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Dienstag, den 25. August 1896.
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worauf die Versammlung eine Strophe der Papst- ?
schlanken Säulen ruhenden Gewölbe mir ihren zwischen grünes Zweigen von der Decke herabhängenden milch- - weiß.-n Lampen machten den Eindruck von langen ' unterirdischen Tanzsälen. An de» Wänden entlang
waren die zahlreichen riesigen Fäsier aufgereiht; über jedem derselben zeigte ein kleiner Schild den betreff en-
„An Se. Eminenz den Kardinal-Sekretär Ram polla, , Rom. Die in Dortmund in Westfalen versammelten katholischen • Männer au« ganz Deutschland bitten Ew. Eminenz inständig.
mit Unterhaitungs-Keilage „Sterne und Hlnmen"
Präsidenten vorschlug und dieser ouf die jubelnde Zustimmung der Versammlung hin sei» Amt mit herzlichen Dank-Swo-ten annahm; lebhafter Beifall erntete dabei Namentlich sein energisch betonter Hinweis darauf, daß er der Sohn einet Arbeiters und selbst ein
und breit berühmten auSgedrhute» Kellereien de« Guter b sichtigen zu dürfen.
Diese Vergünstigung wurde Fremden oft gestattet. Heute fühlte sich bet Besitzer zudem zu einer Art großartiger Gastfreundschaft aufgelegt, von welcher er zu- gleich wußte, daß sie dem Namen der Firma nur zu uoch größerer Verbreitung dienen werde. So lud er denn dm gesummten Klub zu einem iu deu Kellereien sichst hergerichteten Abendfeste ein.
Die Damen wurden von der Veranstaltung benachrichtigt und verbliebe» in dem oberen Stockwerke.
Um sicht Uhr flammten an der langen Veranda« bcüstung unzählige Beleuchtungtläwpchen auf, und bald darauf bewegten sich die fröhlichen Gruppen den unteren ®e?affen zu' Durch die Bäume und Büsche hindurch
den Jahrgang an.
Für den Zwl ck det Abend« waren weißgescheuerte altdeutsche Tische in die Mitte gerückt, und bald verkündeten die immer lauter und lärmender werdenden Stimme», daß ein regelrecht.» Gelage en.standen und in vollem Gange war.
Dem Gesinde war ausdrücklich befohlen worden, daß keines der Dienstmädchen sich in der Nähe der Kellereien blicken Blasien dürfe, und Niemand würde et gewagt haben, dieses Verbot zu übertreten; konnte man sich doch denken, daß der so sittenstrenge Gebieter eine Zuwiderhandlung unnachstchtlich ahnden würde.
E« war Sieben. Im zweiten Stockwerk de»
| Fchr. Daöl v Köth '-»d zum zweiten Vicchrästdenten BArger»eiste-' Dr. Wärme ling-M-lnster unter leb- ' Laster Akklamation der B rfammlung gewählt, ebenlo als Schriftführer ErbprinzAloyL Löwenstein, RechiSanw Wksthosf-Dorimund,VerlegerL Leasing-
r, Dr. C. Bachem. Gras Hompesch, Dr. Porsch, M. Dr. Hülskamp abermals die Resolution beantragt.
ThurmeS vernahm man kaum das Schlagen der Uhr, so laut wirkte der Schall des heraufdringeudm Getöse«.
Doch für Trinchen Magnus war jener Ton auch N'cht vorhanden, ne nähte ruh g weiter in chrer ewigen Stille. Mitunter sah sie auf und gab Acht, ob Hanna ihre Arbeit zusammenlegte. Da« war für sie da« einzig erteasbare Zeichen deS Feierabend» — ihr Stuvd nschlag
Havua batte da« wüste Geschrei schon lange ge- hört; eia Zug tiefen Abscheus« prägte sich in ihrem Gesichte aus. Da ging die Thüre auf , und Sabine überbrachte den Befehl, zu ihrer Herrin zu kommen. Sie sollte de» Weg durch den rothen Saal benutzen.
