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mit Untrrhaltrrngs-KeUage „Sterne und Klnmrn".

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Erscheint täglich, Sonn- und Feiertage ausgenommen. — Vierteljährlicher Abonnementsvrei« ohne Brinqerlohn und Bestellgeld in Fiklda-aind auswärts 1 Mark 50 Pfennig. Inserate kosten die einspaltige Garmond-,eile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen die Petitzeile 25 Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.

Versammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland zu Geisa am 13. Oktober 1895.

Zugleich mit der Jubiläums - Feier des katholi­schen Männervereins, über die wir schon kurz berichtet haben, fand am Montag in Geisa eine Ver­sammlung des Volksvereins für das kathol. Deutschland statt. Circa 1500 Männer aus Stad und Umgegend drängten sich in der Fabrikhalle des Herrn Kuno Kammandel Kopf an Kopf. Punkt 4 Uhr erschien Herr Dr. Lieber, stürmisch begrüßt. Der Präsident des kathol. Männervereins, Herr Lehrer Pfeifer, eröffnete alsbald die Versammlung mit dem katholischen Gruße und führte Folgendes aus:

Katholische Männer! Die heutige Welt liegt krank darnieder. Sie leidet an Gottlosigkeit, sie hat sich von Jesus Christus los- gesagt, sie hat den Glauben verloren. Darum gibt es auch so viele Freimaurer, so viele Liberale, so viele Sozialdemokraten. Und die Welt wird nicht eher gesunden, bis sie zurückkehrt zu den Geboten Gottes, zurück zum Glauben, zurück zur Kirche Christi. Meine Herren! Der katholische Männerverein von Geisa wollte bei Gelegenheit der Feier seines 25jährigen Jubiläums den katholischen Männern und Jünglingen der Stadt und Um­gegend einen Liebesdienst erweisen. Das glauben wir nicht besser thun zu können, als durch Berufung einer kathol. Volksversamm­lung, in der wir von sachkundigster Seite für unsere katholische Sache begeistert, zur hl. Eintracht ermahnt und insbesondere über den Volksverein für das kathol. Deutschland belchrt werden sollen. Indem ich diese Versammlung hiermit eröffne, habe ich die Ehre und die Freude, Ihnen als Redner für diese Versammlung vor­zustellen den um die katholische Sache hochverdienten Reichs- und Landtags-Abgeordneten Herrn Dr. Lieber. (Stürmisches Bravo!) M. H.! Zuvorderst aber folgen wir dem Drange unseres Her­zens und legen als gute Katholiken und wahre Patrioten unsere ehrfurchtsvollsten Glückwünsche nieder zu den Füßen unseres hl. Vaters in Rom und am Throne unseres milden und gerechten Landesvaters in Weimar. (Bravo!) Ich lade Sie ein, mit mir zu rufen: Se. Heiligkeit Papst Leo XIII. und Se. König! Hoheit der Großherzog Karl Alexander leben hoch! (Die Versammlung stimmt begeistert ein.)

Nun betrat Herr Dr. Lieber, lebhaft begrüßt, die Rednerbühne.

Liebe, hochverehrte, katholische Männer aus Geisa und der kathol. Ecke des Großherzogthums Sachsen-Weimar. (Beifall.)

Es ist mir eine ganz besondere Freude gewesen, der so ehren­vollen wie freundlichen Einladung des kathol. Männervereins von Geisa zu dem 25jährigen Jubelfeste dieses Vereins Folge zu leisten, zugleich auch die Gelegenheit zu erhalten, vor Ihnen über den Bolksverein für das kathol. Deutschland zu sprechen. Der verehrte Herr Lehrer Pfeifer hat schon den richtigen.Grund- tou angeschlagen, indem er auf der einen Seite auf.die'schwere Krankheit unserer Zeit hinwies und auf der anderen Seite es als ganz selbstverständlich bezeichnete, daß kathol. Männer tapfer und treu zur Autorität halten auf geistlichem und welt­lichem Gebiete. In Wahrheit will auch der Volksverein für das kathol. Deutschland nichts anderes, als in fester Anlehnung an die gottgewollte Autorität, die Krankheit der Zeit mit über­winden helfen, von welcher wir uns jetzt ein wenig zu unter­halten haben.

