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23. Jahrgaui

? vermöchte er ohne die Hilfe der Kirche, insbesondere

Dottmfnnd, 24. Augast.

gläubige fall-. Zn gegnerischen Blätteni Werde die-

perföplicheOpfer sek el, das den Armen tröste und

Den dritten Tag der G-neralversammlung eröffne?«

der Jahres 1895 in nicht weniger als Via Millionen

wg-n

i

t, aber

vom BolkSverein 24 gestiegen. — unter lebhaftem sprachen weiter: verein im Namen

auSgeheaden Bolls bureaux ist auf Der bisherige Borstand wurde Beifall wiedergewählt. Er Abg. Gröber, der den BolkS-

aneikannt, aber als jesuitische Berechnung gedeutet. (Heiterkeit.) Run, macht eS doch arich so jesuitisch! (sch? gut! und Heiterkeit.) Wir find ein-? FrichenL- versammlmig und beschSftrgen uns nur nrt unseren eigenen Angelegenheiten; auch das sti Anderen zur Nacheiferung empfohlen! (Verfall und Heiterkeit) Die Generalversammlungen seien ein öffentliches Glaubens» dekenntn ß und ein Band der Einigung und hätt- n dadurch in anderen Länder« Nachahmung gefunden. Bielleicht führe byje Entwickelung noch zu einem Weltkongreß. Redner erinnerte dann an dar Jubiläum bei Centrums unb protestirte weiter gegep den Bor- wmf, baß die Katholiken ihre Pflcht gegen bai Vater­land nicht thäten. Wenn der Kaiser ruft, sind wir

alle zur Stelle! (Stürmischer Beifall.) „Furchtlos und treu", sei die Devise dieser Bersammlung. (Bei­fall.) Möge die Versammlung in Erntcscht t: „ “ und unter dem Beistände des hl. Geister Beschlüsse

eine offene Hand und eine freigebige Hand! (Stür­mischer Beifall.)

Frhr. v. Schorlemer-Overhagen lpiach über die Handwerker frage, wobei er sich entschieden auf

Orden vom guten Hirten —, zur Besserung von Baga- Boni eit und Säufern. Bezüglich der letztere» bat er gerade die, welche in diesem Punkte selbst schon öfters gelüdigt, ihr Schk? stein für die Trinker-Asyle beizu-

breitet. Großartig war der von ihm veranstaltete praktisch-soz'.ale Karsai in Dortmund. Di« Zahl der

zu d-m im herrlichen Eichenwald« gelegenen Schützer- Hofe (Hodsrtiburg), leider in strömendem Regen, der erst us die Mittagszeit nachließ, zur Versammlung des Bolksvereini für die Katholiken Deutschlands, au der auch zahlreiche Abgeordnete theilnahmen. AuS de« vom Abg. Trimborn erstatteten Geschäftsbericht ist hervorzuheben, daß die M'tgliederzahl am Schluffe des Jahr-i 1895: 175 892 gegen 160000 am Schluffe bei Jahres 1894 betrug. Der Volksverein hat während

III.Q

Die erste öffentliche Generalversammlung,

die um 5 Uhr in überfülltem Hause begann, würbe vom Präsidenten Gröber uut dem Gruße „Gelobt sei Jrsus Christus" eröffnet, der, wie er dann weiter m feffefnber, geistvoll r Weise auSfüh.te, der Leitstern

Mittwoch, dm 26. August 1896,

der Generalversammlung a!S Präsi­dent derselben begrüßte, Generalsekretär Pieper über die Sozialpolitik des Crntrumi, das, ausdauernd in der Sozialreform wie keine andere Partei, dafür sorgen werde, daß die Sozialresorm nicht ins Stocken gerathe, ferner Abg. Dr Lieber über die Pflichten im Kampfe gegen Liberalismus und Sozialdemokratie, und Erzbischof Dr. Dahlhofs aus Bombay, der seine Freude über die großartige ThätjgkeÜ des Volks­vereins aussprach und ihm von ganzem Hrrzea Gottei reichsten Segen wünschte. Mit einem Hoch aus Papst und Kaiser schloß chje Versammlung.

