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Samstag, den 9. Mai 1896.
und seinen Getreuen: Hier wurden
ihm. Was würden unsere größten und berühmtesten Männer
Wiffen sie nicht, daß Die Verfechter des Verbote» des börsenmäßigen Zeitgeschäfte» in Getreide unzählige Mal darauf hingewiesen haben, daß durch die Aufschließung zahlreicher Kornkammern der Welt, wie Bereinigte Staaten von Nordamerika, Rußland, Au- stralien, Indien, Argentinien, Kleinafien und in aller- neuester Zeit auch Sibirien, durch Schieneastränge die Ernährung der Bevölkerung getreideeinführender Staaten auf alle Fälle sichergestellt ist, und daß ohne diese
KampfeSweise, welche sie seit langem sich angewöhnt haben.
sür sich und eine Reihe Vertreter von großen deutschen Handelsplätzen, um nochmal» die Gründe darzulegen die da» Verbot des GetreidetermtuhaudelS als
Sie, ich bitte Sie mit mir ein aus vollem Herzen in den Ruf: Die Centrumspresse des Deutschen Reiches lebe, wachse und ge- deche. Sie lebe hoch!«
wirtschaft erscheinen lassen. Die Audienz fand am Samstag statt und führte zu einer eingehenden Au»- spräche. Der Staatssekretär bat die Herren, die ihm
Dem Abgeordnetenhause ist folgender Gesetz- entwurf zugegangen: „Die im § 3 des Gesetzes, betreffend die Umzugskosteu der Staatsbeamte«, vom 24 Februar 1877 enthaltenen Bestimmungen über die Gewährung von Umzugskosten an die im höheren Staat»- dienste außeretatsmäßig beschäftigten Assessoren und Rath? finden auf bie im höheren Staatsdienste außer- etatsmäßrg beschäftigten Regierungs-Baumeister, soweit ihnen die Aussicht auf dauernde Verwendung cuidrücklich eröffnet ist, in gleicher Weise Anwendung.« * Koblenz, 8. Mai. Der zum altkatholischen „Bischof« erwählte Professor Dr. Theodor Weber wurde am Dienstag vom Ober-Präsidenten der Rhein- Provinz, in Folge königlichen Auftrags, hier vereidigt und erhielt die vom König am 16. April unterzeichnete AnerkennungSuikundr als „katholischer Bischo;« auö- gehändigt. Der abgelegte Eid entspricht unter Weg- laffung der auf den Päpst bezüglichen Stelle dem durch die königliche Verordnung vom 13. Februar 1887 (Ges.-Sammlung S. 11) festgesetzten. — Den katholischen Bischöfen hat man früher, als noch der famose KulturkampfS-BischofSeio, wie da» Gesetz e» befahl, verlangt wurde, niemals ein solches Entgegen- kommen gezeigt, daß man diejenigen Stellen der E der.
richtiger gesagt, sich verunstaltet hat, besteht? Wissen sie auch nicht, daß eS vor 44 Jahren erst sehr wenig
Die Kouponschneider-Jnnung regt sich, deren Organe berichten: „Auf Anregung von auswärts und Berlin ersuchte Karl Schrader als Vertreter de» geschäft-führenden Ausschusses des . 1 •7kA"Mf"u t~ "****«x< ~",v*7n gt-vy UHU I „Schutzverbander gegen agrarische Uebergriffe« den
klein, ledes Blatt an seinem Platze. (Lebhaftes Bravo!) Stimmen I Staatssekretär Dr. von Bötticher um eine Audienz
oenen wu uei Piepe heute vankbar gl
