Matrikular-Beiträge, so wird der entsprechende Betrag des letzteren nicht erhoben.
* Der .Vorwärts' veröffentlicht abermals ein amtliches Aktenstück, ohne jedoch anzugeben, von welcher Stelle es ausgegangen ist. Es soll danach dem in Bochum gegründeten Verbände der Polen Deutschlands und dem St. Josaphat-Fonds besondere Aufmerksamkeit zugewandt werden.
* Dortmund, 25. Jan. Die königliche Regierung hat den Antrag der bischöflichen Behörde in Paderborn, für Dortmund eine Niederlassung der Franziskaner zu gestatten, genehmigt.
* Amberg, 26. Jan. Wie die ,Amberger Volkszeitung' meldet, ist in Fuchsmühl die Anklageschrift des Staatsanwalts eingetroffen. 146 Personen werden wegen Landftiedensbruchs vor das Landgericht Weiden verwiesen. Ferner werden 13 Personen wegen Mißbrauches der elterlichen Gewalt und der Dienstgewalt unter Anklage gestellt.
* Braunschweig, 25. Jan. Bei den Stadtverordnetenwahlen siegten die bürgerlichen Parteien. Zum ersten Male seit Jahren ist kein einziger Sozialdemokrat gewählt worden. Die Sozialdemokraten besitzen jetzt nur noch 3 Sitze unter 36 Stadtverordneten.
* Straßburg, 25. Jan. Ein bischöflisches Rundschreiben fordert die Geistlichen auf, von ihrem Recht, dem Schulunterricht in der Volksschule beizuwohnen, fleißig Gebrauch zu machen. — Der durch sein Vorgehen gegen den katholischen Verein Fedelta in Straßburg berüchtigt gewordene ehemalige Polizeipräsident Fei chter soll nach Blättermeldungen wieder eine Anstellung im reichsländischen Staatsdienst und zwar als Oberregierungsrath beim Bezirkspräsidium in Metz erhalten.
Ausland.
* Wie«, 25. Januar. Nach einer Meldung der .Politischen Korrespondenz' sollen in diesem Jahre in der Umgebung von Budw ei s die Manöver stattfinden, denen auch Kaiser Franz Joseph beiwohnen wird.
* Brüssel, 25. Jan. In der Kammer fand eine lebhafte Diskussion über die sozialen Fragen statt. Der katholische Drputirte Eemann, welcher den Sozialisten Anseele unterbrach, wurde vom Präsidenten Lantsheer zur Ordnung gerufen. Als Eemann Anseele einen Tollhäusler nannte, wurde er zum zweiten Male zur Ordnung gerufen. Hierauf wurde an die Kammer appellirt, ob Eemann ermächtigt werden solle, sich über die Angelegenheit auszusprechen. Der Präsident bekämpfte bte Ermächtigung. Als die gesammte Rechte sich erhob, um dafür zu stimmen, daß Eemann sich aussprechen solle, verließ Lantsheer seinen Sitz und legte das Präsidentenamt nieder, trotzdem ihn viele Deputirten dringend baten, zu bleiben. Unter lebhafter Bewegung wurde dann die Sitzung aufgehoben.
* Rom, 26. Jan. Am 30. Januar sollen vier Bataillone von je 600 Mann und eine Batterie nach Massauah abgehen. Mit den bereits dorthin gesandten 600 Mann beläuft sich die Ziffer der zur Verstärkung gesandten Mannschaften auf 3000. Bis jetzt haben sich etwa 25,000 Mann Freiwillige gemeldet, um nach Massauah abzugehen.
* Petersburg, 24. Jan. Einem Telegramme der ,Nowoje Wremja' aus Warschau zufolge sagte der Generalgouverneur Graf Schuwalow beim Empfange einer Deputation der katholischen Geistlichkeit zum Erzbischof Popiel: „Ich begrüße Sie als Hauptvertreter der lokalen katholischen Geistlichkeit. Dem Volke nahestehend werden Sie mir helfen, dasselbe zu erziehen
Als Barbara sah, daß sie sich erholt hatte, wollte sie zu Eveline zurückkehren, doch die Freifrau hielt sie fest und — zum ersten Male in ihrem Leben — drückte sie ihre Stieftochter fest an sich und küßte sie.
Barbara erwiderte die Liebkosung und: „Gewonnen — wieder ein Herz gewonnen!" jubelte sie in ihrem Innern.
Die Nachricht von der Erkrankung der Kinder verbreitete sich mit Blitzesschnelle im ganzen Schlosse und erfüllte jedes Gemüth mit Furcht und Schrecken.
Oberst Dornburg und Graf von Eckernstein zogen es vor, unter diesen Umständen schleunigst abzureisen.
