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f einer Gesetzentwurfs zum Z ueck der Erschwerusg der

den 1. September 9 Uhr früh auf dem Tempelhofer WM««- -er Handel-Verträge finden wir in den

Felde angesagt.

* Der ,RerchS-Anz/ veröffentlicht dar Regulativ, betr. die Kündig««- vvd Kovverttr««- der 31/»- prozentigen Westpreußischen Pfandbriefe in Zprozentige Pfandbriefe I. und II. Serie nebst der landerherrlichen Genehmigung.

x Da in den letzten Monaten der Berkaus der Berfichnungrmarken für die Alter-- u«d Jvvali-ev- kartm bedeutend zurück gegangen ist und durchaus in gar keinem Berhältniß zu der augenblicklichen wirth» fchaftlichen Lage und den gegenwärtigen Erwerbsver­hältnisfen steht, so hat die Regierung angeordnet, daß in der nächste« Zeit im ganzen Deutschen Reich eine außerordentliche Revision der Karten statt- finden soll. Dm Versicherungsanstalten erwachsm durch daS verspätete Einkleben fälliger BeitragSmarkm erhebliche ZinSverluste, weshalb die ReoisionSmaßrrgeln angeordnet find.

(*) Die Novelle zur Gewerbeordnung vom 6. August ist nunmehr amtlich veröffentlicht. Jttzt werden im BundeSrath zunächst woht die Ausnahme- bestimmungen zu dem Erlaß des DetailretsmS au die Reihe kommen, sobald derselbe wieder seine Arbeitm ausgenommen hat. Bis dahin werden auch

& Wie von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, soll dem Reichstage unmittelbar nach seinem Wieder­zusammentritt im November der Entwurf eine- AuswuvderergesetzeS für das deutsche Reich vorgelegt werden. Auch Einzelheiten dieses Entwürfe», der bereit- fertiggestellt ist, werdm schon bekamt, so soll da» von dem Kolonialrath erstattete Gutachten sowie die von dem Alldeutsche« Verband dem Reichs­kanzler vorgelegten Vorschläge berücksichtigt worden sei«. Die AuSwanderungSagenten sollen eine eigene Erlaub- niß nöthig habm und es soll em eigenes Amt für da» AuSwanderungSwrsen errichtet werdm. Dieses soll dem Staatssekretär de» Auswärtigen unter­stellt werdm, während bisher daS ganze Au'Wanderungs­wesen rn dm Bereich des R-ichSamt» de- Jnnem ge­

bet* eigentliche Manöver sich anschließt. Vom 8. Sept, ab nimmt auch die dem 12. Armee-Korpt zugetheilte 8. Division an den Krieg-märschen und Manöver« Theil. Das 6 Armee-KorpS wird nach dem am 5. Sept, in Breslau stattfindenden Manöver in zwei Tagm (Montag den 7. und Dienstag dm 8. Sept.) mit der Bahn nach dem Manövergelände befördert. Bei ihm beginnen daher die Kriegsmärsche erst am 9. Sept. Da- 5. Armee-Korps und die Kavallrrie-Division A treten gleich nach der Parade in Görlitz (7. Sept.) dm Krieg-marsch an, der, wie beim 12. Armee-Korp-,

nach der am 3. September bei Zeithain stattfindenden Parade nach dem Manövergelände ab, da» in drei

die von der preußischm Regierung über die Frage eingeleitetm Erhebungen zum Abschlüsse gebracht sei« und eine hinreichend sichere Unterlage für die Beschluß- fassung bieten.

* Für die bevorstehenden Katsermknöver ist, wie die ,Post' berichtet, folgende Zeiteintheilung festgesetzt: Da- 12. (sächsische) Armee-Korp» rückt unmittelbar

Berichten der Handels- und Gewerbekammern zu Würzburg für da» Geschäftsjahr 1894/95. Dieses hat folgenden Wortlaut:

Deutsche- Reich.

Berlin, 13. August.

(*) Die Kaiserin hat an Geheimrath Krupp in Essen ein Telegramm gesandt, worin sie diesem und deffen Gemahlin dm wärmsten Dank ausspricht für die bei ihnen verlebten Stunden. Zugleich drückt sie darin ihre Frmde und ihre Anerkenmmg aus über die mannigfachen vortrefflichen Einrichtungen des groß­artigen Unternehmens.

* Der hier nur kurze Zeit weilende Minister- \ ut„ lu Präsident Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst hatte hörte. Bon den Ausländern foll die Hinterlegmig gestern zu einem Ministerrath die anwesenden , einer Kautton gefordert werdm. Zu einer weitere» StaatSminifter zwecks Besprechung der laufenden Staats- - Fordemng des Alldeutschen BerbanöeS auf Vorlegung geschaste vereinigt. . eines Gesetzentwurfs zum Zweck der Erschwerung deS

* Auch derstaatrsekretär v. Bötticher hat seinen ; Erwerbes und der Verlustes der Reich», und Staats- Urlaub unterbrochen und ist im Laufe de» gestrigen - ang. Hörigkeit verhält dre Regierung sich nach wie vor Nachmittag« wieder in Berlin emgetroffen. Als Grund ' ablehnend.

