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dem König!. Landgericht die letzte Verhandlung statt. Das Urtheil wird am 27. Februar, Morgens 9 Uhr, publizirt werden.

* Marburg, 6. Feb. Wie verlautet, ist als Nach­folger des Herrn Professor Dr. Wissowa der ordent­liche Professor der philosophischen Fakultät an der Universität Straßburg, Herr Dr. Bruns, in gleicher Eigenschaft an die hiesige Universität berufen worden.

* Melsungen, 4. Febr. Das Eisbrechen und Ab­fahren von der Fulda für die hiesige Bergbrauerei und größeren Wirtschaften ist in vollem Gange. Vorgestern ereignete sich hierbei ein komischer Fall, der leicht traurige Folgen hätte nach sich ziehen können. Em mit den Arbeitern auf dem Eise stehender Herr suchte diese zum kräftigen Einhauen durch die Worte anzu­spornen: „Nur immer rein in's Vergnügen", als er im selben Augenblick durchbrach und bis zum Kopf im Eise verschwand. Von den ihm zu Hülfe eilenden Arbeitern sanken ihm schließlich sieben nach; alle wurden aber in einer kein großes Vergnügen kundgebenden Verfassung glücklich an's Land geschafft, wo gegen die äußerliche Nässe geschwind ein Homöopatisches Gegenmittel vermittelst- innerlicher Nässe in Anwen­dung gebracht und dann die Kleider gewechselt wurden. So viel wir erfahren, hat das eigentliche „Vergnügen" für keinen der Betheiligten weitere Folgen nach sich gezogen. ®

* Aus der Rhön, 5. Febr. Kürzlich ging der Schäfer Klüber aus Habel nach dem eine Stunde ent­fernten Städtchen Tann. Nachmittags machte er sich auf den Rückweg, ohne zu Hause einzutreffen. Trotz eifrigen Suchens und sonstiger Nachforschnngen wurde er nicht aufgefunden. Wahrscheinlich schlug derselbe auf dem Heimwege den etwas näheren Waldweg em und wurde ein Opfer der Kälte und des Schnees.

* Homberg, 4. Febr. Ein Einwohner des be­nachbarten Ortes Mardorf soll schon längere Zeit hindurch chas gefährliche Handwerk des Wilderers be­trieben haben. ‘ Auch am letzten Sonnabend wollte er sich in Gemeinschaft mit seinen beiden Söhnen in den von Alvensleben'schen Waldungen zu Falkenberg einen Sonntagsbraten holen. Seine Absicht aber war dem zuständigen Förster verrathen, welcher ihn auch bei Ausübung seines Sports antraf. Diesen erblickend und das Gewehr in Anschlag auf denselben bringend, war das Werk eines Augenblicks. Doch auch der Förster war auf diesen Fall vorbereitet und nahm den geeignetsten Moment wahr, durch einen wohlgezielten Schrotschuß seinen Angreifer kampfunfähig zu machen. Die beiden, den Vater unterstützenden Söhne sollen ebenfalls weniger bedeutende Verletzungen davonge­tragen haben.

* Fritzlar, 5. Feb. Gestern wurden hier an der Edder zwei wilde Schwäne geschossen, einer von Herrn Major Unger und einer von Herrn Gutspächter Fischer hier.

* Frankfurt a. M., 6. Febr. Die Stadtverord­neten beschlossen mit 29 gegen 23 Stimmen die Ein­gemeindung Bockenheims.

* Arolsen, 1. Febr. Der nicht bloß hier, sondern im ganzen Lande bekannte Freiherr v. Hadeln, bis­her Hofmarschall des verstorbenen Erbgroßherzogs von Sachsen-Weimar, ist vom Großherzog von Luxemburg zum Nachfolger des kürzlich in Wiesbaden verstorbenen Finanzkammerpräsidenten Freiherrn von Düngern er­nannt. Auch Freiherr v. Hadeln wird seinen Wohn­sitz in Wiesbaden nehmen, um von dort aus die Ge­schäfte der großherzoglichen Finanzkammerverwaltung, des Privatvermögens des Großherzogs, deren Bureaus sich im Schlosse zu Biebrich befinden, zu leiten.

vermischtes.

