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Bazaine im „Hotel du Nord." Er stattete von hier auS mehrfach dem Kaiser Napoleon auf Wilhelmshöhe Besuche ab und es wurde damals erzählt, daß der Kaiser, als er den Marschall wiedergesehen, der ihm immer treu zur Seite gestanden hatte, kaum seinen Schmerz über die schweren Schläge, von denen Frank­reich betroffen war, habe bewältigen können. Von Kassel aus begab sich Canrobert, welcher mit Bazaine hier keinerlei Berührung gehabt, nach Stuttgart, wo er bis zum Ende des Krieges verblieb.

♦ Aus Altenmittlau wird uns nachttäglich be­richtet: Eine lang ersehnte und ebenso wichtige Ver­sammlung fand am 20. Januar, Abends, unter dem Vorsitze des hochw. Herrn Pfarrers zu Somborn in der hiesigen Müller'schen Wirthschaft statt. Handelt es sich doch um nichts Geringeres, als um den Neubau einer Kirche zu Altenmittlau für die Ottschaften Bern­bach, Altenmittlau und Horbach. Die Ueber- füllung der Pfarrkirche zu Somborn ist eine derartig starke geworden, daß bei dem besten Willen der Herren Geistlichen und Lehrer eine Ordnung, wie sie die Heilig­haltung des Gotteshauses verlangt, nicht hergestellt werden kann. Deshalb sei besonders unserem hochw. Herrn Pfarrer an dieser Stelle von Herzen Dank gesagt, daß gerade er einem Plane näher getreten ist und denselben zu verwirklichen sucht, der schon, wie wir bei der Versammlung aus den Akten vom hohen Domkapitel hören konnten, im Jahre 1844 ausge­nommen wurde und in den sechziger Jahren wirkliche Hoffnung bot, zur Ausführung zu kommen. Leider ist es nicht geschehen, sonst stände jetzt bereits dreißig Jahre lang für die Filialen Bernbach, Altenmittlau und Horbach ein räumliches Gotteshaus inmitten dieser drei Dörfer, in Altenmittlau, und hätte reiche Gottes­zinsen getragen. Da wir nun augenblicklich wieder, wie in den sechziger Jahren, vor der Entscheidung stehen, entweder die Pfarrkirche zu Somborn niederzureißen und größer zu bauen, oder eine neue Kirche in Alten­mittlau zu bauen, so wäre das Letztere um so ver­nünftiger und vortheilhafter, als die Errichtung einer eigenen Seelsorgstelle in Altenmittlau doch nur eine Frage der Zeit sein kann.

* Frankfurt, 30. Jan. Das Eisenbahnbetriebsamt gibt durch Anschlag bekannt, daß der Verkehr auf folgenden Strecken wegen Eisgangs und Schnee­verwehungen bis auf Weiteres eingestellt ist: Personen- Trajekt Worms-Rosengarten, Güter-Trajekt Rüdesheim- Bingerbrück, Bahnverkehr Ludwigstadt-Lehesten, Lands­berg-Schongau, Neusorg-Fichtelberg, Günzburg-Krum­bach, Neustadt a. Wald-Nab-Vohenstrauß, Kellmünz- Babenhausen, Wiesau-Tirschenreuth, Elbingerode-Tanne.

* Kehna (Kr. Marburg), 30. Jan. Erfroren auf­gefunden wurde gestern Vormittag ein hiesiger Ein­wohner in der Nähe des Dorfes.

* Basbeck, 29. Jan. Gestern hat sich hier ein Darlehns-Kassenverein gebildet. Demselben sind sofort 26 Einwohner als Mitglieder beigetreten. Zum Vor­sitzenden wurde gewählt Herr Landwirth Schultze jr. Die übrigen Aemter wurden ebenfalls in bewährte Hände gelegt.