verdient einen weit höheren Titel unserer Anerkennung Der Fraktion zur Seite ist sie entstanden und groß geworden in den- selben fünfundzwanzig Jahren, wie wir. Die Presse hat unsere Kämpfe stets mitgemacht. Bei allen Leiden und Verfolgungen war sie dabei und hat ein — wir müssen gestehen, sich ein voll- gemesiene» Maß des Verdienstes erworben. Während wir uns persönlich der parlamentarischen Unverletzlichkeit erfreuten hat die Presse in endlosen Hast- und Gefängnißstrafen, von Geldstrafen gar nicht zu reden, vielfach für uns büßen müssen, weil man uns beim Ohr nicht nehmen konnte. (Sehr wahr! Heiter- kett.) Fragen wir uns einmal an diesem Tage, ob wir überhaupt , . . - ---,—
ein 25;ähriges Jubelfest und insbesondere in dieser glanzvollen Eisenbahnen und noch Weniger Dampfschiffe aab? Sfd.1 »X I 8,ff'n r,! E da» bie Bertdta d,r Setto«. d«
Wir sind hier im Namen und Auftrage unserer Wähler. Das ist ohne allen Zweifel wahr. Aber ebenso wahr ist, daß wahr- scheinlich sehr wenige von uns ttotz allen guten Willens unserer Wähler hier wären, wenn unsere Prefle unsere Wahlen nicht gemacht hätte. Wie draußen bei den Wahlen, so unterstützt und fördert unsere Preffe auch unsere politische Thäligkeit in jedem Stadmm der Entfaltung. Es ist deshalb nicht mehr als recht und billig, als daß wir an diesem herrlichen Gedenktage 25jähr gemeinsamer Arbeit gemeinsamer Freuden und Leiden auch der- . " hu^ucucui in. unu oan onne nteie
Ausgaben der CentrumsparteiMm?Seitk°ND"und | SicherstÄ^g schwerlich^ ReichStagEge"ord°net! ganz erfaßt und erfüllt und sich ,7einem Baum °üsgew°»sen ' haben, um welchen, wenn cs uns auch um die Fraktion beneidet das gesammte Ausland uns ebenso sehr zu beneiden hat. Und darum glaube ich für meinen Theil, es ist ein guter Vorschlag den ich Ihnen zu machen mir zum Schluß erübrige. Schließen wir m die Erinnerungen, die uns heute bewegen, schließen wir in die Entschließungen, die uns heute erfüllen, schließen wir in die Hoffnungen, die uns heute mit neuem Muth und Berttauen beseelen, alle diejenigen ein, die von uns gegangen aus unseren engeren parlamentarischen Kreisen, alle diejenigen, die heute noch mit uns in den Parlamenten arbeiten und so auch alle treuen und sich hingebenden Männer unserer Centrumsprefle, groß und
___ 23. Jahrgang
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___________mit Nntrrhaltrrngs Beilage „Sterne mtifr Klrmrerr".
Erstes Blatt.
Deutsches Reich.
Berlin, 8. Mai.
* Der Kaiser besichtigte heute Vormittag auf dem Tempelhofer Felde das Kaiser Franz-Grenadier-Rqmt. Nr. 2, das Garde-Schützen- und das Garde-Pionier- Bataillou. Um 6 Uhr Nachmittags empfing der Kaiser den ehemaligen Landes wektor der Provinz Branden- bürg Dr. v. Levetzow und um 6*/< Uhr den neugewählten LandkSdrrkktor der Provinz, Frhrn. v. Manteuffel, m Audienz. Abends wohnte der Kaiser einer Festvorstellung im Opnnhause bei. DaS Kaiserpaar w?rd heute im Schlosse übernachten und morgen früh, kurz nach 8 Uhr, vom Anhalter Bohn-wse au» die Re,se nach Dresden und Frankfurt a. M. antreten.