zu seiner Rückkehr werden wichtige innerpolitische \ / Herabsetzung deS Briefporto»? Die Post-

Fragen bezeichnet, die seit der Rückkehr deS Reichs- ; äwter des ReichspostgebieteS sind amtlich ang-wiesm kanzlerS akut geworden sein sollen. Wo» wohl da während einer Zeiträume- von 7 Tagen festtustell-n wieder vorgeht? 5 wieviel gewöhnliche Briefe im Gewichte von 15 bi«

Am 17. dr. Mts. wird der österreichisch-ungarische 20 Gramm bei ihnen zur Beförderung gelangen. I« Botichafter v. Szögyem auf kurze Zeit nach Berlin , verschiedenen Kreisen will man diese Anordnung mit kommen, um sich an der hiesigen Feier de» G edurtS - ; der schon so oft 'verlangten E-Höhung deS Maximal- tag-des Kaiser-Franz Josef zu bethettigen. < gewichte- auf 20 Gramm in Einklang b singen. Ob Eln zweiter Protest -er Pvlm gegen da- i wohl Herr v Stephan auch geneigt ist, dieserForder- Ergebmß der Schweher Stichwahl ist mit ein- i ung nachzugeben? Uns scheint er vorläufig mcht so gehender Begründung dem Reichstage zugestellt. Neu • denn Herr von Stephan hat schon zu genau au-ge- ist hierin, daß auch das Wahlverfahren auf Grund ? rechnet, wie große Summen dem R-ichshauShalr da- drr 93er Listen als ungesetzlich bezeichnet wird. ; durch verloren gingen.

* Die große Herbstparade vor dem Kaiser ist für - * Em recht beachtenSwerthe- Urtheil über die

Die ,Rat.-Ztg.' bedauert, daß die Nattonalliberale« sich in manchen LandeStheilen immer mehr in eine dauernde Verbindung mit den Konservativen begeben hätten. Dann folgt der charakteristische Satz: „Und da scheint un-, daß die Nationallibrralen — natürlich abgesehen von Leuten aber, zu den Herren v. Ploetz und Gen. gehören — allen Grund haben, da- Ber- häliniß ihrer Partei zu den Konservativen einer sehr ernsten Prüfung zu unterziehen/ Die ,Nat.-Ztg/ findet die Konfervattven in „nationaler" Beziehung jetzt sogar verdächtig, indem sie daran erinnert, daß von konservativer Sette sogar schon mehrmals mit Ablehnung der Marine-Forderung gedroht worden ist. Im Üebrigen hätten sich die Konservativen mit Leib und Seele dem Eentrum verschrieben. Die Centrum-- presse weise diese- Liebeswerben allerdings jetzt noch kühl zurück, aber das Berhältniß sei doch ungefähr fo wie zwischen Rußland und Frankreich: Sobald das Centrum wolle, lönne t» die Koservariven haben.

Wir verhalten uns zu diesen Bemerkungen der nationalliberalen Blattes lediglich referirend; wögen die konservativen Blätter darauf antworten, wir unsererseits glauben, daß die Konfervattven doch noch recht weit von dem Standpunkt de- Centrums ent­fernt find.

Die ,Rat. • Ztg.' ist also der Meinung, daß die Nationalliberalen das Tischtuch zwffchen sich und den Konservativen zerschneiden und der wirthschastlichen Reaktion entschieden entgegentreten müßten, mit anderen Worte«: die ,Nat.-Ztg.' will, daß die nattonalliberale Partei sich wieder -« einer möglichst fteihändlerischen, manchesterlichen Partei zurückbilde. Auf diese Weise hofft sie einen Anschluß an die link-liberale Gruppe, die um Richter und die um Rickert, zu erreichen. Bon dieser erwartet sie andererseits eine größere Freundlich­keit gegen die Nationalliberalen und entschiedener Ab­rücken vom Centrum. Die ,Nat. - Ztg/ erklärt zwar, daß sie die Schwierigkeiten, welche sich ihren Zukunft-- träumen entgegenstellten, nicht verkenne, aber sie meint doch, e» wäre wenigstens möglich, dahin zu kommen, daß zwischen den verschiedenen liberalen Richtungen ein Zusammenwirken im Parlamente als die Regel erstrebt, hiernach der Ton bei Meinungsverschiedenheiten ein- «erichttt und die grgenseittge Unterstützung bei Wahlen i gegen die andere Pattei al- Pflicht anerkannt würde. I

Ein Lichtblick in der ganzen modernen Gesetzgebung sind unsere HaudelSverträge. Gegenüber dem ständigen Bemängeln hieran von gewiffer Seite wollen wir auch Heuer wieder unserer Ueberzeugung Ausdruck geben, daß eine gedeihliche Entwicklung von Handel und Industrie nur auf der Basis fester Abmach, ungen mit den übrigen Kulturstaaten erfolgen kann. . . . Mögen auch einzelne Klagen laut werden, und mag manche Xatif» Position im Hinblick auf die speziellen Verhältnisse eine Aenderung Wünschenswerth erscheinen lassen, so halten wir doch den allge­meinen Nutzen deS HandelSvertragSsyftcms als außer allem Zweifel stehend . . . Das Netz der deutschen Handelsverträge hat in der verfloffenen Berichtsperiode seinen vorläufigen Ab­schluß erhalten. Wir sind den verbündeten Regierungen dafür dankbar, daß sie trotz erhöhter gegnerischer Agitation diese Handelspolitik festhielten, eine Politik, welche allein der deutschen Industrie und dem deutschen AuS« und Einfuhrhandel die un­bedingt nöthige Beständigkeit der Berhültnisie gewährleistet.

