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M 259 Montag, dm 9. November 1896 23. Jahrgang

FuldilkrWZcttllng

mit Untrrhaltnngs-KeiiaKe .Ltrrne mrd KirmrerU.

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getobt, als er zu Dir gehe« wollte, kam der ftemdr «ÜM (n«4 tftth *

New, «em — gewiß sicht."

Nun also — nimmst Ds de» Mann, den Deine Herr und führte ihn fort. Und JL. * /.ft. . ’a t ___c- ift ttAfftrftm trnfc.

' Eltern für Dich beftimntt haben und der Dich mit

könnt im nächste« !

brdmrmt^der Jenczik die Stelle in Altdorf.

War firch das für Thorhe tm, Mädel? Du

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Glycera.

Novelle von H. Fred.

der AutorttA der ReichSregieruug h?rbeiführen nckffe. Die letzten Schritte Bismarcks haben dem Faste de» Boden auSgefchlageu und eS ist wohl verständlich, wenn man eS auch nach Außen kundzngeben für gut befindet, daß der Kaiser und seine Räthe auch ans die Unterstützung der übrige« Fürste« nvd ihrer Regie- ruugeu rechne» dürfen, wenn endlich einmal den BiL-

seinem Vorname» verbat.

* Der vierte iuternattouale Allkatholtkeu-Kovgr-tz ist jetzt auf 1897 verschöbe», wird aber dann „unfehl­bar- in Wie« gehalten, wenn nicht wieder etwa» da-

„Jetzt ist er natürlich froh, daß eS so gdommt». ist*, fiel der Bat« ein. „So viel verstehe ich .auch» wenn ich auch ein ungelehrt« Man« bi», daß d« Besitz« von Schloß Wnßkirch Dich nicht als Schloß- Herrin brauche« kann, schon damit seine Kinder nicht vu^S Erbe komme». Die Träume also laß Dir ver­gehen." Er biß die Zähur zusammen und ballte die

* In einer von sozialdemokratisch-athei­stischer Seite in Berlin einberufene» Versammlung, welche die Agitation zum Austritt nur der Landes­kirche wird« belebe« sollte, thellte der Vorsitzende Hoffmann mit, daß durch die Vermittlung d« seiner

zwischen kommt. Mit dem Niedergänge d« Macho- lisch«; Bewegung stehe» im schärfste» Kontraste die große» Worte, mit denen „Bischof* Weber kürzlich zu Witten die Aufgabe der AltkatholiziSmus zeichnete: „Den Kampf zwischen d« Autorität der ChristenthvmS und dem FreiheitSdrauge der »e««en Völk« in daS rechte Bett zu leiten, so daß weder jene noch dies« zu kurz kommt, ist die weltgeschichtliche Aufgabe, welche- dem AltkatholiziSmvS durch die göttliche Vorsehung zuge­fallen ist.* — Vielfach wird übrigens v«merkt-, daß Web« auf seinen kirchlichen BifitatiosSreise» nicht Meffe liest. Wozu denn auch? Sei» Schalt bekommt er ja doch, wie er ja schon auch viele Jahre, ehe er „Bischof" war, sein Gehalt als Prostffsr der Universität Breslau bezöge» hat, ohne etwa» dafür zu thun. Und fein Vorgänger „Bischof* Reinkru» laS ja auch auf feine« viele» Reisen niemalr eine Meffe.

* Der Minster der Inner« Frhr. v.d.R cke

Repka hatte mit wachsende» Erstaunen dem Lat« zugehört. Sie sah ih» groß und voll an und fragte ä nur: „War meinst Du, Bat«?* Ein dunkle« Gefühl

fei» Reffort betreffende Beschwerden zu «hebe« sein sollte«, anheimgestellt, dieselben durch de» Vorstand zur Sprache zu bringen." Er läßt sich nicht leugne», daß d« Herr Mimst« sich sehr vorsichtig und zurück- hallend geäußert hat.