Zum ersten Mal feit Monaten trat Hanna da, Weg »ach bat ihr so wohlbekannten Räum-n an. Lin eigerthümliche« Wohlbehagen durchströmte ihr Innere« beim Anblick all' der gewohnten Eleganz. W-e anders war e« doch h er im Vergleich zu dem kahieu Raum, au« dem sie kam!
Ran stand sie in dem Simmet, da» emft Fra» Hochberg bewohnte. Fräulein Brüning reichte ihr einen an ihren 9t ff en gerichteten Brief, welcher bereit« am Morgen irrchümlich heraufgebracht und ihm noch nicht übergeben worden war.
Harna solle dense ben gleich hinuntertragen, er sej
Ertckeint täalid) Sonn- und Feiertage ausgenommen. — Bierteljährlicher Abonnementspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig. Inserate kosten die einspaltige Garmondzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen die Petitzeile 25 Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.
geben worden. Der Besuch der Dortmunder Versammlung verspricht also den aller ftüheren Versammlungen noch zu sbertaffesi. Die Stimmung ist ganz vorzüglich.
Der Tag begann in würdigster und schönster Weise mit einem feierlichen, vom hochw. Diözesanbischof Hubertus Simar au« Paderborn in der astehrwürdigen, prächtigen P.opMkirche celebrirten Pontifikalamt zur Anrufung de« hi. Geister. Um 10 Uhr begann dann die
erste geschloffene Versammlung
i unter dem Vorsitze de« Stadtverord. Wulff. Der । große Saal de« Fred-nbaum war bi« auf den letzten Platz gefüllt. Große Begeisterung erweckte b sonser« die
i Vorlesung Set päp stlichrn Antwortschreiben«
Stromaufwärts.
Roman von El. Lötschert (M. Brechten).
29] ------ (Nachdruck verboten.) . fammtenen Rockärmel legten.
Eines Abend« — der Hausherr war an demselben ’ Der Hofraum und die hivabsührenden Eingänge Tage zurückgekehrt — herrschte besonders Leben in waren hell^ erleuchtet, und ^e sauber gepflasterten,^aus der Riederburg. Der Fechttlub auS der nächsten Groß- K **“
stabt hatte einen Ausflug nachdem nahen Eichenwalde, einem herrlich gelegenen Hochplateau, gemacht. Nach dem Abstiege waren zwei der jungen Leute als Abgesandte in der B lla erschienen, mit der Bitte, die weit
r sah man die jugendlichen, elastisch einherschreitenden ? Gestalten mit ihren schneewe-ßen Stuiphandschuhen, j deren breite Manschetten sich zierlich über die schwarz-
o;n «ewoynerN eortmuno», ersteren jur iqr «nigtgen» s Provinz «atyita, ।m «y*• h VT“’ i 2n«e Freiheit des hl. Stuhles ausspricht
korn nen und die Entsendung eine« Vertreters zur $ Abg. Fuchs au« Köln und Rheinland, Pfarrer Heipp . bie Bedeutung seiner Weltstellung für die Aufrechterhaltung aus Schmabm. . . k de? Friedens betont. Refolutionen, die Graf Stolberg-Wertheim
"! Gegen IVh Uhr feu de dl« Versammlung mit dem , und Rektor Spieker-Gelsenkirchen beantragt haben, verurthnleu r----™ « ; mit entschiedenen Worten die armenischen Greuel und
> I beklagen, daß die christlichen Mächte den armenischen Christa
Hymne fang.