Der Arzt konnte nur Barbaras Aussage bestätigen. Es unterlag keinem Zweifel, die Kinder hatten alle drei das Scharlachfieber, denn auch Edmund hatte es viel bequemer geftinden, im Bette zu liegen und sich bei seinen Kopfschmerzen hätscheln und pflegen zu lassen, als im einsamen Schulzimmer allein bei einem Märchenbuche zu sitzen. Eveline war sehr krank; für die beiden Knaben war noch kein Grund zur Besorgniß vorhanden.
„Fräulein Norden, wollen Sie nicht lieber abreisen? Wir dürfen Sie hier der Gefahr der Ansteckung nicht aussetzen," hatte der Schloßherr in seiner ernsten Freundlichkeit der Gouvernante vorgeschlagen, und erstaunte über den energischen Ton, als sie entgegnete :
„Nein, Herr v. Garkau. Um feinen Preis der Welt würde ich jetzt das Schloß verlassen!"
Die Freifran war nur mit Mühe zu bewegen, einen Augenblick von Alex Bett zu weichen, um ihrem Vetter „Lebe wohl" zu sagen, der noch immer gehofft
in den Gefühlen der Ergebenheit für den Thron, im Geiste der Einigkeit mit dem größern Vaterland."
* Petersburg, 26. Jan. Ein kaiserlicher Ukas ordnete an, aus der Reichsrentei jährlich 50,000 Rubel anzuweisen für hülfsbedürftige Gelehrte, Literaten und Publizisten, theils zu einmaliger Unterstützung, theils zu lebenslänglichen Pensionen. Der Minister für VotkSaufklärung, der Finanzminister nnd der Präsident der Akademie der Wissenschaften sind mit der Ausarbeitung der neuen Bestimmungen betraut worden.
* Belgrad, 25. Jan. Eine Proklamation verkündet die Abreise des Königs zum Besuch seiner Mutter. Die Regentschaft werde einem Ministerrath übertragen werden.
* Konstantinopel, 24. Jan. Der Sultan hat dem päpstlichen Delegaten Mgr. Bonneti während der kürzlich stattgehabten Audienz des letzteren mitgetheilt, daß er das Schreiben, welches ihm der Papst durch den melchitischen Patriarchen übersandte, demnächst mit einem eigenhändigen Briefe beantworten werde.
* London, 24. Jan. Ein Regierungs-Leichterschiff, mit Kanonenpulver und Kugeln beladen, ist heute Nacht 1 Uhr in der Themsemündung durch eine Explosion in die Luft gesprengt worden. Von der Bemannung ist bisher keine Spur aufgefunden worden.
Aus dem Reichstage.
623. Sitzung vom 25. Januar 1895, 1 Uhr.
Bor einem sehr schwach besetzten Hause (Anfangs etwa 30 Abgeordnete) beginnt die erste Lesung des Gesetzentwurfs üb er die vrivatrechtlich en Verhältnisse der Binnenschifffahrt.
Staatssekretär Nieberding erklärt die Vorlage für ein Stück aus dem großen Werke der Schaffung eines deutschen bürgerlichen Rechts, das den Reichstag, so Gott wolle, im nächsten Jahre beschäftigen werde. Dieser Theil habe vorweggenommen werden müssen, weil eine Regelung der überaus zerfahrenen und bei der gewaltigen Zunahme der Binnenschiff- fadrt sehr wichtigen privatrechtlichen Berbältnisse derselben ein dringendes Bedürfniß und nicht länger mehr hinauzuschnben sei. Der Entwurf regele die Verhältnisse Der Eigenthümer, der Mannschaften, der Frachtinteressenten u. s. w. Bezüglich der Mannschaften sei besonders hervorgehoben, daß der Staat durch polizeilichen Zwaua eingreifen müsse, wenn durch die Laune eines Einzelnen, der widerrechtlich das Schiff verlasse, dieses in Roth gerathe. Ferner müsse dem Bundesrathe die Befugniß gegeben werden, den bereits auf Elbe, Oder und Weser be- stebenden Befähigungsnachweis für Schiffsführer auch auf den anderen Gewässern einzuführen. Der Entwurf berücksichtige be- besonders die Verhältnisse der kleinen Schiffseigener. Der Reichstag werde durch rasche Erledigung des Entwurfs der Wohlfahrt im Gewerbe einen Dienlr erweiseir.
