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Frettag, den 18 September 1896,

23. Jahrgang

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von 3 Prozent vergeben werden.

„Reich bedacht? Ich muß ein Bettler gewesen sein dir zum heutigen Abend," erwiderte der Ostindier mit tief erregter Stimme. „Habe ich doch nun die Em­pfindung, al- ob dieser Ihr wilder nordischer Himmel sich über mir geöffnet hätte, mich mit einem Segen überschüttend, fast zu groß, um ihn ttagen zu können."

Erstaunt blickten die beiden Männer auf den sonst

Ferner erjcheint e>n spezieller Organ für die Cente- nariumS-Feste, die,CL»isiu»-Stimmen', welche in 12 Nummern jährlich zu 1 25 Mk. in Konstanz in Baden erscheinen (Druckerei der .CanisiuS-Stimwen').

Von Rom ist die Nachricht eingetroffen, daß der

die letzter« nur 6x3 zur Schwelle der Giebelstübchen». In dec Thürvertäfelung ist ein Fernster, Margareth

Wiübruch blickt spähend hindurch.

Kann da» ihre Tochter fein, die da mitten in dem niedrig«, Zimmer steht, so hoch, fast königlich anzu­schaue« in dem langen, weißen Kleide? Ls ist h-ll, und man erkennt deutlich die in den Stoff gewebten

Erscheint täglich, Soitiv und Feiertage ausgenommen. — Bierleljöhrlicher Abonnementspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig J"'"ate kosten die nnsvaltige Garmondzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen die Petitzeil? 25 Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.

Die Cetttenariums-Feier des seligen Petrus Canisius.

Im Jahre 1897 werden e» 30U Jahre sein, daß der selige Petrus Canisiu», der zweite Apostel der deutschen Völker, in Freiburg (Schweiz) seine apo­stolische Laufbahn vollendet hat. Dieses Centenarium, dar erste nach seiner Seligsprechung, soll überall, wo der Selige gewirkt hat, seierlichst begangen werden. Zu diesem Zwecke hat im Nimrn der Hochwürd. Bischofs und der Regierung in Freiburg Chorherr I. Kleis er, apostol. Missionär, bei den meisten Hoch«. Bischöle» Deutschlands, Oesterreich- und der Schweiz einen Bl- such gemacht, um deren Ansichten bezüglich der Frier dieses Centenarium» zu vernehmen. Alle Kirchenfütsten begrüßten sympathisch die Idee einer feierlich« Be-

Vom 15. Lkptemder ab

nehmen alle Postanstalten Bestellungen auf die ,Fuldaer Zeitung'für das letzte Vierteljahr 1896 an.

Neu hinzutrelende Bezieher erhalten gegen Einsendung der Postquittung für das letzte Vierteljahr 1896 unsere Zettung bis

Ende September kostenfrei

übermittelt.

Sehnliche- beschloß die General-Versammlung des | schweizerischen PiuS Verein» in Sursee. Bereit» sind für Anfangs August 1897 Wallfahrten zum Grabe des sel. Crnifius ungesagt, u. a. eine Wallfahrt vom ferne» Holland. Die Bewegung der Cmtenariums-Feier dieses großen GotteSwanne» ist in Fluß und verspricht große Dimensionen anzunehmen. Zu Freiburg (Schweiz) kifft die geistliche und weltliche Behörde Bor- bereitungen, um da» Grab diese» Apostels Deutschland- glorreich zu machen und die Pilger aus'- Herzlichste zu empfangen. Die hohe Regierung läßt die CanisiuSkirche und besonder- seine Grabkapelle aui's Herrlichste restauriren. Auch wurden in neuester Züt daselbst zwei Institute in'- Lebe« gerufen zu Ehren de- Seligen: da- „Canisiannm" für an der kathol. Universität ftud'.rende Theologen und das „Canisiu-hanS" für am Kollegium St. Michael studirense Gymnasiasten.