In der zweiten geschloffene» Generalversammlung wurden R e s o l u t i o n e>n angenommen gsgm die s a r bf lose Presse und,Sitten u?.d Glauben g'sährdrnde« Bücher und Zeitschristen, gegen bedenkliche Theater­veranstaltungen, auf Unterstützung der kath. kauf­männischen Zeitung .Mercnria', des Trienter antiftei- maurerischen Rongriffei (23.-29. September), bei Bonifat uSvereinS, bei Afrikavereins, Xaverius- und JofefSvereinS, bei Bircenzvereini, der ostindischen Jesmteumisfionen u. s. w. Ferner würbe protestier gegen bie Beraubung bei hl. Stuhlei unb gegen bai Duellunwesen. Eine andere Resolution fordert, alles aufubitten, um die Gleichberechtigung der Katholiken thatsächlich zu erringen, eine .reitete sie Verbesserung dei Eherechrs Ali Ort für die nächste General- : Versammlung find Aachen und Neisse vorge- ’ schlagen. ES wurde für wünschenSwerth erklärt, daß

den Boden der Zwangiiimungen und bei Befähigungs- !

Nachweifti stellte und angesichts der HandwerkS-Bor- ;

l löge die Situation für bie Handwerker - Forderungen i

| als nicht ungünstig bezeichnete. Erschloß -eine kurzen, j Exemplaren seine Druckschristen' und Flugblätter ver­klaren Ausführungen mst dem alten schönen Spruche- ' — :c~ ——

sie me-stens nicht recht national gesinnt seien. Die katholischen Kaiser des Mittelalters hätten die deMsche Nation zur vollsten Blüthe gebracht. Daß das gegen- wärtjge deutsche Kaiserhaus nicht unseres Glaubens sei, könne uni natürlich nicht so angenehm sein, ali wenn es der katholischen Kirche angehöre, aber bas ändere an unserer Loyalität gar nichts und mache Deutschland noch lange nicht zu einem protestantischen. a/# seiner Bewohner seien katholisch. Ja, sage man, ihr Katholiken steht nicht auf dem Boden der Prin­z'pien bei modernes Staates. Was sei denn aber dieser modern« Staats Prinzip? Dar der Gleichberech­tigung aller Staatsbürger unb das vertreten gerade wir. Man sag«; aber ihr holt euere Weltanschauung von jenseits der Berge. Kavn man denn Ldnhmpt eise Weltanschauung gewinnen, wenn man über die schwarzweißrothen Grenzpfähle nicht hinauSfieht? (Sthr richtig!) Unser Reckt verlangen wir biszum Punkt, und da soll uns keiner etwas davon-

Mit den Worten bei Protestant. Professor Ziegler kennzeichnete er bie unter bem Namen Benn» begriffenen Gesahren. WaS Bacchus angeht, so müßten wir alle an unser- Brust schlagen unb B-ffermg geloben. (Hei­terkeit). Er wolle unfern Stubeutenkürporanonen nicht ihren Kommeri verleiben, er freue sich im Gegentheil herzlich mit ihnen, aber vor Ausschreitungen müßten sie sich bewahre«. Wer seine Studienzeit verlottere, der falle nachher einem öden, kein anderes Jbeal. als Merkur kennenden Streberthum anheim, bem bet Affcfforenparagrcph bis letzte Weisheit fei. (Lebhafter Beifall.) Doch da fei noch ein anderes Ideal: auf brr Visitenkarte bei Lieutenants der Reserve! (Schall. Heiterkeit.) Unb bai stehe in Zusammenhang zu dem Duellunwesen, bem „Ehraffen", den R dner mit tiefem sittlichen Ernste in scharfen, aber vollberechtigten Worten

mit bem kath. Gruße.

Dortmund, 25. August.