Der nächste Redner, Propst Löh er«. Dortmund, ■ Ehrenvorsitzender de« Lokalkomitee«, wie« auf die \ wichtigen Gegenstände hm, dir von hervorragenden Rednern ouf den Versammlungen behandelt werden sollen: Die Ordensfrage, die römische Frage, da« Ser» einSwesen, die Schulfrage u. s. w. Er dankte dann den Anwesenden für ihr Erscheinen, insbesondere dem Hochw. Erzbischof von Bombay (lebh Beifall), ferner den Abgeordneten tüt ihre mannhafte, treue und feste Veriheidioung der Rechte im Parlament (Beifall), sowie den Hnren von der Preffe. die für die katholische Sache so vftl gewirkt hätten; mit der eS wahrlich nicht ; r. , so tut stände, wenn wir nicht eine so gute katholische ! auf di? Adreffk de« Lokalkomitees. Und geradezu Presse hätten. (Lebh. ZuLiMmung.) Auch dm zahl- i Mrmischer, jubelnder Beifall erhob sich auch, al« Herr reich vertretenen katholischen Studentenkorporationen i Wu ff den Abg. Adolf Gröber-Wiirttemberg al« dankte Redner, e« betonend, daß angesichts dieser l « a, ««f «•
Jugend die Katholiken getrost in die Zukunft blicken ' und sagen dürfen: Die Zukunft gehört un«! (Lebh. s Beifall.) Zum Schluffe forderte Redner al« Ausdruck .
der treuen Vaterlandsliebe der Katholiken zu einem -
Hoch auf den Kaiser auf, in da« die Versammlung ■ Mann der Arbeit sei. Zum ersten Bicepr äs ident en lebhaft einstimmte. ! wurde der ftesfische LandtagSabg^ordnkte Dr. Gideon
Nach einem weiteren G-sasig? begrüßte der 2. ~ "" --m - 1—C
Bürgermeister Dortmund« Amecke die Versammlung im Numeri bet Stadt, d e zwar nicht so Schöne« wie
43. General-Versammlung der Katholiken Deutschlands zu Dortmund.
Dortmund, 24. August, n.
Den eigentlichen Beginn de« Katholikentage« bildete am Sonntag Abend die
Begrüßungsfeier
im großen Saale de« Frederibauw, an der an 6000 Personen tbeilnahmen. Leider war die Pt-ffe dadurch sehr benachtheilrgt, daß die Rollwände zum Winter- garten hochgezogen waren, wodurch e« den V-rtret?rn der Preffe durch den Lärm au« den benachbarten Re« stauratior Säumen fast unmöglich gemacht wurde, die Redner zu verstehen. (Dieser Uebelstaod ist inzwischen beseitigt worben.) Unsere Abgeordneten waren in Soßer Zahl anwesend; wir sahen z. B. die Abgg.
röber, Gras Hompesch, Dr. Lingenr, Dr. Bachem, Herold, Dr. Hitze, Trimborn, Dr. Porsch, Kircher-, Müller-Fuld a, Dr. Schädler, Wall udorn, Sechen- berger, Stieben. Auch der Hochw. Erzbischof Dahlhsff von Bombay war erschienen. Unter den zahlreichen Vertretern de« Aoek« seien Erbprinz Aloy« v. Löwen- Sein, der Sohu des leider durch Krankheit am Er- heinen verhinderten KomrniflarS Fürsten Löwenstein, und Prinz Friedrich v. Schönburg»Walderburg genannt. . , ,
Al« Vertreter d-s Fürsten Löwenstein im Kommisiur at ■ Würzburg, Köln uuö München sreten könne aber fungirt Abg. Dr. Porsch. ! al« große Industriestadt einen mächtigen Aufschwung „ - . . -. -
Rach dem einleitenden Eborgesar-ge begrüßte der * gemmtme« ha« und nach Auffchnwg de« neuen Bayn- Dortmund und Rechtsanwalt v. d. Decken-Höxler. —
BorMendede«Lokalkomitee«, Stadtverorduerer Wulff, i Hofe« und durch die Kanalbauten noch weiter zu netzm-n An den hl. Batet wurde em HuldigunsStele«
die Verfammlung im Namen de« Lskalkomitee« mit i verspreche. Hierzu bedürfe Tortmund de« wzialen < gramm gesandt, datz m deutscher Uwersetzung wir
herzlichen Worten, indem er auSführte, daß den Dort- \ unb konfesiioukllen Frieden«; hierzu werde, wie et , folgt lautet:
muudetn zu Muthe sei wie dem Landmann, der einen k hoffe, die 43. Geireralve»fammlung der Katholiken bei- z «-
reichen Erntesegen heimbringt. Au b?n Dortmundern i tragen. (Lebh Beifall) i Männer ans gon* ^eutimiano omvn «.i«. «.muicu^ iiipuuvm,
sri auch da« Wort de« Prrphrten in Erfüllung ge- i Nach Verlesungen einer Anzahl von Begrüßung«- ; in ^rem Namen dem hl. Bater für den ihnen erteilten apostol.
