23. Jahrgang
Mittwoch, den 14, Ottober 1896.
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mit Unterhaltnngs-Keiiage „§tnur und Kl«men"
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5 schritte in den Reformgesetzen enthalte» fein. Agita- l torisch mögen die Führer ja eine sehr nützliche nnd schlauberechnete Taktik verfolgt f
die Zukunft bringen?
rser Seite hin blieben völlig »ergehens. AIS die . und «rvertrriryutzgeiktzgeoung lchtigste Berbrsserung, welche die Regierungsvorlage In Wahrheit hegt die Sache der Kommission demnächst auch durch die Beschlüsse trum war ti, Dolches in der er
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— sie wollte in meiner l fallen. Ist eS abgemacht? Darf ich meiner Schwester
>ch zu jung, um allein zu i schreiben, daß ich mit ihr Indien verlasse?"
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Der Konsul seufzte schwer. , |
„Wie Du willst, mein Kind," versetzte er traurig, ; „und Sa Du Deine Schwester hast, will ich auch nicht bis an den Hafen gehen. Ich habe Johanna gebeten,
arbeit, allein die Bemühungen des CentrumS nach dieser Seite hin blieben völlig vergebens. Als die
leit" zu Felde zog.
Wenn aber alle Parteien nichts zu Stande brachten, so mußte doch die Sozialdemokratie verstehe«, dieses Land zu bebauen und dem Boden Früchte zu entlocken. Trotz mehrfacher Ausiorderungen wurde von dieser Seite erst am 29. Januar 1885 ein Gesetzentwurf eingebracht. Dieser ging — bezeichnend! — in einem Punkte nicht so weit, wie der CentrumSantrag, nämlich im Schutz der verheiratheten Frau und Mutter. Im übrigen aber stellte er aber wieder uferlose S Forderungen, indem er fußte auf der Taktik, welche wir j schon vorher als schlau, aber herzlos charakteristrt haben. Die ganze Haltung der Regierung war derart, daß in dieser Session keine der Parteien Boden mit seinen Wünschen gewinnt, am wenigsten natürlich die Arbeiterfreunde par excellence WaS wird
<K Was haben die Arbeiter von der Sozialdemokratie?
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hervorhob und gegen de» CrntrumSantrag aus dem Schoße der Kommission durch einen scharfen Hinweis auf den „agitatorischen Charakter" und sein „Unfertig-
2. Kapitel
Zwei Tage, bevor die ».Arkadia" den Hafen von Kalkutta verließ, stand in dem geräumige« Komplott des Herrn Phernon — des größten Bankgeschäftes m Kalkutta — der junge Kasfirer Karl O swald, mit dem
Eine Verwechselung
Erzählung von C. Borges.
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Deutsches Reich.
Berlin, 13 Ottober.
j Sie waren so hoch gespannt, daß ihre Parteimänner ; sehr gut wissen konnte«, daß dieselben überhaupt nicht i oder wenigstens nicht sogleich durchzuführen waren. - Darum kümmerte» sie sich aber gar nicht; desie« un- I geachtet erklärten sie immer: „Entweder Alles oder gar ] nichts!" und stimmten dem entsprechend gegen das * Ganze, weil eS nicht alle Forderungen befnedige, - mochten auch sonst viele Bsrbefferungen und Fort- ■ le* Litt 9f Alf A«
seinen Mitarbeitern, sondern auch vielen Leuten ein Räthsel gewesen. — Der Bankier hatte vor ungefähr > drei Jahren seinen Vetter, eine» berühmten Rech'S- ? anwalt in Deutschland, um Zusendung eines zuvrrläs-
Ja - ' ’ 1 figen, deutschen Geschäftsmannes gebeten, dem er ferne
^Willst Du für--" Sie schluchzte so bitterlich, I «ass- anvertrauen könne.
daß sie nicht wetter sprechen konnte, doch er erriech, ■ Die dl"twortt kurz und Endrg. laut-te .
daß sie ihm die Pflege der kleinen Gräber anvertraueu ,34 sende Dir mit dem nächst« Dampfer em« wollte l jungen Mann: Karl Osvald. Er ist treu und za-
„Jch will dafür sorgen," beruhigte er sie. „Du verlässig, ich kenne chu seit seines Lebens und vertraue
sollst sie bei Deiner Rückkehr in bester Ordnung finden." l chm." Ä .