Bei dem Festmahle, welches die CkUtrumS- sruknvu des Reichstages und Landtages an ihren JubsläumStage abgehalten haben, ist seitens drs Bor- sitzenden beider Fraktionen, de» Grafen Hompesch und des Freiherrn v. Heereman ein Huldigungstelegramm an den heiligen Barer obgesendet worden, das neben dem Ausdrucke der Ergebenheit und der Verehrung die Bitte um Ertheilung des apostolischen Segen» enthielt. Darauf ist ein Telegramm de» Kardinal-Staatssekretär Rawpolla eingegangen, welcher in deutscher Uebersetzung folgendermaßen lautet:
___________Raum"" 50 WeaBi9
. , »Der heilige Vater wünscht zur 25. glücklichen Wiederkehr 063 Tages seiner Gründung dem Centrum von Herzen Glück w,m et gern die ernannte Huldigung der Centrumsmitglieder des Reichstages und Landtages entgegennimmt, ertheilt er liebe- voll den erbetenen Segen.«
* Unserem Berichte über die Jubelfeier der Centrumsfraktionen des Reichstages und Landtage» tragen wir noch den Schluß'der Rede der «bg. Dr. Lieber bei dem Festmahle nach. Nach- dem Herr Dr. Lieber einen Rückblick auf die Geschicke der Fraktton und die Verdienste aller der Männer de» CentrumS, die heute nicht mehr unter uns weiten, ge- worfen und der Verdienste der polnischen und wölfischen Fraktion gedacht hatte, schloß er mit folgender Würdigung der Centrumspresse:
„Nun aber ist heute Abend in so rühmenden Worten der Fraktion, m so ernsten und warmen Worten unserer Wähler aber noch mit keiner Silbe unserer herrlichen und unvergleich- lichen Presie gedacht. (Bravo!) AIS das tapfere und edle Volk der Ostgot^n seinen Todeskampf gegen die byzantinische Staats- i c;» —r— vcu «vyruiuncicn eoinetlt UND Muerf
tunst und Kriegslist focht, schreibt der einzige Geschichtsschreiber I fachung, die bis dahin über diese Frage angesteüt ist folflenber Antrag int •
ihrer Thaten ausdrücklich von dem letzten Ostgothenköni The a war«, auSsprach: „Für baS natürlichste und wirksamste r brachtworden die r V
und seinen Getreuen: Hier wurden Thaten verrichtet, würdig Heilmittel aeaen Tbeuerunaen Miiü »h. iZZ ; ? ? wroen. Die <Staa:sregrerung zu ersuchen: eines Homer, der sie der Nachwelt verkünde. Weil der König »nh . E lebhafter, 1. den m bet Sitzung der LandeSnsenbahnrathS vom
keinen Homer gefunden hat, wissen wir heute nichts mehr von r r tntklligenter Kornhandel gelten. Der 22. Mai 1891 einstimmig zur Annahme aelanaten ihm. Was würden unsere größten und berühmtesten Männer P°bel freilich, auch der vornehme Pöbel, urtheilt in . Anttag auf „Ausdehnung des allaemetuttl *la- j«n »enn fte in der Presse eme angemessene Verbreitung der Regel umgekehrt; ihm find die Kornwucherer ost nabmetariis für Dünacmitt-s
ihres wohlverdienten Ruhmes gesunden hätten lSebr ridbtinn ! die einrine ith»nfnfla di- '7c Düngemittel, erben, Rüben, Kar-
Aber es ist nicht der Ruhm, auch der höchstverdlentc wellen Ii-a 008 "7 Mitwirkende, verschlimmernde löffeln vom 1. Januar 1890 (Rohstofftarif) auf Stein-
dessen Verbreitung wir der Presse heute dankbar gedenken. Sie "Ö,Ot 44 kohlen, Braunkohlen, Koker, Brennholz, Torf Erze
............. ' ~ a Bolkrztg/ aus, aller Art, sowie auf Holzkohlen und Törfkohle« und
'* 6Qt öom i auf Gewährung von darüber hinau-gkhmden Fracht-
e * "Zeitgeschäft spricht, die Zeitungen, welche so i ermößigungen für E.smerze« baldiast rur Auakiidr««»
oj i ä6*** ta *etmäeiiti «f-
für jene» Verbot gestimmt hätten. Gewiß wiffen jene ' Blätter daS, aber sie unterdrücken eS, um ihre agita- \ torischen Zwecke verfolgen zu können — ganz die!
* Der Gesetzentwurf bezüglich der vierten M .7-.........