gana»u' Habe im Umkreis deine Augen auf uub i ttlegtammen, darunter vom Hochw. Bischof uon : Fegen danken und ihm zugleich ihren kindlichen Gehorsam aus-
siehe: alle" diese haben sich versammelt, für d-ch sind i Fulda und dem Grafen Sy vor Taronca, hielt Erz. : drücken zu wollen. „
sie gekommen." Redner schilderte bann die mühevolle bischof Dahlhofs von B»mbry eine herz^.che An- , « .. lolaendes Telearamm
Arbeit drS Lokalkamitee« inmitten einer Stadt, wo i spräche an die Ber,ommlurg unb schilderte dabei da« - A-. den Kaiser würbe ,o.benee« Telegramm
alle« auf de» materiellen Erwerb «vdrängt, betonte aufblübende kath. MissionSwefen in Ostmdlm, wo letzt i gesandt: ™ ... h. ...
aber auch, laß au« dieser Gefahr selbst du» Heilmittel j unter 8 ^b-schöftn. 22 Bischösin und l Gene!alverfammlun?"der" Saiholiken Deutschland ihre unter-
erwachsen sei: denn dasjenige Element, dem nächst sekten 2 M-ll onen Aathoiiken bei 300 Millionen - tt?cinigfte Huldigung dar."
Gott unb bet seeleueifrigen Geistlichkeit die Blüthe > Gesammtbevölkerung — leben. z -
de« kirchlichen Leben« in Dortmund zum großen Theile : Weiter brachten Grüße: Rechtsanwalt Rumpfs Außerordentlich reichhaltig wird diesmal wieder d-s AcbeitS- ru verdanken s»i da« seien die Taufende der treuen - au« München, Domkapitular Kleiser au« Freiburg 1 Pensum der Generalversammlung, msbesondere der Ausschaffe ÄÄMÄÄS5*!«emu».»«K &Ä
be« Handwerks und der Industrie. (Lebh. Beifall.) ? Jahnel und den kath. Arbeitern IN Pe.lrn, Dechant ! Dr. Schädler, Dr. C. Bachem, Gras Hompesch, Dr. Porsch, M.
Redner dantte weiter den städtischen Behörden und ' Hammer au« der Pfalz, Pwpst Ro»te au« der - ^«fe und Dr. Hülokamp abermals di-Resolution beantragt,
d;n Bewohnern Dortmund», ersteren für ihr Entgegen- ‘ Provinz Sachsen, Schlosser König an« Mannheim, •
und für volle Freiheit des hl Stuhles auSsprrcht komnen und die Entsindung eine« Vertretet« zur f »nd Nbernland. Marter Äeivv . rarnetät und für volle Frnye^ves ht. «ruy^es aumvr>-m
Begrüßung, letzteren für die bereitwillige lieber lass ung zahlreicher Quartiete; dieser Dank gelte mit besonderer } . ,,
Wärme den ander«gläubigen Mitbürgern. Nachdem: chrifikatholischen Gruße geschloffen.
Redner dann in begeisterten Worten den erhabenen ' * * * . n ,, . z sowenig wÄsam'eu Schütz» Thesswerden laffen.'Eine'Reio'
Oberhirten der Kirche gefeiert hatte, schloß et mit ) Am Montag Morgen betrug die Zahl der ver- f <:ition©r. Frhr. o. Heeremann und M. Wiese richtet ft» gegen einem, von der Versammlung mit stürmischem Jubel j kauften Mitgliedskarten schon 2350—2400; an j bk euZherzlgen polizeilichen BorsichtSmaßregeln gegenüber den aufgenommenen dreifachen Hoch aus Papst Leo XIII., Tageskarten waren am Sonntag ca. 5000 ankg>- : katholischen Orden und verlangt volle Freiheit MdRechts-
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