Wenn man fragt, was ist denn der Volksverein für das kathol. Deutschland, was w.ll er? so wird durch die Beant­wortung dieser Frage zu gleicher Zeit eine der häufigsten Fragen beantwortet, die ihm entgegen treten, oft eher als die Frage nach seinem Wesen und seinen Absichten, die Frage nämlich: War es uiöihig, einen solchen Verein ins Leben zü rufen? ist es erforderlich, daß wirklich alle Katholiken des gejammten deutschen Vaterlandes diesem Vereine nach aller Thutklichkeit sich an»

Zwischen Pflicht und Neigung.

Preisgekrönte Novelle von A. Zingeler.

(39. Fortsetzung.)

»Je größer, desto besser, je schwieriger für mich, um so lieber wird er mir sein, wenn es überhaupt in meiner Macht steht, Ihren Wunsch zu befriedigen," rief Wagner mit aufrichtiger Wärme.

„Wer weiß, ob Sie noch so sprechen, wenn ich Ihnen mitgetheilt habe, worum es sich handelt," ent­gegnete Seewald ernst.

„Herr Doktor! Das glauben Sie selbst nicht! Es ist ja mein täglicher Wunsch, endlich einmal Ge­legenheit zu haben, Ihnen zu beweisen, wie dankbar ich Ihnen bin."

„So hören Sie," erwiderte Seewald und forderte Wagner auf, Platz zu nehmen. „Sie haben in früheren Jahren einen Finanzrath Lehrbach gekannt?"

„Ja, jawohl!" antwortete Wagner mit plötzlicher Unruhe.

„Der Sohn dikses Finanzrathes Lehrbach bin ich!"

Der Kanzleirath schnellte empor. Sein Gesicht war aschgrau geworden. Er zitterte am ganzen Körper.

„Sie, Herr Doktor, Sie der Sohn — wie ist das möglich, — was wollen Sie?" stammelte er fassungslos.

schließen? Haben wir denn nicht, wie allerwärts, so auch hier in Geisa kathol. Vereine jeder Art und jeden Namens? Wozu ein neuer Verein des kathol. Volkes? Ich sage, diese Frage beantwortet sich selbst, sobald man sich klar wird, was der Volks- Verein für das kathol. Deutschland ist und was er will. Ich beantworte zunächst die zweite Frage. Der Volksverein sür das kathol. Deutschland will, so sagt der erste Paragraph seiner Satzungen, die Irrlehren und Ümsturzbestrebungen auf Wirth- schaftlichem und gesellschaftlichen Gebiete bekämpfen und die christlichen Grundlagen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung erhalten, wiederherstellen und vollständig befestigen. Was sind denn das sür Irrlehren und Umsturzbestrebungen auf wirth- schaftlichem und gesellschaftlichem Gebiete? Das sind nun, nach dem Augenscheine zu urtheilen, vor allen Dingen die Irrlehren und Umsturzbestrebungen, welche heute von der Sozialdemokratie verbreitet und ins Werk zu setzen versucht werden. Wir werden aber sogleich, wenn wir uns mit der Sozialdemokratie eine Zeitlang beschäftigt haben, gar leicht erkennen, daß wir noch etwas mehr in die Tiefe der Erscheinung gehen müssen, und dann werden wir noch einen anderen Widersacher entdecken, in dem wir einen alten Bekannten erkennen werden. Zunächst halten wir uns an diejenigen, die mit der rücksichtslosesten Folgerichtigkeit und in breiten Massen geschaart gegen uns anrücken. Was wollen die Sozialdemokraten? Ich rede im Augenblicke nicht davon, daß es bei ihrem Parteitage in Breslau den Anschein gewonnen hat, als wollten sie sich unter einander anffressen (Bravo), so daß man als Motto über die stenographischen Berichte dieses Partei­tages setzen könnte:

„Zwei Löwen gingen einst selband in einem Wald spazoren, Da haben sie sich wuthentbrannt einander aufgezohren."