Abg. Letocha (Centr.) bemerkt, man habe ihm als dem derzeitigen Vorsitzenden des Centralvereins für Binnenschifffahrt die Vaterschaft der Vorlage zugeschrieben; mit Unrecht, doch würde er sich derselben nicht zu schämen haben. Die Vorschriften des Entwurfs entsprechen im Allgemeinen denen des Seerechts. Redner, der auf der Tribüne sehr schwer zu verstehen ist, bestreitet, daß der Entwurf die Kleinschiffer schädige; zur Vorbe- rathung des Entwurfs seien auch Vertreter der Kleinschifffahrt herangezogen worden, und auch der Verein für Binnenschifffahrt habe deren Interesse wahrgenommen. Zur Prüfung aller Wünsche der Interessenten beantrage er Verweisung der Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern.
Abg. Rickert (frs. Vgg.) zählt eine Reihe von Bestimmungen auf, die einer sorgfältigen Erwägung in der Kommission bedürften. Mit dem Befähigungsnachweis werde man den kleinen Schiffern, die ohne nennenswertheu Unterricht auf dem Schiffe ihrer Eltern auswachsen, das Leben zu sauer machen. Die Haftbarkeit werde ja die Schiffer ohnehin veranlassen, auszupassen, auch ohne Befähigungsnachweis.
Staatssekretär Nieberding erwidert, es liege den verb. Regierungen nichts ferner, als den kleinen Schiffern, deren schwierige Lage sie anerkennen, das Leben sauerer zu machen. Der Bundesrath werde mit dem Befähigungsnachweis nur bei wirklich vorhandenem Bedürfniß vorgehen.
hatte, einen Blick von Barbara zu erhaschen — allein vergebens.
„Liebe Eveline", sagte er theilnehmend, als er die bleichen Wangen und die tief beschatteten Augen seiner Koustne sah, „wenn Du Dich jetzt am ersten Tage schon so anftegst, so wirst Du die Pflege nicht lange aushalten und selbst krank werden!"
„O nein!" versetzt sie mit bebenden Lippen, „Fräulein Norden sorgt für mich. Ich wüßte nicht, was wir jetzt ohne sie machen sollten, denn auf Gretchen kann ich mich in Krankheitsfällen nicht verlassen — sie ist zu alt. Es thut mir so leid, daß Du so schnell fort willst, aber--"
„Ich freue mich, daß ich weiß, Du und die Kinder seid in treuen, sicheren Händen", unterbrach er. „Eveline, ich muß gestehen, Du hast einen Edelstein in Deiner Gouvernante gefunden, — sie ist treu wie Gold. Wenn sie nur nicht auch krank wird. Ich weiß, daß sie das Scharlachfieber schon gehabt hat, und hoffe daher auch, daß sie gegen Ansteckung gesichert ist."
Trotzdem ihre eigene Sorge alle Gedanken einnahm, bemerkte die Freiftau doch den leuchtenden Blick im Auge des Vetters, als er von der Erzieherin sprach. Er bemerkte das Erstaunen, zuckte lächelnd die Achseln und fuhr unbeirrt fort:
„Ja, Eveline, trotz aller Deiner Warnungen ist mein Herz doch so thöricht gewesen, sich ganz sterblich zu verlieben. Es ist das erste Mal in meinem Leben, daß ich ein offenes Auge hatte, und ich sage Dir, Niemand anders als Barbara Norden soll meine Gattin werden, oder — ich sterbe als alter, verbitterter Junggeselle. — Ich weiß, es würde heute
. Ng. Bafserrnann (nl.) meint, daß auf die Bedürfniff der Meinschiffer doch nicht genügend Rücksicht genommen sei- Auch die Haftpflicht der Schiffseigner fei zu weitgehend. Zu erwägen wäre in der Kommission die Einführung von Dienstbüchern, einheitlich für das ganze Reich; aber die Zwangs- zurückführung entlaufener Mannschaften fei bedenklich und stehe einzig da Am Rhein bestehe jedenfalls ein Bedürfniß hierfür mcht. Redner äußert dann noch Wünsche betreffs der Maximal. Lade- und Läschfrist. 4
Abg. Dr. Frhr. v. Langen (konf.) erklärt es für einseitig daß der Entwurf in erster Linie die Hebung des Verkehrs be- zwecke; es müßten doch auch die Interessen der Fischerei und Schifferei, sowie der Landwirthschast an schiffbaren Flüssen be- achtet werden. (Sehr richtig!) Es sei auch merkwürdig, daß man zu den Borberathungen nur Kaufleute und Dampsschiffs-Jnte- ressenten hinzugezogen habe. Die Großkapitalisten schienen bei der Vorlage wieder am besten weggekommen zu fein. (Sehr richtig!) Erfreulich sei die Einführung des Befähigungsnachweises, der sich natürlich nur auf mechanische Aufgaben erstrecken könne.
