen Ländern. Der Nuvtiut steht dasselbe als etwa» garz Providentielle», als eine herrliche Gelegenheit der Kundgebung latho ischen Leder» an und verspracht, sowohl beim hl. Later, Leo XIII , a'» auch in ftmet zukünftigen Steäung a'» Rrntm» in München alle» Mögliche zu tyun, um de« Erfolg deS Jubiläum» zu förfrrn; er selbst stelle sich unter den drsonderen Schutz deS sel. CanifirS, de» einstigen päpstliche« Runtiu» in Deutschlaad.

BH Praktische Weihnachtsgeschenke?

Bon Rektor Dr. PH. Huppert.

(Schluß.)

Illustrationen. Aber leider schäum die katholische« Ettern vielfach nur darauf, ob da» Werk prächttg av»- urstattrt ist; nach dem Inhalt fragen sie nicht. Daher kann man dm« auch nach We-Hnochtm in katholischm Familie« eine nette Kollektion von Büchern finden, die nicht der «ahiheit, sondern dem Irr- thnm and der Lüae dienen nnd darum der remste Hohn auf dm Christbaum und ben Gedankm das christlichen WeihnachiSs st 8 find-

Auch der Mode huldigen viele Katholiken nnd lege» darum besonder» Bücher auf de« Weihnacht»- tisch, die „jeder Gebildete gelesm haben muß." Daher seh« wir dort Seschichtswerke, die jedem positiven Glauben Hohn sprechen nnd be- sonder» die katholische Kirche vrrkitzer«, und natur­wissenschaftliche Werke, die vielleicht Darwt- «tstische« Idem huldigm. Und erst die Romane! «arlitt, Heyse, Eber» dürfe« nicht fehlen,sonst

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Zweites Klatt.

zu Geschmkm verwmdet werden, so dürfe« da» nur gute Bücher sei«, die dm Verstand erleuchte« und da» Herz veredeln. Solche Bücher gibt e» schon auf allen Gebieten de» W.ffmS. Die Weihnacht»- Kataloge unserer katholischen Verleger find ein glänzender Beweis dafür.

Wer helfen will, da» WeihuachtSfest wieder chnst- lich zu gestalten — und welcher gläubige Mann, welche gläubige Frau wollte e» nicht? —, bet nehme Freilich könnte er b°» billiger habm, wenn er I di- W-ihnachtSverzeichmffe kathollfchm^ V^get seinen Sitechismu» oder die Nachfolge Christi in die dm Beschenkten

Hand nähme. Aber unterhaltende Lettüre will I "Erbend Bücher^auS, die für de« «escheutten hmte jeder haben, und da ist e» doch garz vortreff- I nfL ^to^ßtnmnnflflfkn «nb

lich, wenn ihm ein Buch g boten wird, da» in der Klemen für die Große«, str Gymn fist Unterhaltung ihn zugleich belehrt, vom Böse« ab- iür höhere Wchwr, für de alademsche Jugerd und schreckt and für'» Gute begeistert. Dazu kommt «och, dm g-bUdetm^ Mann, für^j-dm,det lefm will. Krnrst daß eine große Anzahl vo« Mmsqe«, besonder» vrcht beurtheilm, was > bowmt, die du w Damm, in unserer oberflächttchm Zeit jeder ernster« Büchern beglück-n willst, «kund.ge dich bet wnem Lektüre entwöhnt find. Diesen muß gute Unter- ‘t™118"*™””8' .b'r ^*4 nu^^1ären kl! . ®

Haltung,-Lektüre alle» andere ersetzm, so weit die» Händler »st dazu immer bereit, auch den .Setstltchen möglich ist. Wnn avch nur «othdürftig, so wird fie wird man vlchr umstuft M Rarhr zch _ Guten befleißet« linutu. unb ittm von ^Buchhändlernbft^katholische Werst überhaupt

Sutm begerstem könne«. Wabr- uicht führe» oder doch nur auf ausdrücklichen »uosch

heit gelehrt: i« dem einen mehr, in dem andern vorlegm. Wer gUfeiumfolch-nangewieftnch,^^ wmiget, je nachdem e» der Erbannna, der Berthei- fist, M?l?^wM Auf

digang der Religio«, dm profane« Wffenschastm oder «-lch8 Büchet -t st l. Aus

der Unterhaltung gewidmet ist. «er Wahrheit Rath fe^S^«^ dürfte a stq m "LL« -Ä" dik W.« m>d 2-feri., i«

al» WeihvachtSgefchmk dienen soll. Dadurch wird der -Uele Werte Jo »et»< ” " e bi eie

s ää smx S'EifirSjaJ&vsfc' dm Geschenke oder gat dutch die Ratttnkrppe, „die °bet was du auSgrbst, ste^ m dm Dterst det Idee, ffhK’Ä,? L eÄita.

foOte: %■ Baum d-r Seh««, da »an feiern ® atWmb« ist fd)on *6”^ Sleratar

«• «W >° b" $6aT%i6räSl6id« di- IchS-st-

ßu4 bittet einanbet legenheit, diesem Rufe nachzukomme«. Je weht wir SS MWAWW eSs-r-sSeSS MZWMMW la» und die Tochter über dm „Wahlverwandtschaften'' da« dln^herl nimmt an der Erlös«« ad

Ä »La^dau'm M ä- «Ä” ?&rtÄTS ÄÄÄ. ."lÄtttäS ÄJÄVÄ8UÄ-J!

* Die Schwierigkeiten der chixefische« Sprache. Mr lesen im ,Ostastatischen Lloyd': Ein englischer Missionär hält, nachdem er mehrere Jahre in China gelebt, zum erste nmale eine Predigt in chinesischer Sprache. Die Chinesen hören chm sehr ausmerksam zu und er ist erfteut über die augenscheinliche Wirkung seiner Predigt. Wie erstaunt ist er aber, als sie ihm hinterher erzählen, sie hätten zwar kein Wort verstanden, da fie — englisch nicht könnten, doch wären sie erstaunt gewesea, wie ähnlich das Englische dem Chinesischen klänge, uameatlich die Fülle der Asionanzen sei überraschend, die das Englische mit diesem gemein zu haben scheine. Der Missionär hat noch ein paar weitere Jahre chinesisch gelernt, ehe er wieder ,» dieser Sprache predigte. Bekanntlich kann säst lebe« der erafUbigea chinesischen Wörter durch andere Betonung eine andere Bedeutung erhalten. ES gibt Wörter, die sich auf 24 verschiedene Arte» auSivrechen lasten und jedeSmal etwas ganz anderes bedeuten. DaS Wort „tseang* kann z. B. heißen: Elefant, Ingenieur, Ruderftange, Pflanzeufreffer, Mond, Nachtigall und noch viele« andere.

Dev Veste Hemeis Nähmaschinen der avbekmw« ten Firma M. Zaeobsohn, Berlin, Linienstraße 126, dürfte wohl sei« daß die Firma im Lau'e der letzten 10 Jahre viele Tausende von Familien Nähmaschinen an Lebrer-, ßrieger- und Beamt». Vereine sowie auch an Mitgli-d-r derselbe« und Private 3ehe!etL Reserenzeu findet mau im heutigen Inserat. I36”