* Pilgerzüge aus Wien und München ins heilige Land. I. Das Generalkommissariat vom hl. Lande in Wien I., Franzis­kanerplatz 4, versendet ein Programm mit solgender Reiselinie: Wien ab Donnerstag 28. März, Tags daraus Einschiffung in Triest für Alexandrien in Aegypten, Ankunft in Jaffa ünd Jerusalem am Palmsonntag, 7. April. Charwoche in der hl. Stadt. Besuch von Bethlehem, St. Johann und nach Be­lieben Ritt nach Jericho und zum tobten Meer. Rückreise:

-Wp sondern die Art seines Vortrages zeigt eine

^n^obne^ jedes Gesuchte, dabei technisch tadellos und M* dem noch jungen Künstter eÄe erfolgreiche Zuknnst bevor sofern seine große Be- e nnh (ein ernstes Streben einigermaßen vom Glück begünstigt werden. Das Publikum war sehr au- Glucr oeg i Hoppen außergewöhnlichen

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<-x „ s„, (SSHirfe laa in den Händen hiesiger Dllet- tanttn und wurde in dankenswerther Weise ausgeführt. Möaen uns die Künstler bald wieder begegnen. Der ßSg des Museums sei besonderer Dank für den ge­nußreichen Abend gebracht. .

* Im Interesse unserer Leser weisen wir darauf bin, daß gegenwärtig noch die Erhebung der direkten Staatsstenern für das 4. Vierteljahr des Rechnungs- iabres 1894/95 stattfindet und nach den maßgebenden Vorschriften sowie mit Rücksicht auf den Schluß des Rechnungsjahres seitens der betteffenden Kassen sogleich nach beendeter Hebung mit der exekutivischen Einziehung der Rückstände vorgegangen werden muß.

♦ Der preußische Finanzmimster hat neuerdings die Verfügung vom 14. Juni 1886 in Erinnerung ge­bracht, in der der Wunsch ausgesprochen wird, daß m der Verwaltung der indirekten Steuern die Dar­bringung werthvoller Geschenke bei Dienstjubiläen re. unterbleiben möge. Auch wird bestimmt untersagt, daß Diejenigen, welche dem zu beschenkenden Beamten dienstlich unterstellt sind, zur Leistung von Geldbei­trägen für solche Geschenke aufgefordert werden

* Die vierteljährlichen Apotheker-Gehilsen-Prufungen ini Regierungsbezirk Kassel finden im Jahre 1895 am 28. und 29. März, am 27. und 28. Juni, am 26. und 27. September und am 19. und 20. Dezember zu Kassel statt. Gesuche um Zulassung zu den Prüf­ungen sind von den Lehrherren spätestens bis znm 15. des dec Prüfung vorhergehenden Monats an den Herrn Regierungspräsidenten emzureichen.

* Die Ermittelung des Ernteertrages für 1894 findet nach Beschluß des Bundesrathes, wie in den letzten Jahren, in der zweiten Hälfte des Monats F br uar statt. Diese Ermittelung verfolgt den Zweck, durch direkte Umfragen möglichst zuverlässige Angaben über die im Jahre 1894 wirklich geerntete Menge an Bodenprodukten zu gewinnen. Die bei den gleichen Aufnahmen in den jüngst verflossenen Jahren ausge­sprochene Hoffnung, daß sachkundige Männer, nament­lich Mitglieder der landwirthschaftlichen Vereine, sich bereit finden würden, durch ihre Erfahrungen und Ortskenntnisse die angeordneten Ermittelungen nach Kräften zu fördern und auf einen möglichst hohen Grad der Zuverläßlichkeit zu erheben, ist erfreulicher Weise nicht getäuscht worden. Dies berechtigt zu der Erwartung, daß auch bei den Ermittelungen der dies­jährigen Ernte-Ergebnisse sowohl Mitglieder der ge­dachten Vereine, als auch sonstige sachkundige und er­fahrene Männer ihre thatkräftige Mitwirkung in den Schätzungs-Kommissionen nicht versagen werden.