Wenn ich zurückkehre," verbesserte fie. „Cs hängt f So wurde Herr Oswald Sasfirer des «roß« Bank- allein von Dir ab, ich werde nur Kalkutta Wiedersehen, | geschästeS. Sein Gehalt war, ?"E»nauchnichtüber. wenn Du mich holst " 5 groß, so doch himeichend, um em behaglicyeS und ge-
Sie gedachte der bttteren Worte, welche er in »ußreicheS Leben zu Wien. Aber der furge Deutsche enickiaftlicher Erregung ihr vor einigen Tagen zu- ■ lebte sparsam und sehr zurückgezogen. Jedegesellige
------ (Nachdruck verboten.) bis an den Hafen gehen. Ich habe Johanna gebeten, arte ist die Mckiiche« »o, »8 tobe, gge !
in der Kommisfion demnächst auch durch . .
deS Reichstages erfahre« habe, rühmte die Presse ziemlich allgemein die obligatorische Einführung von Fabrik-Inspektoren; denn lediglich die Einführung von besonderen und befähigten Organe« biete die Gewähr, daß die gesetzlichen Borschristen zur Regelung des GewerbewesenS— die alten sowohl, wie die der Novelle — Geltung im Lebengewinnen und nicht bloß auf dem Papier steheu bleiben.
Die rege Thätigkeit auf dem Felde deS Arbeiter- schütz's veranlaßte die Freifinnigen und Konservativer
ffiebifte die vrimivielle» aus dem Programm der i es die verbündeten Regierungen zur Vorlage eines fest «laste And dem Landes - Bamnspektnr FI Peve c$rntttn« mit nölliarr Klarbeit ergebenden Forderungen - umgrenzten, mehr Licht in die bisher vielfach umstrtttenen * lrng i« Eb rßwalde, Kreis Ooer-Barmm, ist vom 8L undK» bringenden Gesetzentwurfes austorderte. Auch ' Kaiser der Charakter als Baurath verliehe« worden.
N«mmtenreliaöieu^Lebens der arbeiten- - diesmal ging daS Centrum, wie bisher auf diesem Ge- 5 * Noch zehn Tage vor dem p-eußischen Landtage
?en Bevölkerung, aber auch Schutz für Lebe« biete stets, voran. Dann erst lief ein Antrag Lohre« ' wird der Reichstag^'"^."^unterbrochene Tession »«d Gel und beit-Sicherung der Familie in X (Rp) betreff« Arbeitszeit der weiblichen Personen, em > wieder aufneymen. Auffällig »st, daß ttotz d'S nahen der^EMllung^ihreS hohen vo/sott gegebenen Antrag der Konservativenb-treffmd die Beschäftigung 5 Termins semer Wirde«röffrang dem BundeScathe Berufs darum Emanzipation der Hausfrau der Kinder und Arbeitszeit der Frauen, schließlichem - noch keine Etats sag^ange«1 find. Doch
gn»ttf>r hn« der Fabrikarbeit: Schutz • Abänderungsantrag der Nationalliberalen zum Anttag > an der Hoffnung fest, daß der gefammte R.lchshaus
' riebu na mit Bestitiauna de? i Hertlina ein. Die fämmtlichen Anträge wmdeu einer s halt, wie fonst üblich, am Tage der Erüffnung vor.
^brlkarbeit Yer Ki!d7r und Verbot d" Als man in der Kommission gelegt werden kann. Di.- meiste« Schwimglettm
Nachtarbeit, das waren die Ziele, welche die fozial- i wenigstens bezüglich der Sonntagsruhe Emigung er- 2 macht die ^dlluilg d-r Et atS für ^- Schutz-
politifche« Ziele der CeutrumSpartei vou jeher geleitet i | ÄÄÄW » « d/r Etat
S ^Daß zwischen Centrum und Sozialdemokratie ; Früchte langer und fchwieriger »erachunge« vernichtet. , für SwwMM n^u nwarte'nd« Nst^auSS^
eine lebendige Verbindung ganz und gar nicht bestand, Seine Arbeit hatte er sich allerdingSvelhältnißmäßig - Er dürfte mit der heut zu «wartende« Post aus SU^
zeigte der U «stand, i«^ welchem schroffen SegensatzL - leicht gemacht, indem er einzig die Rücksicht auf die s «fr«a anlangen An Entwürfen für de»
zum C-ntrum die Forderungen der „Rothen" standen, t EinkommenSfrage für die Arbeiter und Arbeitgeber ; Rel^tag^in^bchimm^m^ald^i^^^n^le
lööu UN Vie öu^iuiicfuiui 5«, »» *'**•
Materien: der Krankenversicherung, der Unfallversicherung und Arbertrrfchutzgefktzgeburig zum Ausdruck gelangte." '---- - ganz anders! DaS Cen- Z
erste« Session der 5. LegiS- z
Som., a-b Ätiertaat au«aenuunn« - «irrtriißirticber «bonne ment»i»r«is ohne Brillgerloh« nufc Degkkl-irld m Fulda und auswärts 1 Mari 50 Ps-Ning. te ^d^n Ranm 15 &,'«3üwn di- Petitzeile 25 Ps, -e< Med-rhoim-aen -niivr-che-^ Rabatt.