* Ehringen, 30. Jan. Dieser Tage überkam den Landwirth Ise ein nicht geringer Schrecken, als er seine Rauchkammer betrat, dieselbe erbrochen fand und sämmtliche Würste von einem vor drei Wochen ge- fchlachteten schweren Schweine verschwunden waren. Von einem Schinken war nur ein Stück abgeschnitten. Der fteche Dieb war, während Spinnstube in dem Hause abgehalten wurde, durch die Hausthür einge­drungen, hatte vor der Ranchkammerthür erst vier Stteichhölzer angezündet und dabei das Schloß mittelst eines Instrumentes erbrochen. Mit der Beute hat er sich dann durch einen nach dem Hof führenden Laden ent­fernt. Obgleich die Polizei sofort in Kenntniß gesetzt wurde, fehlt jedoch vom Diebe noch jegliche Spur.

* Pößneck, 25. Jan. Am Mittwoch zwischen 8 und 9 Uhr wurde der Gutsbesitzer Albin Silge in Döbritz zwischen Knau und der Bankschenke angefallen. Herr Silge fuhr um die gedachte Zeit durch das sog. Bankholz, als plötzlich ein unbekannter Mann aus dem Holze an ihn herantrat mit der Frage, ob er mitfahren könne, worauf S. erwiderte: Warum nicht? Unter» dessen kam noch ein Mann mit einem Vollbart in Be­gleitung eines Hundes aus dem Gebüsch und versuchte

das Pferd anzuhalten. Jetzt kam dem S. die Sache nicht geheuer vor, er hieb rasch auf das Pferd ein und fuhr im Karriere davon. Zwei Schüsse wurden hinter ihm her abgefeuert und 10—12 Schrote drangen in feinen Ueberzieher. Verletzt wurde S. dabei nicht. Der Hund verfolgte Herrn Silge bis in die Nähe der Bankschenke. Sein gutes Pferd war Silge's Rettung aus der Gefahr.

vermischtes.

* Mainz, 30. Jan. Der bekannte Kanzelredner P. Alphons, Guardian des hiesigen Kapuzinerklosters, ist in Folge Schlag­anfalles Plötzlich gestorben.

Siegen, 29. Jan. Angeklagt des Kirchendiebstahls standen 3 Knaben im Alter von 12—14 Jahren vor der hiesigen Strafkammer. Die beiden Hauptattentäter erhielten je ein Jahr Gefängniß. Hoffnungsvolle Jugend!

Monats Kalender -es Fuldaer GartenbauNrreius.

Februar.

Obstgarten. In diesem Monat beginnt man mit dem Ausputzen der Obstbäume, namentlich des Steinobstes, Pfirsiche ausgenommen, welche man erst später beschneidet. Bei milder Witterung fährt man fort, auch sämmtliche Kernobstbäume aus­zuputzen und die Zwergobstbäume zu beschneiden, ebenso Stachel- und Johannisbeeren. Bei dieser Arbeit ist es sehr rathsam, sämmtliche Raupennester nicht nur von den Bäumen mit abzu­schneiden, sondern auch dieselben zugleich sammeln und ver­brennen lassen. Sämmtliche Pfropfreiser müssen in diesem Monat geschnitten werden und zwar hauptsächlich aus der Krone, weil diese Reiser am besten ausgereift sind; sogen. Wasserschosse solle man nie schneiden, weil dies unfruchtbare Bäume im Gefolge hätte.

Gemüsegarten. Der Februar ist oftmals noch ein echter Wintermonat, der keine Arbeiten im Gemüsegarten gestattet. Es kommt aber auch vor, daß er mild, trocken und geeigneter zu Gartenarbeiten ist als der März. Deshalb versäume man nicht, bei schönen Tagen die Beete graben zu lassen, welche man mit langsam keimenden Samen aussäen will, was auch Ende dieses Monats geschehen kann, als: Schwarzwurzel, Petersilie, Möhren, Zwiebeln, auch Salat; selbst Früherbsen können gelegt werden, aber etwas tiefer wie gewöhnlich, theils wegen des Frostes, theils wegen der Spatzen. Wer Mistbeet hat, kann jetzt den langsam keimenden Sellery in ein lauwarmes Beet aussäen. Ebenso können Ende dieses Monats sämmtliche Kraut- und Kohlarten in lauwarmem Mistbeet ausgesäet werden, welche zum Frühgemüse bestimmt sind; solche Pflanzen sind oftmals bis Mitte oder Ende April so stark, daß sie ins freie Land ausge­pflanzt werden können, wo sie 3—5 Grad Kälte ohne Nachtheil ertragen können. Selbstverständlich müssen diese Pflanzen schon im Mistbeet abgehärtet werden.