Es geht diesen Herren wie so manchen Widersachern unter­einander. So wenig einig sie auch unter sich sind, so halten sie doch zusammen, wenn es gegen die kathol. Kirche geht; da sind sie einig wie die Wölfe hinter einem Kosakenwagen,her Wir lassen uns durch diese Erscheinung nicht täuschen. Wir sehen sie in Wahrheit im Sturmschritt gegen uns anziehen und hören aus ihrem eigenen Munde, was sie wollen. Sie sollen uns nicht nachreden können, daß wir ihnen Unrecht nachsagten Da hat uns int Reichstage schon im Jahre 1872, wieder 1881 und abermals 1893 Herr Bebel mit aller Offenherzigkeit gesagt: „Wir erstreben auf politischem Gebiete die Republik, auf wirth- schaftlichem Gebiete den Sozialismus und auf dem Gebiete, das man heute das Religiöse nennt, den Atheismus." Ich sage gleich, was das heißt. „Auf politischem Gebiet b:e Republik." Das ist ein Fremdwort, aber jeder von Ihnen weiß, was das heißt. Ich halte mich auch nicht lange dabei auf. Eine Ver­sammlung, die eben noch ein begeistertes Hoch auf den Landes- Herrn ausgebracht hat, will keine Republik (Bravo), die will in ihrer von den Vätern überkommenen verfassungsmäßigen Monarchie weiter leben. ^Jawohl.) Und wenn die Herren Sozial­demokraten weiter nichts auf dem Herzen hätten, als auf politi­schem Gebiet die Republik, dann würden wir in der That nicht sür nöthig gehalten haben, das kath. Volk Deutschlands zu den Waffen zu rufen. Wir haben ja auf politischem Gebiete schon längst eine bewährte Organisation. Wenn sie auch keine kon­fessionelle Partei ist, wenn sie ablehnt, eine katholische Fraktion zu sein, so ist aber, mit wenigen Ausnahmen, dank der Verblendung evangelischer Politiker bis auf den heutigen Tag in Volk und Parlamenten thatsächlich eine vom Katholizismus getragene, aber grundsätzlich rein politische Partei: unser 25 Jahre altes Centrum. (Bravo!) Ich will das ganz ausdrücklich festgestellt haben, auch hier in Geisa. Das Centrum ist eine politische Partei, muß eine politische Partei bleiben, darf niemals blos katholischer Taubenschlag werden, in dem man nur katholisch zu sein braucht, im Uebrigen aber treiben darf was man will, aus dem sehr einfachen Grunde nicht, weil es dann augenblicklich polittfch machtlos sein würde. (Bravo! sehr richtig.) Nur wenn wir das ganze Gewicht dieser Partei bei wichtigen politischen Entscheidungen in die Waag­schale legen können, nur dann sind wir und bleiben wir ein politischer Machtfaktor. (Bravo!) Und diese unsere bewährte politische Organisation, die einen Fürsten Bismarck mit seiner ganzen Macht mürbe gekriegt hat, die wird wohl auch die ver-

„Seien Sie unbesorgt, Herr Kanzleirath," be­ruhigte Seewald nicht ohne Bitterkeit im Tone. „Es steht ja bei Ihnen, meinen Wunsch zu erfüllen oder nicht."

„O, Herr Doktor, denken Sie doch nicht so schlecht von mir! Was Sie auch verlangen mögen, ich werde es thun. Denn Sie haben mir mehr gethan, als eine gute Existenz, eine ehrenvolle Stellung verschafft, Sie haben mir meine innere Zufriedenheit zurückgegeben. Sprechen Sie, was verlangen Sie von mir."