O Der Seehandel tn Bremen zeigt eine starke Abnahme, welche noch bedeutend größer ist als die in Hamburg. Umgekehrt zeigt Antwerpen bis jetzt in diesem Jahre einen ganz bedeutenden Zuwach», während Hamburg die Zunasme, die es in oiifem Jahre in den eisfreien Senaten gehabt har, fast vollständig wieder einbüßt. Der Rückgang in Bremen beträgt

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Neber,den Liberalismus _ in der Gegenwart bringt da» Berliner Centralorgan der National« liberalen einen bemerkenSwerthen Artikel, der an die Tbatsache anknüpft, daß die Nationalliberalen An­fangs Oktober in Berlin eine Delegitten-Bersammlung abhalten wollen, um die Stellung der Partei zu der gegenwärtige« politischen Lage einer Prüfung zu unter­ziehen. Sie haben dazu, so bemerkt ihr Berliner Organ, die ,Nat.-Ztg/, offenherzig, vermöge der Meinung-- Verschiedenheiten, welche während der letzten parla­mentarischen Verhandlungen und zwar im Lande noch mehr als in den Fraktionen hervorgetreten, ganz be­sonder» Anlaß. Die,Rat.-Ztg/ meint aber, daß auch innerhalb der andere« Gruppe« de» Liberalismus nicht die Meinung bestehe, daß ihrerseits für die Geltend­machung desselben in dem politischen Kampf der Gegen­wart aller zum Besten bestellt fei! Seit einem Menschenalter sei der Liberalismus niemals auf ein fo geringe» Maß politischen Einflüsse» zmückgedrängt gewesen wie jetzt und die- „angesichts einer konservativ- klerikalen Reaktion auf dem wirthschastlichen Gebiete und aus dem des geistigen Leben» wie sie seit dem Rückschlag nach dem Jahre 1848 niemal» so groß war." Da» nattonalliberale Blatt schildett hierauf in ben schwärzesten Farben diese Gefahr einer „fonfer- vativ-klerikalen Reaktion", indem e» an die verschiedenen Abänderungen der Gewerbeordnung, an die Handwerkervorlage, an die agrarischen Forde­rungen, sowie an da» gemeinsame Streben des Crn- trumr und der Konservativen nach einer „Klerikalifirung" de» Schulwesen» erinnert.

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M Hier;« eine Heilage.H

Wir können mit aller Ruhe abwatte«, was die freisinnigen Blätter auf diese Lieberwerbungen ant­worten werden. Die Frage industrieller Schutzzölle, welche beide etwa trennen könnte, steht bis zum Ab­lauf der Handelsverträge nicht auf der politischen Tagesordnung und, was den mllitättschen Bewilligungs- Eifer der Nationalliberalen angeht, so find auch die Rickert'scheu „WadenstrÜmpfler" schon Militär- und

i marinefromm geworden. Bo« Herrn Eugen Richter ______ _________________uu, Ul vte|

5 hingegen darf man wohl eine kühlere Zurückhaltung i Tage-märschen am 4,5. und 7. September (der 6. Sept. I erwarten. Vielleicht wird er der,Nat.-Ztg.' antworten, 1 ist ein Sonntag) erreicht wird. Am 8. und 9. Sept. i sie möge m chrer Pattei dahin wirken, daß von dieser : finden Krieg-märsche statt, denen am 10.. 11. und 12 j keine neuen großen Militär», Marine- und Stmervor- l 1—-a— " r ---

> lagen angenommen und die „agrarisch" angehauchten i j Elemente auSgestoßen werden. Darauf wird es in der ’ ’ That auch wesentlich ankommen, wenn die Bestrebungen ' | der,Nat.-Ztg.' Erfolg haben sollen. Der erste Erfolg \ < derselben wäre jedenfalls die vollständige Sprengung?

j der nationalliberalen Pattei. Eine nationalliberale l Pattei nach dem Herzen der ,Nat. - Ztg/ wird nicht <

; einmal mehr die Hälfte der Mandate im Reichstage ? zählen, welche sie dort jetzt noch besitzt, denn über die Hälfte aller nationalliberalen Parlamentatter zeigte sich .........o____.... .......

m der letzten Session mehr ober minder stark „ogra- die beiden Tage 8. und 9. September umfassen wird' risch" angehaucht. Die nattonalliberale« Führer werden m!- --------- """ -.....- - ■ -

also kaum bereit sein, das von der ,Nat.-Ztg/ ihnen zugemukhtte Harakiri (Selbstmord) an sich vorzunehmen.