Zeit gewählten Kommission zvr Beförderung der Aus- * Auf Grand einer Schreibens d« Kaiserin tritt- aus der Landeskirche 853 Männer nnd 294 über 'da« Wirken des Vereins zur Fürsorge für die Frauen, zusammen also 1147 Personen, au» d«Kirche weibliche Jugend hat der Minister der Inner» anSgetteten seien. ReichStagsabgeordneter Vogthrn die Landräthe dringend ersuche» lassen, sich die thuu- hielt sodann eine» Borttag über de» Einfluß der lichste Förderung der Brstrebuugen der B«ei»S beson- Religionsunterrichts auf die Heranwachsende Jugend, ' derS angelegen sein zu laffen. Jnrbesoudere solle» üb« ReligionSsteiheit u. s. w. Hofpredig« a. D. ; sie fortgesetzt dahin wirke», daß die Smtr- und Ge- Stück«, welchen man mit einer Einladung beehrt meindevorsteh-r gegen den Zuzug weiblich« Dienst- hatte, trat de» Ausführungen de» Referenten entgegen, boten «ach Berlin thätig sind. Diese Beamten kommen wurde aber meist durch Lärm am Reden gehindett. i vorzugsweise in die Lage, die Mädchen vor dem Za- Jnbtffen ab und zu fande» seine Bemerkungen auch & zug nach den große« Städten zu warnen und die- Beifall, und dies v«a»laßte den Vorsitzenden, di« - jenigen, welche sich nicht zmückh ilten lassen, im Smue Bnsammlung aufzuforder«, wenig« zu klatsche», weil Z de» Verein» zu belehren.

sonst die Zntunge« melde« würden, Stöck« habe i * vrnnbeuburg, 7. Rov. Bei d« gestrige« einen großen Eindruck gemacht. Zu einer persönlichen ■ ReichStagrstichwahl nn Wahlkreise Westhavelaud- AnSeiuand«setzANg mit Stöck« kam e», al» d« Bor- ! Brandenburg erhietten Peu»(Soc.) 9720, v. Löbell sitzende nach ein« gehässigen Rede auf Kirche und Z (cons.) 9685 Stimmen. Erster« ist somit gewählt. Priest« die Bemerkung machte: „Glücklich, Adolf, L * Karlsruhe, 7. Rov. E» hat nicht wenig Auf­macht da» nicht" und Stöcker sich die Anrede mit i sehen erregt, daß in d« .Karttr. Ztg/, dem amtliche« ~ ~ ' l Organ der badischen Reginung, betreff» der Bi»»

marck'schen Enthüllungen wiederholt in unge­wöhnlich scharfer Form gegen da» Borgcheu s« ,Hamb. Nacht/ beziehungsweise ihre» Mitarbeiter» Stellung genommen wurde. Dir badisch« National- liberalen, die sich bisher als begeisterte BiSmarckv-r- ehr« bewährt haben, find ganz bettoffen und wiffru sich nicht darin zu finden, daß chr Avgott in so un­sanft« Weise behandelt wird von dem Blatte ein« Regierung, welche noch immer als liberal angeseh« wird. Man sucht sich mm damit ««»zurede», daß ma« die kritischen Artikel, die allerdings im nichtamtlichen Theile der Blatte» stehen, al» eine Privatarbeit de» derzeiügen RedaktemS hinstellt; aber ma» muß fich doch selbst tage», daß dies« nicht so zu schreibe« wagen würde, wen« er sich nicht bewußt wäre, in de» -«zeitigen Anschauungen der leitenden Kreise em« sicheren Rückhalt zu besitz«. E» wird selbstverständ­lich Niemand so weit gehen wollen, für jede» Wott oder jede einzelne Wendung die badische Regie«»» verantwortlich zu machen, aber die Srundstimmung, au» welcher die scharfes Töne heranßgewachs« find, kennzeichn« die augeublickliche Stimmung. Ma» konnte schließlich trotz all« Sympathie, die für Bis­marck in früh«« Jahre» Vorhand« war, fich kaum »«hehlen, daß d« fortgesetzte Kampf Bismarck r gegen