Mit einigen Worten klärte Seewald den er­staunten Kanzleirath über die Sachlage auf. Dann fuhr er fort: „Ich bin nunmehr in meinen Nach­forschungen so weit gekommen, daß ich weiß, wer meines Vaters Unglück verschuldete. In erster Linie ist es ohne Zweifel der jetzige Ober-Finanzrath Perlag gewesen; Sie scheinen nicht unbetheiligt zu sein. Wollen Sie mir nun der Wahrheit gemäß mittheilen, wie alles gekommen? Ich weiß, daß ich viel von Ihnen verlange, aber Sie werden mir zugestehen, daß ich ein Recht darauf habe."

„Urb ich erkenne dieses Recht vollauf an; ich bin roh, daß es so gekommen ist. Nun werde ich den 'Up, der mich immer noch drückt, endlich los werden. Mag daraus entstehen, was will, Sie sollen Alles wissen."

einigten Herren Bebel, Liebknecht und Singer kleinkriegen. (Leb­haftes Bravo.) Also mit der Republik halten wir uns nicht lange auf.

„Auf wirthschaftlichem Gebiete den Sozialismus." Das ist ein außerordentlich gelehrtes Wort, wie denn überhaupt die Herren Sozialdemokraten von „Wissenschaft" — aber in Gänse­füßchen —' förmlich triefen. Sie allein stehen auf der Höbe der Wisienschast, und nicht nur Sie, verehrte Männer von Geisa, sondern auch wir ©tubirte, sogar Ihr Lanbtagsabgeorbneter Herr Hagemann, unb Herr Dr. Leimbach, auch meine Wenigkeit, wir siub alle Schafsköpfe (Heiterkeit), verglichen mit ber Gesammt- bildung eines Herrn Bebel, eines Herrn Liebknecht unb ber übrigen Genossen. Das gehört zu bem sozialistischen Alphabet. Wer darauf nicht eingeschworen ist, der ist noch nicht in das Heiligthum der Sozialdemokratie eingetreten. Unb so wird also auf wissenschaft­lichem Gebiete der Sozialismus erstrebt. Wir wollen dieses gelehrte Fremdwort mit unfern guten deutschen Augen ansehen und mit unserer guten deutschen Zunge unferm Verständniß näher zu rücken suchen. Sozialismus heißt auf gut Deutsch jene wirthschaftliche Ordnung, in welcher die Erzeugung, Ber- tbeilung, Verbrauchung aller Werthgüter, deren der einzelne Mensch unb bie Menschheit in ihrer Gesammtheit bebarf, nicht mehr im Wettbewerb der einzelnen Kräfte, sondern kraft der Anordnung, im Auftrage, nach dem Willen der Gefellschaft be­wirkt wird. An Stelle der Einzelwirthschaft tritt die Gesell- schastswirthschaft, an Stelle des Privateigenthums Gesellschasts- eigenthum. Alles Privateigeuthum im Uebergangsstadium, mit welchen die Werthgüter erzeugt werden: die Produktiv- mittel, wozu nicht nur Maschinen, Werkzeuge aller Art bis berab zu Pflug unb Egge bes Lanbmanus, sonbern selbstver- stänblich auch Gebäube unb Grund und Boden, mit denen man unmittelbar die Nährmittel erzeugt, gehören, das alles geht in das Gesellschaftseigenthum über nach den Plänen der Herren. In der V o l l e n b u n g, so sagen bie gelehrten Sozialisten, gehen aber auch bie Berbrauchsgüter in bas Eigenthum ber Ge­sellschaft über, bas heißt: biejenigen Güter, bie nur erzeugt werben, um verbraucht zu werden von den Menschen für Nah­rung, Kleidung, Wohnung u. s. w. Im Uebergangsstadium will man es den Einzelnen noch gönnen, aber in ber Vollendung gehören diese Dinge der Gesellschaft, und wird der Rock, den wir auf dem Leibe tragen, Gesellschaftseigenthum fein. (Rus: „Gott soll's. hüten.") Dann fügen die eigenen Anhänger: „Gott soll's hüten." Ja, aber noch vielmehr. In der Vollendung unserer Zukunftsgesellschaft, so sagt bie sozialistische Wissenschaft, ba gehören nicht nur alle Sachgüter berGesellschaft, sonbern auch alle Personen. Du hast keinEigenthum an beiner lieber» jeugung, an beinern Willen. Du mußt beulen wie bie Gesell­schaft, bu mußt wollen wie bie Gesellschaft, thun, was bie Ge­sellschaft will, wo sie will, wie lange unb in welcher Art unb Weise sie will (Zuruf: Wahrlich viel verlangt! Heiterkeit.) Das muß man sich nur völlig klar machen, um zu begreifen, was ber Sozialismus alles hinter sich hat, bieses schön klingenbe Fremb- toort. Nun ist ja freilich wahr, bie gegenwärtige, in zügellosem Wettbewerb sich gegenseitig zu vernichten brohenbe wirthschaft­liche Ordnung hat eine zahlreiche Menge ber empfindlichsten Mißstände, unter denen alle Erwerbsklassen eines Volkes schwer zu leiden haben, zur Folge gehabt. Aber wir unsererseits fragen uns: Wird bie angeftrebte sozialistische Wirthschaftsordnung nicht noch größere, unerträglichere Mißstänbe unb Leiben für ben Einzelnen zum Gefolge haben?