so zurückhaltenden Fremden. Dann sagte der «J.ue von ihnen mit der ruhigen, maßvollen Miene, die ihn kennzeichnete: „S:e sind zu beneiden um der Selten- 't heit dieser Empfindung willen, wäre ihre Dauer auch nut die weniger Sekunden und nicht, wie ich zuver­sichtlich hoffe, die einer sehr langen Frist."

likentage die von H. Kleiser in öffentlicher Versamm­lung dargelegte Idee einer allgemeinen Centenarium-- Feier ebenfalls stürmisch begrüßt und folgender Beschluß der in Salzburg tagenden Marianischen Kongregationen Oesterreichs und Bayern- mit Begeisterung ange­nommen: „E- mögen sofort Vorbereitungen für eine große Bethe.ligung Oesterreichs an der 300jährigen Feier des fel. Petras Canifiu» getroffen weiden, um demselben für die Rekatholisation Oesterreich- die Schuld des Dankes sbzustatten."

Stromaufwärts.

Roman von Cl. Lötschert (M. Brechten).

48] ------- (Nachdruck verboten.)

„Herr Herzog!" E- war die tiefe gemächliche Stimme de- alten Grafen Dohna, welcher den Ge­nannten in der Nähe de- Orchester- auffnchte. „Meine \ * * *

Nichte wünscht, daß Sie schon jetzt die Nachricht von Da- Fest war vorüber und da» Rollen der zuletzt chrer Verlobung mit Herrn Cäsar zur Tenne empfangen abgefahrenen Wagen schon längst in oer Ebereschen- möchten." Allee verhallt.

„Vielleicht deshalb, weil Komteffe Rasfrldt mit Da wird die Thüre de- kleinen Hause» in der Recht überzeugt ist, daß kaum ein Glückwunsch für sie Hohlgasse aufgeklinkt. Leichte jugendliche Schritte eilen

au» aufrichtigerem Herzen kommen kann, al» der die Treppe hinauf; andere, schwere folgen leiser nach,

meinige." Mit emer tiefen Verbeugung gegen den k;* > — —- <-* • «•*>—»n- x.»

nahestehende» Bräutigam setzte er hinzu: „Herr zur Tenne ladet den Schein der Ungenügsamknt und Er- or>erung»sucht auf sich. Schon so reich von Fortuna bedacht, kommt er hierher und beraubt unsere Gegend de» schönsten Schatze-, welchen dieselbe erst seit kurzer Zett ihr eigen nennen durste"

großen Farnblätter im Mondlicht. Wie ist die Hanna so ander» geartet! Bon wem hot sie da-stolze Wesen? Bon ihrem schlichte» Vater sicherlich nicht.

Die Frau drückt sich tiefer in da- Dunkel de- Gange- hinein, angestrengt lauschend, bi- sie nach einer Wette geräuschlos eintritt Den strohgefiochtenen Stuhl dicht an das Lager ziehend, legt Margareth ihre Hand

* Der „Köln. Ztg." wird berichtet: In einer Unterredung, die der Kolonialdirektor Dr. Kayser mit dem Major v. Hutten-Czaprki vom 14 Husaren-Regimecrt (Raffel) gehabt hat, Ersten die Ver­handlungen über den Eintritt des Major- in da» Aus­wärtige Amt zur Bearbeitung der Angelegenheiten der Schutztruppe zum Abschluß gelangt sein.