Wunderbarerweise bracht« Brzyl'S Worte eine ganz andere Wirkung h«vor, al» fie beabfichtigtt». R'pka hatte, fett fie Adalbert'» Brief geles«, ein tröst- lose» Ä»«gen nach dem Au»d«ck sein« Empfindung gehabt und gesürOet, die Liebe sei ü» Erkalt«. Da Aufschluß, den ihr Bat« gab, daß « die Kind« nm'» Erbe bringen würde, wenn « fie heirathete, «klärt« ihr alle». Er mußte da» «eittre mit ihr besprech«, hatte « geschrieben; gewiß wollte « chr erst sag«^. wie dir Dinge ständen, ehe « »leb« davA^sprach, fie solle sein klewe» W-ibch« to«b«. Er mußtt fie erst fragen, ob fie Schloßherrin von «eßkirch mit« solchen Bedingung« werb« wollte. Ab« ws» kümmette e» sie, ob ihre Kmd« einmal Erben würd«? Sie wollte nur ih» — sonst nicht». Jetzt hoff» fie, daß, wenn fie ihm das sagte, « auch zufti d« und glück-

Deutsches Reich.

Berlin, 7. Novembn.

* Der Kats« wird vorauSfichtlich morgen frü au» Pleß zmückkehre«. — Dem Trauergottes- dienste, d« heute in der katholischen HedwigSkirche für die verstorbene Fürstin Radziwill stattfand, wohnte die Kaiser« und al» Bertteter des Kaiser» Prinz Friedrich Leopold und seine Gemahlin bei. — Wie die ,Post^ erfährt, ist die Untersuchung de» Falle- Peter S »ach Vernehmung einer Reihe vo» Zeugen in den letzte» Tag« jetzt soweit gefördett, daß die Eröffnung de» Disziplinarverfahren- i» absehbar« Zett zu erwart« steht. — Major v. Wißman« soll, wenn er al» Gouverneur zur Disposition gestellt ist, der Solonialabtheiluug attachirt wnd«.

h, Die ,Hamburg« Nachricht«' bring« einen neuen Artikel de» Altreich»kanzler», in welchem scharf die „immer roher" werdend« Angriffe der liberal« Widersacher, au» denen heute Demokrattn geworden, fern« der „offiziösen Demokraten" gegeißelt wnd«. Danach erscheint alles, war nicht bi-marckisch alt demokratisch. An Allgemeinem bringe der Attikel nichts Reue»; »ur der Schluß, wonach das russische Abkommen bi» 1890 von allen drei Kaisern gebilligt worden sei, läßt die biswarckische GesechtSverse erkennen, die auS dem Hintnhalte giftige Pfeile gegen den Kais« richtet und »«steckt auf die Beeiriflassung durch Eng­land hinweist. Für sein« Abbruch, wenn er bi» 1890 bestanden hat, wäre die Frage von Jntereffr, wann England Kenntniß von der Existenz desselben erhalten hat.

* Gegen das Duelluuwesen bringt die Freisinnige BolkSpartei im Reichstage einen Initiativantrag ein, in dem unter Hinweis auf die Ausbreitung deS Duellunwefe»» und der vielfachen Be­