Die Antwort muß gegeben werben, wenn man sich ent» scheiben will, wo man feine Stellung nimmt, ob bei benen, welche bie gegenwärtige Gesellschafts- unb Wirthschafts-Orbnung vertheibigen, aber zu gleicher Zeit auch verbessern wollen, ober bei benen, welche sie Umstürzen wollen unter bem Sorgeben, eine bessere an bie Stelle setzen zu wollen.

Wenn man sich klar werden will, über das, was uns die Sozialdemokratie bietet mit ihrem Sozialismus, so braucht man nur einen Augenblick die wirthschaftlichen Vorgänge zu be­trachten, wie sie sich naturgemäß vollziehen müssen. Wie werden denn alle die Sachgüter in der sozialistischen Vollendung erzeugt werden? Der Einzelne hat gar keinen Willen, sich einen Berus zu wählen, er wirb erzogen von der Gesellschaft für einen be«

Der Kanzleirath schwieg einige Minuten, als müsse er seine Gedanken sammeln. Dann begann er: „Dreißig Jahre sind seit jenen Tagen verflossen, aber die Er­eignisse, wie sie sich damals in rascher Folge saft be­täubend für mich, der ich noch ein junger Mensch war, entwickelten, stehen noch so lebendig vor meinem Geiste, als wären eS nur ebenso viele Tage. Sie wissen, worum es sich handelte. Sehr bedeutende Güter sollten in Böhmen angekauft werden. Ihr Herr Vater war auS sehr wichtigen Gründen dagegen. Ich hatte da­mals den erkrantten Sekretär zu vertreten und wurde dadurch in die ganze Angelegenheit durchaus eingeweiht.

„Es war ein Donnerstag, der Tag, an welchem daS Kollegium seine gewöhnlichen Sitzungen abhiett. In der heuttgen sollte das Schicksal des Kaufes ent­schieden werden. Der Bureaudiener war, wie gewöhn­lich, mit den eingegangenen Briefen von der Post ge­kommen. Mir lag es ob, dieselben nach ihrer Bestim­mung an die einzelnen Herren abzugeben. Es geschah nach gewohnter Weise.

„Einige Stunden später hatte die Sitzung stattge­funden. Finanzrath Lehrbach, Ihr Herr Vater, war mit seiner Ansicht durchgedrungen. Nur eine einzige Stimme mehr und die schönen Besitzungen, welche jetzt in den Händen deS Erzherzogs X. sind, wären auf daS herzogliche Haus übergegangen. Hauptsächlich war es