* Dr. Schröder-Poppelow ist bekanntlich Direstor der oftafrikanischen Piantage» - Gesellschaft und hatte als solcher seinen Bruder Friedrich Schröder in der Gesellschaft angestellt. Durch dir Berurtheilung Friedrich Schröders sah sich der Auffichttrarh veranlaßt, in eine Erörterung der Angelegenheit zu treten. Einem Bericht der ,Köln. Zeitung' darüber entnehmen wir Folgender: Eine AussichtSrathSfitzung, die am Sonnabend statt­fand, hat zu sehr stürmischen Austritten geführt. Der Auffich'Srath verlangte den Rücktritt de- Dr. Schröder, wozu sich dieser endlich verstand, er wurde nur noch mit der Geschäftsführung bis zur nächsten General­versammlung bekaut. Ein Versuch deS Dr. Arendt, seinen Freund Schröder wenigsten- in den Auffichtt- rath zu bringen, scheiterte an dem Widerstande der Mitglieder. Wohl aber wurde eine Untersuchungs- Kommission, bestehend aus den Herren Dr. Ebert, Gras Hohenthal und Lange eingesetzt.

* Das .Volk' kündigt an, daß die Redaktion des Blatte» vom 1. Oktober d. I. an ein neues christlich­soziales Blak, ein Wochenblatt, hrrauSgebm toeriie, ein politisches Sonntag-blatt unter dem Titel: „Christlich-sozial" „u^ser verehrter Partrivorfitzex.der, Hosp rdiger a. D. Sröckrr," so schreibt das Blatt, „wttd dauernder Mitarbeiter an diesem Sonntagr­und Bolk-blatt »erben und bleiben."

* Gegenüber den fortdauernden unkontrollirbaren Blätter-Meldungen über den Militärdienst der Volks­schullehrer stellt die .Rordd. Ogern. Ztg' Folgender fest: „Vom Jahre 1900 ab dienen fämmtliche Bolkr- schullchr r 1 Jahr. Dieselben können als Einjährig- Frei w»l l i g e dienen, insoweit da» Seminar-AbgangS» zeugniß ihre wissenschaftliche Qualifikation bescheinigt. Wenn sie die außerordentlichen sonstige» Bedingung« erfüllen wollen: sich kleiden, unterbringen und nähr«, so werden sie alS Einjahrig-Freiwillige mit Schnüren und sonstige» Erlrichterungeu: Garnison-wahl re-, ein­gestellt. Andernfalls dienen sie wie jeder andere Mann, aber nur 1 Jahr, wobei sie möglichst zusammen und abgetrennt von den übrigen Mannsähuste» untergebracht und ausgebildet werde» mit dem Ziele zm Verwendung als Reserve-Unteroffizier.

h. Infolge der armenische« Unruhe« im türkychen Reichs haben dis vier Lchucfregatteu „Moltke" (Kommandant: KorvettsokipttSn Stiege), „Gneifcnan" (Kommandant: Kapitän zur See Hofmkyer), „Stein" (Kommandant: Kapitän zm See von Ahlefeldt) nnd „Stofch" (Kommandant: Kapitän zm See Thiele) vom Oberkommando der Marine den Befehl erhalten, die Wintermonate über unsichtbar über ine Hand der inzwischen zur Rahe be­gangenen, unverwandt in deren Gesicht schauend. Und so verharrt sie, den Schlummer ihres Kinde- bewachend, bi- im Ost« der Stadt die Sonne aufsteigt hinter dem Grierthurm.

11. Kapitel. Komm!

Die Verlobung zwischen Komteffe Ra-feldt und dem Plantagenbefitzer bildete das Tagesgespräch.

Da Herr zur Tenne noch vor Winter nach CelebeS zurückkehren wollte, so wurde die Hochzeit schon auf ein« Tag de- nächsten MovatS festgesetzt. Dieselbe sollte im Hotel Kaiserhof stattfinden. Jnzwifchm waren die gräflichen Verwandt« eifrig bemüht, die Braut in ihre neue, ferne Heimath noch um einige Personen zu vermchren. Allein selbst die verlockendsten Anerbietung« in Zeitung« blieben ohne Erfolg, und gerade diej«ige, w-lche Gräfin Irmgard am sichersten zu gewinnen gehofft, weigerte sich am entschiedensten.