Bataillone ist im Reichstage bereits am Freitag schädigend für den Handel, die Müllerei und Land- eingegangen. Er enthält, wie bereits bekannt c t
die Zusammenfassung der 173 Halbbataillone zu 8o' Bollbataillone, bie zu 42 neuen Regimentern und 19 - --.. .------------v......,
Brigaden formirt werden. Die Kosten betragen für uiündlich vorgetragenen Gründe noch schriftlich ein- daS laufende EtatSjahr 7»/, Millionen Mk., inSgesammt . rurelchen, was auch geschah.« Hoffentlich nützt eS für Kasernirung 10,6 Mill. Mark. I urcht», wenngleich nicht verkannt werden darf, daß das
* Am Freitag Vormittag fand im weißen Saale i ^ i'a^Kapital eine große Macht darstellt.
der kgl. Schlosser die 25jähriae Gedenkfeier der deut- : « Die ,Nordd. Allg. Ztg. schreibt über die schev freiwilligen Kraukenpstege von 1870/71" l ^uggeupreise an der Berliner Börse, bei den 'Kün- statt. Die Kaiserin, ^e @Äoain üon SX ! jungen von 10,800 Tonnen am 1. Mai und 7700 die Erbprinzessin von Meiringen/ die Prinzessin s am-r12 ^^lche sich aus den Börs-n-
Friedrich Leopold, die Pr nzessin von Lippe-Schaum- l eJ.9ab5n' die r-kehandlung völlig unbelheiligt
bürg und Prinz Hermann von Sachsen Weimar - t ‘ Kündigung vom 4. Mai zurück-
wohnteu der Feier bei. Auch Graf Hompesch der ' ^nmfene Theil der 3000 Tonnen — nach ihren Jn- Vorsitzende der Centrumsfraktion deS^ Reichstages ! 16 hnn ‘ em , elILer Th"l gewesen —
gehörte zu den Theilnehmeru. ' i H Mo t Don ersten Firmen ohne jeden PreiS-
* In Sachen b;8 LehrerbesoldungSgesetzeS ist n*8 in ^29^6e fZ°u an
nach der .Post' von den Abaa. v Trfcknvn- „nh 1 c .,c ,en' 4 ^Qt feien nach dem Börsm- Frhrn v. Zedlitz mit Unterstützung derÄrwiegenden j wa?eine' 2'°"nen Roggen gekündigt,
Mehrheit der Mitglieder der fteikonservativenFraktion - druck“nn Der KmS-
folgende Interpellation eingebracht worden- Was ’ n« । ^°^',<^rde im Börsenbericht auf
gedentt die Königliche Staatsregierung zu thun um I ^mden, namentlich russischen Roggens zurück- nach der Ablehnung des LehrerbesoldungS-Ge- - ffbe!°k?”?- 9We SKenfle etzeS durch da» Herrenhaus den beabsichtigten Aus- ' mL f«n sollte, werde
>au deS AlterSzulagesystem» zu Gunsten der Lebrer * ^en'5 ernsthaft behaupten wollen. Der ganze
obald als möglich herbeizuführen und die Miß- Eier»^auf die Zustände an stände zu beseitigen, die sich au, dem Mangel einer ’ '* r».¥robt• fc', „c .
gesetzlichen Neuregelung der Lehrergehälter ergeben?« ' h nationallibtralen Abgeordneten Knebel und
'Da- Berbot L hFririXu.. r — ". Syner n haben folgende Juterpellattva im Abgeord-
w Getreide- nelenhause mit Unterstützung ihrer Frattion eingebrackt-
Zeitgeschäftes hat unsere Manchesterleute so in Auf- . „Die Unterzeichueten ritfiten an die regung versetzt, daß ihnen die Fähigkeit kühler Ueber- I ^rung ftSw
SL “S* 8«w««lol , (läruna der Ministers für Landwirthschllfl >c. im Strtw.
- K ®Ot Fl Aahren veröffentlichte Wilhelm ' habm, besonderr^be^ücksicht'i^t"wer^de"ftllen^Und
l., Roscher eine Schrift „Ueber Kornhandel und Theue- ' welche Stellung nimmt dos Kö^ial Ä/aatS ' "I •
, rung.politik«, worin er al- da, Ergebmß seiner Unter- I diM Erttäm7g gegenüber e.??«° @,00t8m*“”
■ i L^dttlhsten^undumfasiendsten Unter- j * Von den Abgeordneten Goth ein und Bueck