Blumengarten. Auch hier läßt sich gewöhnlich in diesem Monat wenig thun, jedoch bei offener Witterung beschneide man Ziersträucher und Freielandrosen. Bei günstiger Witterung kann man Stauden umlegen und zeriheilen als: Phlox, Herbstastern, Rittersporn, Diititra u. a. m. Ins freie Land kann man Mohn, Silenen, Rittersporn, Nemophyllen aussäen; zugleich sehe man die im Herbst ausgepflanzten Bellis, Auricel, Primel und Stief­mütterchen nach, ob sie der Frost nicht gehoben hat. Ist dies der Fall, so werden sie angedrückt und mit Komposterde ange­füllt. Bei günstiger Witterung blühen im Freien Ende des Monats Calanthus nivalis (Schneeglöckchen) und Daphne Mezeneum (Kellerhals, Seidelbast, Pfefferbaum); nur ist es schade, daß gerade dieser Zierstrauch so wenig in unfern Gärten zu finden ist, obgleich er in manchen Gegenden Deutschlands wild wächst, so z. B. in der Gegend zwischen Eschwege und Dingelstedt. Nicht nur seine purpurrothen Blüthenrispen machen ihn zur Gartenzierde im Februar, sondern auch seine später er­scheinenden olivenähnlichen Blätter und Beeren, welche erst grün, dann roth und zuletzt schwarz werden, gleich den Pfefferkörnern. Die Blumen im Zimmer werden immer noch wenig und warm begossen, und Ende dieses Monats beginnt man mit dem Ver­pflanzen der Blattpflanzen und Gummibäume rc. B.

llrilfltc polt.

Köln, 31. Jan. Der ,Köln. Ztg.' wird ans Rotter­dam berichtet: Der Kapitän des britischen Dampfers „Crathie" erfuhr erst heute, mit welchem Schiffe sein Dampfer zusammengestoßen und welches Un­heil der Zusammenstoß angerichtet habe. Der Kapitän erklärte: Morgens zwischen 5 und 6 Uhr waren wir etwa 30 Meilen vom neuen Wasserweg entfernt. Es war sehr dunkel, plötzlich wurden auf Steuerbord drei Lichter eines großen Dampfers sichtbar. Sofort wurde Backbord gesteuert, aber es war vergebens. Trotzdem auch die Maschine rückwärts arbeitete, war der Zusammenstoß unvermeidlich. UnserSchiff lief mit dem Vordertheil in den Dampfer. Obgleich schwer beschädigt, zeigten wir doch blaues Licht zum Beweise, daß wir nicht in Noth gerathen seien. Binnen einer halben Stunde zeigte auch der Dampfer blaues Licht. Da er sofort nach dem Zusammenstoß weiter fuhr und anscheinend die Reise sortsetzte, glaubten wir,

er sei nicht in Gefahr, doch blieben wir, da auch wir unter der Wasserlinie ein Leck hatten, das aber glück­lich beseitigt wurde, noch zwei Stunden auf derselben Stelle, ohne etwas von dem Dampfer weiter zu be­merken.

Lowestoft, 31. Jan. Im Namen der Admirali­tätsbehörde ist heute eine vorläufige Untersuch­ung über den Untergang der „Elbe" abgehalten worden. Die geretteten Offiziere der „Elbe", die von der Oberzollbehörde verhört wurden, sagen ans, das Unglück sei am Mittwoch Morgen 540 Uhr geschehen, als die „Elbe" im südwestlichen Kurse den Kanal von Hourst hinunterfuhr. Die Geschwindigkeit betrug etwa 15 Knoten. Plötzlich sah man ein unbekanntes Schiff etwa 2Punkte vom Backbordbug herannahen. Der Kurs des unbekannten Schiffes war anscheinend WNW. Nach dem Seefahrregelement hätte das unbekannte Schiff links steuern und den Hinteren Theil der „Elbe" passiren sollen. Es heißt jedoch, daß beide Schiffe ihren Kurs beibehielten. Die „Elbe" wurde unmittelbar hinter den Maschinenraum getroffen. Der Bug des unbekannten Dampfers drang in die Schlafkabinen der zweiten Klaffe ein. Die Erschütterung war sehr ge- nng._____________________________________(Frkf. Ztg.)

