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Donnerstag, den 22. Oktober 1896

23. Jahrgang

FilldktrWZcltuiiß

mit Untrrhattrmgs-Keilage „Sterne nnd Klumen«.

2

, und die

!

Deutsches Reich

Berlin, 21 Oktober.

in die Hände der Adreflaten gelangt seien, erhielt er

die vermißte „Frau ZMerg" oder über da- Schicksal

Endlich schrieb er einen autführlichen Brief. Er

zwei über Bord gefallen und zwei andere durch die

könnte.

Herr Oswald scheute weder Mühe noch Kosten. Täglich sandte er einen reitenden Boten nach Neapel, der deutsche Zeitungen auftreiben mußte. Sie kamen

de« Auswärtigen Amtes gestellt worden. In jenem Artikel waren Frhr. v. Marschall u.s.w. nämlich mit Angriffen der .Köln. Ztg/ und des ,Hrmb. Korr.'

G e-chzeitig schrieb er, seinem väterlichen Freunde einen Bericht über seine wunderbare Rettung und kün­digte seine baldige Rückkehr in die Hnmath an.

Die Wirkung dieser beiden Briefe überraschte ihn

autübt und sowohl Über dm Werth, die Beschaffung, Aufbewahrung und Behandlung der zu verarbeitenden Rohmaterialien, als auch über d e Kennzeichen ihrer

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Sommers verabredet." Damit ist der urip-litische Charakter der Darmstadt-WieSbadener Begrüßungen klar auSg sprochen. — In derselben Nummer meldet der

Kosten seine» Leben» das Fernrohr gerettet, da» ihnen unentbehrlich war. Er lobte die Tcpferkeit und den Helder math de» Kapitän» und deS Steuermann» und beklagte nur, daß diese tapferen Männer nicht gerettet werden konnten, al» die „Lrcretia" zu ihrer Rettung ’ herbeikam. Zam ersten Male seit drei langen Jahren unterschrieb er diese» Schriftstück mit f-inem wirklichen Namen: Graf Karl O»kar von Hrr»feld!

geben?"

Da» andere war noch kürzer und kam von fernen Eltern:

„Wir reisen noch heute nach Bonoporlo.

Der junge Graf war rathlo». Tine» dieser beiden Telegramme hätte genügt, ihn außer Fassung zu bringen - und sitzt zwei! Welche Nachricht sollte er über „Frau Zellbera" geben? Er wußte ganz genau, daß der Dr. Treuck in berselbeu Täuschung war, wie fämmt- liche Passagiere, und daß die Dame, welche er suchte, wdtkrank in Marseille lag.

So innig er auch seine Eltern liebte, schrak er doch vor dem Gevanken zurück, fie hier in Bonaporto zu sehen. Wa» würden sie denken, ihn hier al» Beschützer einer kranken, bildschönen Dame zu staden, die weder seine Gattin, seine Schwester, noch seine Verwandte war?

Er wußte keinen Rath, keinen Au»weg. Unruhig

„lt ...... 3 Die Etnbernfnng des Landtags ist, wie die

Srgmstavd aL»zudehmn, kaW solcher nicht schon ;

Eine Verwechselung.

Erzählung von C. Borges.

------- (Nachdruck verboten.)

Herr Oswald war f.st entschlossen, solange in;

Lonoporta zu bleiben, bi» Agathe dm Ort mit ihm ;

verlass-n iönnte. Sobald fie genesen sei, hasste er fie -

zu überreden, mit ihm nach Neapel zu reisen, nm sich Jeden um Auskunft ousforderte, der Nachricht über dort in einer deutfchen Kirche mit ihr trauen zu lasten; die vermißte „Fraui Zellberg oder über dar Schicksal stdoch gestand er sich off n, daß die unbegreifl che der neun zurück zeblteöenen Personen auf Deck de» Laune der Schwester, dir Namen zu verwechseln, ihn s brennenden Dampfer» geben könnte.

in mißliche Situation brachte. \ Der,unge Mann zögerte. Er allem konnte den

Hätte nur der Kapitän oder b?r Steuermann der gewünschten Bericht erstatten, aber, durfte er das Ge- Arcadia" noch gelebt! Diese hatten in jmer Nacht heimmß der be den Schwestern pr"sg-be-r?

Agathe: s Srständmß gehört und hätten die Wahrhnt | Endlich schrieb er emen ausführlichen Brref. Er bezeugen können. Hingegen war seine Geliebte allen j theüte dem Konsul mtt, daß von den neun Personen geretteten Passagieren al» „F au Zellberg" bikaunt, zwei über Bord gefallen und zwn andere durch bte - bestand sogar die eigene EchweAr auf dieser Aus- Explosion g'tSdtet wurden. $tn Seemann habe auf sage, so kam er in Verdacht, die Gattin eine» Andern 1—* OA“* hnl ,Rrt,tt

an sich letten zu wollen. Dann blieb mir ber eine

- Ausweg, ben Konsul au» Calcutta zu benachrichtigm, bamit er seine rechtmäßige Gattin zu sich nehmen