* Für Metzger ist eine Reichsgerichts- Entscheidung wichtig. Dieselbe lautet: „Enthält die Wurst Mehl­zusatz, so ist sie als verfälscht anzusehen."

* Hanau, 7. Febr. Die Wahl unseres Reichstags­abgeordneten Stroh ist von der Wahlprüfnngs- kommission des Reichstages am Freitag vorläufig be­anstandet worden.

* Kassel, 6. Febr. Das aus der Bose-Stiftung festgesetzte jährliche Stipendium im Betrage von 2000 M. zur weiteren Ausbildung talentvoller hiesiger Künstler ist Herrn Maler Merkel, Sohn des hiesigen Professors Merkel, für dieses Jahr zuerkannt worden. Der junge Künstler beabsichtigt in München seine Studien fort­zusetzen.

* Marburg, 7. Febr. Im Prozeß der katholischen Gemeinde gegen den Fiskus wegen Mitbenutzung der Elisabethkirche fand gestern Abend 5 Uhr vor

Abschied von Jerusalem am Freitag in der Osterwoche, über Jaffa (19. April) nach Port Said, Jsmaila, Cairo (2 Tage) nach Alexandria. Dortselbst Einschiffung am 23. April für Brin­disi (am 26.) oder Triest (am 27. April). Gesammlkosten von Triest bis Triest (ohne die Jordantour) II. Klasse ca. 270 fl. (44u M ). Besucher Loreto 's (Jubiläumsablatz) reisen von Brindisi zu Land nach Loreto und erreichen (via Padua und Venedig) Wien ebenfalls nach 33 Reisetagen am 29. April. — II. Das Programm des MünchenerPilgerzuges um­faßt die ganze herkömmliche Orientreise mit Einschluß von Damaskus. München ab Dienstag 23. April nach Verona — Bologna — Loreto — Bani — Brindisi. Von hier zu Schiff am 28. April nach Korfu und Padras, Korinth und Athen. — Einschiffung im Piräus am 3. Mai nach Alexandria; dann nach Cairo, Sakkarah und Port Said. Ankunft in Caifa am 12. Mai. Landreise durch Palästina zu Pferd von Nord nach Süd, also von Galiläa (Nazareth, See Genesareth, Tyabor) nach Samaria, S-chem, Bethel und Jerusalem (21. Mai Vorm.). Ritt nach Bethlehem, Jericho rc. wie oben. Am 2. Juni: Jeru­salem-Jaffa und Einschiffung für Beirut; über den Libanon nach Damaskus und zu den Ruinen von Baalbek. Von Beirut zu Schiff ab 10. Juni nach Smyrna und Konstantinopel (am 15. Juni). Vom 18. bis 20. Juni Eisenbahnfahrt über Belgrad nach Wien (ein Tag) und Ankunft in München am 22. Juni früh. — Gesammlkosten mit Einschluß aller Ausflüge 1450 M. — Am Wiener Zuge betheiligen sich Herren und Damen, am Münchener Zuge nur Herren. Das Münchener Programm be­zieht man durch Monsignore Geiger (Kaulbackstr. 31 II r.)

* Hildesheim, 3. Febr. Große Aufregung herrscht in dem benachbarten Flecken Mo ritz berg. Bereits am hl. Abend ver­suchte man in das dortige katholische Psarrhaus einzu­brechen, wurde jedoch gehindert. Jetzt ist. wie verlautet, eine Bande von 16 Mann aus Hannover eingetroffen, um jenen Plan auszuführen. Durch einen der Betheiligten wurde der Anschlag verrathen. Mehrere Sicherheitsbeamten sind von hier nach Moritzberg zur Bewachung beordert worden.

* Hamburg, 5. Febr. Es steht nunniehr fest, daß außer dem in der Nordsee gesunkenen Dampfer „Napoli'' auch der hiesige Dampfer „Milos" im Atlantischen Ozean mit Mann und Maus untergegangen ist. Der Gesammtbesatzungsverlust beträgt 53 Mann.

* Svrcmderg, 5. Febr. In Pulsberg verbrannten bei einem Stnl enbrand die vier Kinder der Frau Christiane Bogan im Alter von 1 bis zu 7 Jahren.