■; „Gott segne das ehrbare Handwerk!" (Lebh. Beifall.) s Abg. Proftffor Dr. Schädler knüpfte unter wie- ! der Holter stürmischer Heiterkeit bet Versammlung an bie berühmte Aeaßerung eines nationalliberaleu Blattei ? an, daß bie Katholiken ali „Rundköpft" bümmer unb deshalb auch ärmer seien als bie protestantischen „Lang- köpfe", um daran bie Mahnung zu schließen, daß wir , mehr als bisher von ben höheren Schulen Gebrauch machen müffen. Dabei bürste dann aber nicht der .Schutz der hrranwachsenben Jugend gegen * bie aus dm höheren Schulen, besonders den Uni­versitäten drvhenben Gefahren übersehen werben. Er schilderte, anfangend mit ben geheimen Schüler- , veröftdungen, diese Gefahren, bie sich klassisch aui- brücken ließen ali: Benni, Becchns, Mais, Merkur.

gegenüber non bet Wiege an die Familie vertreten oder ersetzen. Gewiß sei die Erziehung in guten Familien stets der Anstaltspflege vorzuzfthm, woher sollen die vielen, dazu nöthigen güten

woher sollen die vielen, dazu nöthigen guten gamilien kommen? Die Anstaltspflege werde jedenfalls yft. ganz ju entbehren fein. Der Staat könne nicht Alles machen, vmn er fei ja selbst der größte Bettler, der auf die erzwungenen Almosen des Volkes angewieseu sei. (Sehr gut! und Heiterkeit.) Wai vermöchte er überhaupt, wenn er nicht die g-wattig.n Werke der katholischen «harstas, die Klostergüter, an sich gerissen hätte? Wai

»IdiikrWZkitliii!;

mit UnterhattnngsHeilagr „Sterne und Klnmen".

dieser Hinficht-geeignete Vorschläge erwartet.

Dai nach langem, gründlühem Regen wieder gün igere Wetter lockte heute Nachmittag noch mehr Menschen ali gestern hinaus zum Fredenbaum, so daß bie Ueberfäaung dei Rtesensaales bei der zweite» öffevtltchev Versammlung geradezu beängstizend wurde. Ali erster Redner sprach heute- aufi Wärmste begrüßt, unter wiederholtem lebhaftem Beifall Weih-

saffen zum Wohle bei Vaterlandes! (Stürmischer, langandanernder Beifall)

Bon lebhaftem Beifalle begrüßt, bestieg hierauf der Hochw. Herr Bischof Hubertus Simar von Paderborn die Rednerbühne. In tiefdurchdachter und formvollendeter Ansprache begrüßte er die Bersammlung als ein Bekenntniß treuer Anhänglichkeit an die er­habene Braut bei Gottessohnes, bie hl. kath. Kirche, als Erfüllung nicht nur einer religiösen, sondern auch einer patriotischen Pfl cht, als eine soziale That! Die Hauptaufgabe bei Lösung der sozialen Frage werde ja immer der christlichen Nächstenliebe verbleiben, die He emzize Macht auf Erden sei, welche die sozialen Gegensätze zu versöhnen im Stande sei. Wahrheit und Liebe feien bie HimMlilichter, bie d n Benutzungen dieser Generalversammlung vor anleuchten wözen. Gottes Segen möge sie begleiten! In diesem Sinne ertheilte hierauf der Hochw. Herr Bischof der niederknieenden Versammlung seinen bischöflichen Segen. Danach durchbrauste minutenlanger stürmischer Beifall und daraus auch ein dreifaches, vom Präfidenten auf ben bischöflichen Redner auSgedrachteS Hoch ben gewaltigen Saal.

Arber bieCharitai sprach hieraus, gleichfalls leb- haft begrüßt, Kspuzinerpater Cyprian aus Altötting in Boyern. In humorvoller Weise kennzeichnete er bie lächerliche Ueberhebung ber Sozialdemokratie gegen­über der christlichen Charitas. „Wir brauchen euere Bettelsuppen nicht mehr," sagen die Führer ber Sozial­demokratie; nun, es werben wohl noch viele Millionen von den Bettelsuppen der Charitas satt werden müffen, bevor ihnen die gebratenen Tauben de- ZukunftSstaateS in den Mund hinemfliegen werden. (Sehr gut,! und Heiterkeit ) Die Charitas müfle dem atmen Kinde

. M werden. Die ' nehmen! (Lebh. Beifall.)

katholische Opferw-lligkeit sei unerschöpflich und noch f Nach einigen MittheUungr« schloß ber Präsident niemals sei eine katholische Wohlthätigk-itS - Anstalt i die wahrhaft kolossale, großartig? Riesenversammlung bankerott gkworderr. (Heiterkeit und Beisoll.) Das "

43. General-Bersauunluna der ’ , s- o. -. -. Ql

... auch der OrdenSleute und emschließttch ber Jesmttn?!