Oottesdienst-Hrdnung in Iulda.

Samstag, 2. Febr. (Maria Lichtmeß.) Dom. 51/«, 6, 6s/t u. 7*'i Uhr hl. Messen, 9 Uhr Kerzenweihe, darnach Hoch­amt und Predigt, 4 Uhr Nachmittagsandacht, darnach Beicht­stuhl. — Stadtpfarrkirche. 51/« Uhr hl. Messe u. Predigt, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Messe u. Predigt, 9‘/i Uhr Kerzen­weihe, Hochamt u Predigt, 11 Uhr hl. Messe, 3 Uhr Rosenkrauz- bruderschaft, darnach Umlegen der Blasiuskerzen. — Michaels- kirchc. 10 Uhr Gottesdienst. — Pfarrkirche z. hl. Geiste. 8 Uhr Kerzenweihe und Amt mit Predigt, 4 Uhr Andacht, darnach Blasiussegen. — Mütterverein. Stiftungsfest. Morgens 61/« Uhr in der Vereinskirche hl. Messe Sr. Bilchöfl. Gnaden nebst An­sprache und Generalkommunion. — Frauenberg. 5 und 61/* U. hl. Messen, 8 Uhr Kerzenweihe und Prozession, 8l/i Uhr feiert Amt, 2 Uhr Marian. Bruderschaft.

Sonntag, 3. Febr. Dom. 51/«, 6, 68/« u. 7*/> U. hl. Messen. Nach der 6 Uhr-Messe Kommunion der Christenlehr- Jünglinge. 9 Uhr Hochamt und Predigt, 11 u. 1 U. Christen­lehre, 2 U. Vesper, 4 Uhr Predigt u. Andacht, 7 U. Predigt u. Andacht in der Marienkapelle. — Stadtpfarrkirche. 5*« U. hl. Messe u. Predigt, 7 Uhr hl. Messe, 8 U. Hochamt u. Pre­digt, 91/» Uhr Hochamt mit Diakonium und Chorgesang, 11 U. hl. Messe, 11 u. */i2 U. Christenlehre, 2 11. Festpredigt u. An­dacht. An diesem Tage kann in der Stadtpfarrkirche ein vollk. Ablaß gewonnen werden. — Michaelskirche. 10 U. Gottes­dienst. — Pfarrkirche zum hl. Geiste. 8 Uhr Amt mit Pre. digt, 4 Uhr Andacht und Blasiussegen. — Frauenberg. 5 U. hl. Messe, 61/« U. 'Hochamt, 8 U. Bruderschaftsmesse, 2 U. Versamm­lung des III. Ordens. Dienstag, 5. Febr. Fest der hl. japan. Märtyrer. (Vollk. Ablaß )

Auszug aus den Registern des Standesamts Fnlda

vom 25. bis 31. Januar 1895.

Aufgebote.

29. Januar: Wagner Wilhelm Schneider aus Istergiesel und Katharina Trabert ausMarbach. 29. Kutscher Franz Ziegler gen. Reith von Gichenbach und Karoline Bolz von Memlos.

Eheschließungen.

28. Januar: Bauer Adam Joseph Dehler von Lehnerz und Maria Eulalia Hau von Wiesen. 28. Handelsmann Philipp Joseph Hofmann von Ober-Mörlen und Auguste Mörschard von Ilbenstadt.

Geburten.

20. Januar: Alexander Ernst, S. des Vorarbeiters am Bahnh. Johann Karl Steinmetz. 25. Adalberta Aloysia, T. des Fabrikwebers Wilhelm Wehner von Neuenberg. 25. Elisabeth, T. des Kürschners Joseph Konrad Leonard Hammel. 26. Maria Gertrude, T. des Gelbgießers Bruno Bernard Brähler. 27. Sophie Bertha Kathinka, T. des Schneiders Leo Dehler. 27. Rudolph, S. des Buchdruckers Wilhelm August Otto Ludwig. 27. Maria Theresia, unehel. T. einer Einheim. 29. Karl Franz Joseph, S. des Blechschlägers Philipp August Neidert gen. Neidhardt. 29. Ferdinand Otto, S. des Maurers Johann Nikolaus Bamberger von Horas.