* Ein muthiges Weid. In Trient weilt gegenwärtig die bekannte Menagerie von Berg. Vorgestern hatte der Thier­bändiger während einer Extravorsteüung, als sich derselbe eben in einem Käfig mit zwei Löwen und einem Tiger befand, das Unglück, auszugleiten und zu Boden zu stürzen. In demselben Augenblick stürzte der Tiger auf den Gefallenen und setzte die Krallen ein. Die Frau des Bedrohten hatte den Muth und be­gab sich sofort in den Käfig, packte den Tiger am Kopfe und brachte das Unglaubliche zuwege, daß der Tiger von seinem Opfer loSließ und sich in die Ecke verkroch.

Auszug aus den Registern des Standesamts Fulda

vom 1 bis 7. Februar 1895.

Aufgebote.

4. Febr. Metzger Heinrich Knips und Franziska Hedwig Viktoria Schiebencr. beide von hier. 5. Bahnarbeiter Johann Steinberger aus Mackenzell und Maria Hilaria Henkel aus ■ Grüßclbach.

Eheschließungen.

4. Febr. Dampfwäschereibesitzer Franz Scherer von Hom­burg v. d. H. und Josepha Katharina Auguste Elisabeth Modest von hier. 4. Fuhrknecht Adalbert Ebert von Oberrode und Margaretha Heil von hier. 4. Bäcker und Kolonialwaarenhändler Joseph Herget von hier und Juliane Kramm von Kerzell. 6. Taglöhner Heinrich Herzig und Regina Wagner von hier. 6. Bahnarbeiter Wilhelm Ullrich von hier und Franziska Balzer von Sickels.

Geburten.

30. Jan. Dorothea, T. des Fabrikarbeiters Joseph Maier.

1. Febr. Wilhelm, S. des Taglöhners Johann Chrysanthus Wehner. 1. Maria Christina, T. des Bahnarbeiters Ferdinand Henkel. 1. Emil Andreas, S. des Fabrikheizers Gottfried Mehler.

1. Ferdinand Wilhelm, S. des Fabrikarbeiters Franz Joseph Diemerling. l. Maria Katharina, T. des Schuhmachers Ferdinand Weber von Horas. 1. Augusta Maria Johanna, T. des Zimmer­meisters Ignaz Joseph Sebastian Fritz. 2. Richard, S. des Taglöhners Franz Herrlich zu Poppenhausen. 2. Hermann Joseph, S. des Schreiners Emil Herbert. 4. Johanna, T. des Kaufmanns Emanuel Stern. 4. Pauline, T. des Gerbergehilfen Johann Eckhardt Steube. 6. Elisabeth Therese Franziska Maria, T. des Fabrikanten Lothar Andreas Weber. 6. Katharina Theresia, T. des Schreiners a. B. Lorenz Vincenz Wehner.

- Sterbesälle.

31. Jan. Monika Katharina, T. des Gerbers Daniel Weigand, 4 I. 11 M. 28 T. 1. Febr. Anna Maria, unehel. $• einer Einheimischen, 9 M. 9 T. 2. Maria Barbara Bertha, T. des Gastwirths Franz Köck, 7 M. 18 T. 3. Todtgeb. $• des Hüttners Johannes Pappert von Horas. 4. Johann Atzert, Taglöhner von Rückers, 68 I. 8 M. 18 T. 5. Frieda Katharina Rosalia, T. des Bremsers Adam Ruppel, 10 I. 5 M. 3 T. 5. Elisabeth Helene Maria, T. des Gutsbesitzers Albert Konrad Eberhard zu Witzenhausen, 12 I. 9 M. 27 T.

PT- Billig

ist abzugeben:

eine gebrauchte Kaub-, sowie eine gebrauchte Tretnähmaschme Wo, sagt die Exped. d. Zig.

WML MU» 1 resp. 2 Treppen hoch, sind, erstere per sofort, letztere per 1. März 1895, zu vermiethen.

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Zwei Mahnungen zu vermiethen. Näheres zu er- fragen Carlstraste 353.

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