1LU1U .. , * Der Kaiser hat eine Einladung zur Thesinahme
laturperiode am 20. November 1884 wieder eine dies- - an der am 29. Ottober stattfindenden H^agd m . bezügliche Interpellation bei den verbündeten Regierungen j Blankenburg im H-rz angenommen. Wie aul einbrachte Trotz der meisterhafte« Rede beS Frhrn. ? Groß-Strehlitz gemeldet Wird tvfft dort der v. Hertlmg, in welcher er de» Beweis erbrachte, daß * Kaiser am 4 Rov-mber bei dem EraftnTschischky. i die Fabrik-Gtsetzgebung einer Fortbildung fähig und ; R-nard zur Jagd em. Der Aufenthalt deS KmferS ] bedürftig fei, hatte die Jntrrp'.llatio« keinen unmittel- E ist dafelbst auf zwei Tage bemesse«. — Der Kaiser > baren praktischen Erfolg, weil Fürst BiSmarck zur hat am Sonntag Vormittag mit der Kaiserin das Arbeiterschutzgesetzgebung nicht zu bewegen war, viel- , Jagdschloß HubertnSstock verlassm, um dem dleSserttge» oe» rnroeuer- > mehr energisch für die Jntereffeu der Großindustrie s Botschafter i« Wien, Grafeu Philipp Eulenburg, eine« Konservativen einttat, da mau sonst zu leicht in die Gefahr geratheu - Besuch auf befien Schloß Liebenberg bei Liebenwalde könnte, bemArbeiter bie Henne zu schlachte», z abzustatte».
<— «8*^ k;. 3— «d;6. 3 • Dem Wir«. Geh. KriegSrath unb vortragenbe»
Die RrgirrmigSvorlage zur Aröeiterschutzgchtz > gebuug hatte vou Seiten beS CentrumS das weiteste Entgegenkommen gefunden, obgleich fie gegenüber den eigenen Forderungen nur sehr treffend als erste Abschlagszahlung bezeichnet werden konnte. Auch die Konservativen zeigten ein gewiffeS Wohlwollen, die aefttzaeberischr Ausgestaltung deS ArbeiterschutzrS zu-..-,. — t , .. ..
fördern. Bezüglich der Einführung der Sonntagsruhe t haben, insofern als dadurch den Arbeiter« die Anherrschte zwischen beiden Parteien eine völlige Ueber- t sicht emgeschärft wurde, man könne unter den bestehenden emstMmung, wie die Be^tüsse in der Kommission $ Verhältniffen und bei den Zugrstanduisstn der Regierung und zweite« Lesung dokumentirten. In dritter Lesung i sich nicht wohl fühlen. — Aber Arbeit er freu nd- blieb allerdings das Centrum mit einer Stimme in l lich war ein solches «erhalten nicht, der Minorität woran auch die Absicht der Konfer- ' Anmaßend wie immer schreibt fic^> d«- So^al- vativen mit Schuld trug, die Einführung der ArSeüS- - demokratie, an ihrer Spitze Bebel, — ihr bisheriges bücher und die schriftliche Abfassung beS Lehrvertrags j Verhalte« mochte ihr wohl W als u”?.u:“^enb obligatorisch zu machen. Die größte Lücke zeigte die I scheuten — 8v«z besondere Verdienste seit bem Jahre Regicrungsvorkage in Bezug auf Kinder- unb Frauen- t 1880 um bie Sozialreform zu, „bie in dm drei ,ö . 2. < • rar» M d’ _____ C o ff K_____S )L . SrtV*
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Zinsen sie ihr Dasein stiften Iran." . i Schwester mit nach Bucheridorf n hmen?
„Hast Dn nicht gesagt, fie wollte in Indien! „O nem! Agathe hat Freunde m PanS. — Meme bleiben und hier eine andere Stellung ranehmen?" \ Schwester soll weder Dir noch, den Deinen Last
„Dos war ihre Absicht ■ 7- —~ '
Nähe bleiben, und fie ist noch zu jung, ««. ,
leben. Doch da fie erra'he« hat, daß Du fie in Deutern s Hause nicht gerne siehst, kehrt sie zu ihren Freunden; in die Heimath zurück."
„Hast Du ihren Brief schon beantwortet?"
„Nein, eS würde eine zu bittere Enttäuschung für fie sei», wenn fie hoffte, ich benutze denselben Dampfer und Du veränderst nachher Deinen Plan."
„Wenn Du daS befürchtest, so hättest Du mir ihre
Abficht verschweige^ können."
Elsbeth erröthete.
.Ich weiß eS, aber ich wollte offen gegen Dich — „—, - . - . ..
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fahrt eine Freude und nicht eine Qual sein." J ääiM -------- 1-1' w