Katholiken Deutschlands zu Dortmund. I (Leb. Beifall.) Sr brauche sie imKampfe gegen bie

i Mächte deS Umsturzes. (Lebh. BeifaK und Hände- • klatschen.) Die Missionen bebürften gewiß der kräftig- ; sten Unterstützung, aber vcrgeff'n wir über die Kolonien ? nicht das Mutterland! Wir haben weiße Heiben unb f namentlich Heibenkinder in erschreckend wachsender Menge. I Darum u«terftützen wir den Schutzengel-Berei-r für die weißen Hndenkrnder, ferner ben Bonifatius Verein, den . .., . . ...... : Ludwigs-Missions-Berrin u. a. Weiter empfahl Redner

und dis Parole der Katholiken n guten unb lösen i brwgevd bie Biibu g und Unterstützung von Vereinen Tagen sei. Er sch; derie dann die glänzenbe Entwickelung - gegen Konkubinat unb Prostitution — namentlich ben

versöhn?, darum persönlich geben! Den katholischen ; Studer terr empfehle er das B-ffp el der Pariser kathol. s SlndtMen, welche Krankenhäuser statt Verdi«dun- s- ! ein feierliches Hochamt nach ber Meinung des hl. tzäysec bauert unb statt der Biermensur ein Almose» :■ Vaters in der Liebfrauenkirche. Dann ging es hinaus gebes ; das schadet ihnen nicht-, und nütz! den Armen l (Lebtz. BeisaS.) Gott dienen,: das ist Rächsten-jebe.

Em frommes Herz und ein warmes Herz, aber auch

geißelte. Er pries dagegen die kath. Studentenkorpe- rasionen, die durch männliche Hachhattung des gött­lichen Gebotes, durch Mäßigung und ernstes Schaffm — — „—. -------- —-—, —„

sich befähigen, in der Zukunft Führer bei deutschen ' bet Ort, mit Rücksicht auf ben nächstjährigen kath. Volkes zu werben. (Brausenber, nicht enbrnwollenbet \ wiffesschtstttchen Kongreß i» Freiburg in der Schweiz, Beifall, Händeklatschen und Hschrusen) \ nahe an d« Schweizer Grenze liege. ES werden in

i Trotz der vorgerückten Stunde (nach 8 Uhr) gab " der Präsident mit Vertrauen auf die musterhafte Haltung der Bersammlung hieraus noch dem letzten für heute vorgemerkten Redner, Abg. Dr. Bachem zur Behand­lung der Paritätsfrage da- Wott, Er betonte zunächst die Wichttgkeit dieser Frage und wikS sodar.u die Einteke der Gegner zurück, daß die Katholtken nicht so zahlreich in die hohen Aemter kommen könnten, weil

Erscheint »qlich Sonn- und Feiettag« ausgenommen. - MerteljShrlicher Abonnementspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und auswärts 1 Matt 50 Pfennig

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bet Kathorskenversammlunge r, begrüßte bie zsh rriche Bethriligung der Pr-.ff- und betonte de« nicht polmschen, f aber auch nicht rein rettgiösen Charakter der Katholckcn- vetsammlupg; Laim und Klmus mb-iteten zusammm. - _.a, .... , ... o_

Diese Harmonie rrstrecke sich auch cuf daS Zuftm^en- . steuern. (Heiterkeit und Beifall.) Man solle den Muth f wirk-n ber verschiedenem Stände. Dobei gelte die ' nicht fircken lassen unb nicht ängstlich fern, ob bie ! breiteste Oeffentlichk. it Jeber könne sich üderzrugm, ' nöthigen Mittel auch bauer?b eingeh- daß bei uns Lin verletzendes Wort g gen Anders« katholische Opferwilligkeit sei userschjj