K Zur Zwaugsorganlsation drs , gy- s

Handwerks. l Bewerbe besondere PrüfungSorbnungen zu er- ; Botschaft, “ JLWSÄÄ

Mit Freuden begrüßen wir e$, daß d'e Regierungs- 5 lassen sein, in welchen dann auch Bestimmungen über j «btaorba» « bra russische« Botschafter G.afen v. d. -WMZM ß-ZMWWW! -KSLLVLH WMMMß UMWRZL z -E EM AKHML-W S MZW5SL ZWMW-L- ytr* »'S.dk.M-i-Ä« ! ' mÄ.’sr".6»i6 d-r W te , t-chL-° "°d d« »°-m- Uniu-rM ,u WMZZW' WUWWW- MWKWWr | «ZMUZM i ZMWWML

Wiederholung der Prüfung abmachen können. bezüglich der die Aurwanberungsfretheit an-

Die Kosten der Prüfungsausschüsse, wo» gehenden Bestimmungen der Fall sem. Mehr als in zu inSbesoud-re die Bergütangen für ihre Mitglieder dem ersten Entwürfe soll in dem neuen W-rth darauf gehören, haben die Innungen und dir Handwerkskammern ; gelegt sein, daß den.Auswanderern nicht bloß Gelegen- zu tragen, während ihnen andererseits die PcüfungS- s hrit gegeben wird, ihren Entschluß deS BerlastenS der gebühren zufallen. Die PrüfunzSzeugÄste sollen Heimath unter den verhattmßmaßtggünMgftenBe. Kosten- und Stempelfreihkit gemeßen. i dmgungen aurzuführen, sondern auch dav « ihnen

' dar Gefühl für dre Helmath möglichst er-

i halten bleibt. Zu dem letzteren Zwecke find öer- I fchiedme Neuerungen borgenommen. Der Entwurf ■ dürfte nicht bloß bte Auswanderung Einheimischer und * Der .Reichsanz.' schreibt: „DaS Zusammen- Fremder über deutsche Häfen, sondern auch die der treffen des BesuckeS Seiner Majestät deS Kaisers von Einheimischen über fremde Holen m Rücksicht ziehen. Rutzlavd in Darmstadt und des Aufenthalts ©e iter Bezüglich der Regelung der Beförderung von außer-

l ftnlich etwas spät in seine Hand.--, aber er verfolgte begierig die Berichte über das Schicksal seiner Mit-

: reisenden. Er wußte, daß fie alle wohlbehalten in

- Marseille angekommen waren, doch erfuhr er auch,? —---n ----- , - .

daß „Fräulein Morri»" tobtlront darnieder li-ge. Er tm hohsteuGradr. Noch ihr er glaubte, d»ß dt.selbrn las mit gefragter Aufmerksamkeit einen Ausruf deS m die Hände der «Maten gdangt i«en er^elt er deutschen Konsuls in Marseille, der dringend euteit zwei Telegramme. Da» erste kam ars Buchrndors und - - ■ war vom Dr. Trenck aufgegebe«. Es lautete:

Können Sie un» Nachricht über Frau Zellberg

ständigen Gewerbetreibenden, Werkmeister oder Per­sonen sein, denen da» Richt der Ausbildung von Lehr- fingen zusteht, der andere aus der Zahl der Gesellen, weiche eins Geselle: Prüfung bereit» bestanden haben. Während der ersten sechs Jahre nach dem Inkrafttreten des Gesche» sollen jedoch auch Gesellen, welche eine Gesellerpiüfunß nicht abgelegt haben, wählbar sein. Die Mitglieder derPrüfungSars Gsse sollen Bergü.ung ihrer baaren Auslagen und eine Entschädigung für Zettversäumniß erhalten. r L s

Da man die Gesellenprüfung als Abschluß der \

Lehrzeit denkt, so hat auch der Prüfungsausschuß vor \ bet Zulassung zu derselben den Nachweis über die; Zurückleguug der vorgeschriebenen Lehrjahr durch ein i

JK22* »K»M-ÄÄet w? I naturgemäS ,u Är grgruieitig« B-grütz-n, i-r . md wtrdm de-hatb hi-r »auteta tm Snkrefie d« Zeugv?sft*über den Schulbesuch beizusügen find. Ter s beiden Monarchen geführt, welche, frei von allem deutschen Auswanderer tm Ge>-tz vorgeschen werden «ekabr die Ansordrrungen an den P üfimg ungebühr- offiziellen Ceremonrell, lediglich den Charakter muffm. . m , -

fiÄ ste germ ist man wirksam dadurch Legen- । der Intimität bewahrte, wie fie der trabitionellen * Sicherem B-rnehmen der WW «j4 getreten, daß man im Entwmfe die Prüfuvgrgegen- Freundschaft und der nahen Verwandtschaft- ist wegen,eme» m der M^woch'Margen ^

stände im Allgemeinen geschildert hat. Die Prüfung ltchen Beziehungrn der beiden Herr cher enGncht. an tsemtt'chen ,Staatrbürg" 3^'tung ent

E.<y nx nus den Nackwei» brschränken daß Der offizielle Gegenbesuch unserer Maje- haltenen Arttkd» „Zum KapttelOffiziöse Pr^tzuntzw-rty

der Lchdmg bie in seinem Gewerbe gebräuchlichen st ät en bri den Ka-serlichen Herrschaften in Ruß la nb schäft" ^trafantragwegen ^'^ungdeL staar-