gnadigungen verurtheilter Duellanten der Reichskanzler «sucht wird, 1. dem Reichstage alsbald «ttzuthellen, ob « zum Abschluß seiner vom 20. April an schwebenden Erwägungen nunmehr gekommen ist und was etwa angeordnet ist, um b?m einstimmig ge­faßten Beschluß de» Reichstag;» Rechnung zu ttag«; 2. den Herrn Reichskanzler zu ersuch«, dem Reichs­tage alsbald Mttthellung zu machen über Dasjenige, wo» den Behörden bekannt geworden ist üb« die s Vorgänge, welche in d« Nacht vom 12. Oktober in j Karlsruhe zur Tödtuna de» Techniker» Sievmann durch - d« Premierlieutenant v. Brüsewitz geführt hab«; \ läßt über die Unterredung, welche « d-m Vorsitzende» 3. beantragt die Partei einen GesetzeMwnrf: Hmt« - de» deutsch« GastwirthSvttbandeS Th. Müller ge- § 210 de» Strafgesetzbuches wird folgend« § 210a i währt hat, offiziös «klär«, daß „d« Herr Minister eingeschaltet: „Bei jeder Berurthrilung au» den §§201, drS Inner» sich zunächst lediglich daraus beschränkt 202, 203, 205, 206, 207, 208 und 210 ist ueb« ' hat> Herrn Müll« anzuhören, und al» dm Frage der d« Freiheitsstrafe auf Verlust d« bekleidet« öffrnt- - äußere» Heilighaltung de» Sonntags be- lich« Aemter sowie d« aus öffentlichen Wohl« her- s rührt wurde, fich — ohne irgendwie die Et-llung- vorgegavgen« Rechte zu erkmn«.* Die in dem An- * »ahme and«« B hörd« oder Körperschaft« zu tritt» trag angesührt« Paragraph » deS SttalgrsetzbachS ' fir« — etwa in dem Sinne geäußert hat, er komme ^mdeln vo» der Herausforderung zu« Zweikampf, ; darauf an, in dies« Frage die richtige Witte zu d« Uebnnahme deS Auftrags zu ein« H«au»fordernng ; halten und Extteme zu vermeiden. Im Uebrig« werde, «ob bet Aufreizung einer ander« zm» Zweikampf. ? falls fettrns de» deutsch« GastwttthrvwbandeS künftig

gut haben." j

„Ich gut haben — war habe ich mit-Roma» zu J nur. ,«»» V“? 7^1

thun?" 8 $ sagte ihr, daß d« Bat« irgend etwa» sehr Schlimmer

„Hat die Kufinka Dtt nicht» gesagt? Auch gut. meine, und wo» auch immer ihre Fehler »aren -, fie Aber eia Bat« kann seiner Tocht« schon «zähl«, verstand mcht, wa« snue Worte m sich schloff«, wen» ei» braver Frei«»mann um sie wttbt. Ihr ®6er zugleich wurde fie sich bewußt, daß fie nun von kö«t im iS« FrnhjaÄ» HoMeit m-^m; dann von ihre« Berhältniß zu «dalbett sprechen mußte. bekmmitt»des Jenczik die Stelle in Altdorf." » „Berdi«m? Ich denke nicht, daß er für Roma«

„Vater, ich hetrathe nicht — dm Roman gar nicht." eine Schande wäre, daß der Doktor mich g«n zur „War fiÄ» daS für Thorhestm, Mädel? Du hast Frau hab« wollte. Er hätte er Dir gesagt an dem doch nicht die Art, um «'S Klaß« zu gchen." Morgen, als wir Abschied von einander «ahm«; aber

9] ------ (Nachdruck verboten.) j Freud« hab« Will."

Me «bf-chrt war für die Ab-nbstnndm festgeft-t ; 6ie schüttette b« Kopf und sah «tschloff« und und dar Mädchen mußte mzwischm die WmhschHtH cncter flU, ’SSkMÄSi ««mal; h,n fi-d wir d° I-v «ch

ml,1 mT»? i «™ -rfiw ein erifUS Bott tebeo. m:i'S

tC.etuJL Gott, daß nur so böse Sedank« komm«; ab« Du 1 bist kein sind mehr, und da muß ich Klarheit haben. ^.^Emchmlor auf da», war n ihr vo» Rommt «- j j^erbienfl Du nicht mehr einer brav« Manner Weib „Weitzt-Du, Kind, e. ist eine wahre Freude, d« i ^gerade »*

schmucken Bursch« in seinem grün« Rocke zu s«h«»i..' nt<^ «rhr unschvlditz?

und so brav und gut ist er — bei de« wirst Du'S -