„Sie wird« meiner Richte am angenehmsten sein," hatte Die alte Gräfin Raunheim zu Hanna Willb uch gefügt. „Mit Ihn« könnte sie doch zuweilen von ihren Verwandt« spreche», von der Burg und den Familien, mit welchen sie hier verkehrt hat; kommt doch da- Heimweh schließlich über Jeden, über d« Reichsten und über dm Glücklichsten. Fordern Sie, wa- Sie wollen."

iiIdllcrWZkitliiil;

mit Unterhattungs-KeiLage „Sterne und Ktrrmen".

gehrmg des Jubiläums dieses um Kirche und Vaterland hochverdienten Manne» und wünschten unter ihrem bischöfl Segen dm Vorarbeiten dazu den besten Erfolg.

Auch bei den Katholikentagen in Dortmund, Salz­burg und Sursee (Schweiz) würben diesbezügliche An­träge mit Begeisterung und Eimnüthigkrit angenommen. Go »ahm die Katholiken-Bersammlung in Dortmund , __________ , ... __________

fotgenbe» vom hochw. HerrnDr. Werthmann, Hof- \ hl. Vater das Centenarium mit Freuden oeqrüßt^ E» kaplan in Freiburg i. Br., warm empfohlenen Antrag ( scheint sicher zu jein, daß mit der Heiligsprechung bei mit großem Beifall einstimmig an: | fel. Petrus CrnifinS auch seine Erhebung zum Kirchen-

„Im Hinblicke ans daS unmittelbar bevorstehende I lehret (dem ersten deutschen) erfolg« werde.

Cmtenarium de» Todes d>.» seligen Pettu» Canisius, s — -----

des Apostels Deutschlands zur Zeit der bedauerlichen s

GlaubenSspaltuvg, empfiehlt die 43 General-Versamm» s

fang der Katholiken DeutlchlandS: a) Zahlreiche B - > «eriu», 17 September.

theiligung en den im nächsten Jahre von der Zeit deS } ft. Der ,Reichsanzeiger' vrröffenttnyt einen kaiset- 1. Juli 1897 bis 1. Oktober 1898 zum Grane deS j lichen Erlaß, betriffenb die Aufnahme einer Ans ftl. Petrus Canisius in Freiburg (Schweiz) stattfiadendm \ leihe auf Grund des Gesetzes vom 16. März 1886, Wallfahrten und an dm Kundgebungen, die zu Ehren 29 März 1895 und 29 März 1896. Es bandelt deS Seligen werden veranstaltet werd«; b) bteUnter» » sich dabei zunächst noch um ein« Benag von 840439 stützung deS C mifins-Berrin» für daS kathol. Deutsch- s Mark für den Rorbostsee-Kanal (Gesetz vom 16 März land, fowie den Eintritt in den vom hl. Vater gut- i 1886) sodann um NachtragSetat» vom 29 März 1895 Kßen« und gesegneten Cinifius-Gebetroerein in < und vom 29. März 1896 für Zwecke deS Rnch»» lgung der päpstlich« Encyklika Praeclara et Balis Heeres, bet Marine und Ot; Reichseisendahnen im Be-

cognitum; c) die Erinnerungen an den Seligen and« 1 trage von 42519392 Mk und von 26659121 Mk., Orten, wo er gewirkt hat, zu sammeln uud in den i zusammen 70018952 Mk. Davon gehen die 13 Mill. .CaniffuS-Stimrven'zu veröffentlichen; ä) für bie Heilig- ab, welche aus Grund deS neuen Schuldentttgung»- sprechung de» Selig« zu beten, weil sich die General- Gesetze» (Antrag 8ieb:r) au» den Zollerträgm zur Ä-rfammlung von derselben groß« Segen im Kampfe Verfügung gestellt h .u. Im ganzen beläuft sich daher die um die christliche Schule verspricht. ; Anleihe auf 57613552 Mk. Sie soll zum Zin»suße

Zu Salzburg wurde vom österreichisch«Katho- von 3 Prozent vergeben werden.