Sterbefälle.

26. Januar: Franziska geb. Jonas, Eheftau des Auszügers Joh. Georg Müller von Marbach, 65 I. 1 M. 14 T. 27. Auguste Karolina, T. des Lokomotivführers Franz Heinrich Böhmer, Schülerin, 12 I. 2 M 29 T. 27. Dompräbendat und Regens des Priester - Seminars Professor Doctor theologiae Heinrich Joseph Hillenbrand, 44 I. 3 M. 28. Maria, T. des Metzgers Johann Fell von Würzburg, 14 I. 5 M. 26 T. 28. Maria Anna geb. Neidert, Wittwe von Hüttner Karl Münster, 76 I. 6 M. 13 T. 29. Eva Margaretha geb. Bott, Wittwe von Lackirer Georg Cavallo, 72 I. 9 M. 28 T. 30. Max, S. des Gymnasial-Oberlehrers Johannes Jung, 9 M. 27 T.

WriefLastm.

Nach Kohl Haus. Die betr. Angelegenheit ist aus andere Weise erledigt worden.

Bekanntmachung

Die Klempuerarbeiten für die Stadt - Fernsprecheinrichtung in Fnlda und die Lieferung der zu­gehörigen Materialien sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die näheren Bedingungen können bei dem Kaiserlichen Postamte in Fulda eingesehen oder von demselben gegen Erstattung der Schreibge­bühren von 30 Pf. bezogen werden.

Die Angebote sind schriftlich und versiegelt, mit der Aufschrift:

„Klempnerarbeiten für die Stadt - Fernfprecheinrichtung in Fulda",

unter Anschluß der von dem Bewerber zu unterschreibenden Anbietungsbedingungen bis zum 11. Februar d. I. porto- frei an die Kaiserliche Ober- Postdirektion in Cassel einzu­senden.

Die Eröffnung der Angebote wird an dem genannten Tage um 11 Uhr Vormittags im Zimmer Nr. 103 der Ober- Postdirektion in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Be­werber stattfinden.

Anerbietungen, welche später eingehen, unvollständig sind, oder den gestellten Bedingungen nicht entsprechen, werden nicht berück­sichtigt. Die Anbieter bleiben

bis zum 10. März dieses Jahres an ihre Angebote gebunden.

Die Auswahl unter den Be­werbern , sowie die Befugniß, sämmtliche Gebote abzulehnen, bleibt Vorbehalten.

Cassel, den 30. Januar 1895. Der Kaiser!. Ober-Postdirector __________Frank. [279 Bekanntmachung.

Die Dachdeckerarbeiten für die Stadt-Ferusprecheinrichtnng in Fnlda und die Lieferung der zugehörigen Materialien sollen im Wege des öffentlichen An­gebots vergeben werden. Die näheren Bedingungen können bei

dem Kaiserlichen Postamte in Fulda eingesehen oder von dem­selben gegen Erstattung der Schreibgebühren von 30 Pfg. bezogen werden.

Die Angebote sind schriftlich und versiegelt, mit der Auf­schrift:

„Dachdeckerarbeiten für die Stadt-Fernsprecheinrichtung in Fulda"

unter Anschluß der von dem Bewerber zu unterschreibenden Anbietungsbedingungen bis zum 11. Februar d. I. portofrei an die Kaiserliche Ober- Post- direction in Cassel einzusenden. Die Eröffnung der Angebote wird an dem genannten Tage

um 11 Uhr Vormittags im Zimmer Nr. 103 der Ober- Postdircction in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Be­werber stattfinden. Anerbie­tungen, welche später eingehen, unvollständig sind oder den ge­stellten Bedingungen nicht ent­sprechen, werden nicht berück­sichtigt. Die Anbieter bleiben bis zum 10. März dieses Jahres an ihre Gebote gebunden.

Die Auswahl unter den Be- werbernj, sowie die Befugniß, sämmtliche Gebote abzulehnen, bleibt Vorbehalten. [278

Cassel, am 30. Januar 1895.

Der Kaiser!. Ober - Postdirector Frank.