Staatssekretär Nieberding weist darauf hin, daß der Entwurf fv frühzeitig veröffentlicht worden sei, daß es den weitesten Kreisen möglich gewesen wäre, ihre Anträge dazu den Verb. Regierungen zu Übermitteln.
Abg. Gerisch (Soz.) hat große Bedenken gegen Einzel- Heiken der Vorlage, so gegen die zu kurz bemessenen Ladefristen, sowie dagegen, daß die Vorlage die Mannschaften völlig der Willkür des Schiffsführers überlasse.
Die Weiterberathung wird hierauf auf Samstag 2 Uhr vertagt; außerdem werden dafür auf die Tagesordnung gesetzt die Vorlagen betr. die Flößerei, die Gewerbezählung und die Zollzuschläge gegenüber Spanien.
Aus dem preutz. Abgeordnetenhaufe.
6. Sitzung vom 25. Januar, 11 Uhr.
Zur ersten Lesung stehen gemeinsam die Gerichtsko ft en- Vorlage und die Gebührenordnung für Notare.
Justizminister Schönstedt: Die Vorlagen seien entstanden unter dem Gesichtspunkt größerer Rechtseinheit und schließen sich der altpreußischen Gesetzgebung an; sie befolgen zugleich den in der Steuergesetzgebung gebilligten Grundsatz einer Progression (aufsteigenden Bemessung) der Gebührensätze für höhere und einer Degression (absteigenden Bemessung) derselben für geringere Objekte.
Abg. Olzem (natl.) glaubt, daß dieser Grundsatz in der Vorlage noch schärfer zum Ausdruck gebracht werden könne, was er der Kommission zu erwägen gebe.
Abg. Dr. Eckels <natl.) schließt sich dem an und bittet außerdem den Minister, das Notariatswesen in Preußen ander- weit einheitlich zu regeln.
Abg. Brandenburg (Centr.) erklärte, der Werth eiaes Objekts dürfe nicht lediglich nach feinem Geldwerth bemessen werden; auch die wirthschaftliche, namentlich die landwirthschaft- liche Bedeutung der Angelegenheit sei zu beachten. Er beantrage Verweisung der Vorlagen an die um '• Mitglieder zu verstärkende Justizkommission. Um die finanzielle Wirkung derselben ermessen zu tön nett, wäre es nöthig zu wissen welch e Stempelsätze außerdem durch die in Aussicht gestellte Stempelvorlage dazu kommen wurden. Er bedauere deshalb, daß diese Vorlage nicht gleichzeitig vorgelegt sei.
Abg. ischettler (frf.) erklärt das Einverständniß der Freikonservativen mit den Vorlagen, bezweifelt aber, ob bei der Bemessung der Gebührensätze der Gerichtskosten für große Objekte nicht eine zu große Fiskalität obgewaltet habe.
Finanzminister Miquel bestreitet Letzteres; das Gesetz fei so gearbeitet, daß der Staat die bisherigen Einnahmen behalte. Ohnehin sei Preußen in der Abschaffung der verklausulirten Sportelgesetze weiter gegangen, als alle anderen Bundesstaaten, sodaß in Preußen der allgemeine Zuschuß für die Justizverwaltung verhältnißmäßig am höchsten fei und nicht weniger als 64 Millionen betrage. Wolle man bei jedem einzelnen Kostenanfatze die wirthschaftliche Wirkung prüfen, so werde auch in dieser Session keine der Vorlagen zu Staude kommen.
Abg. Herold (Centr.) wünscht Aenderungen der Kostensätze für Hypotheken- und Grundbuchsachen bis zu Objekten von 5u00 M., um den kleinen Grundbesitz zu erleichtern.
Abg. Bröse (kons.) ist im Allgemeinen mit der Vorlage einverstanden.
Aba. Knebel (natl.) erklärt die Degression der Kostenansätze für geringere Objekte für nicht weit genug gehend; der Unmnth der bäuerlichen Bevölkerung im Westen fei hierüber groß und berechtigt.
Abg. Jerusalem (Centr.) verlangt, daß ein Unterschied gemacht werde zwischen Kosten für den Eigenthumsübergang zu
ganz unnütz sein, darauf bestehen zu wollen, sie zu sehen und ihr meine Liebe offen auszusprechen, aber —"
„Sie würde um keinen Preis das Krankenzimmer verlassen. Die arme Eveline fängt laut an zu weinen, wenn sie einen Augenblick von ihrem Bette weicht."
„Ich weiß es; Gottfried hat es mir gesagt. — Du hältst mich gewiß für thöricht, Eveline, aber ich gestehe Dir, Fräulein Norden hat mich vom ersten Augenblick an unwiderstehlich angezogen. Ich--
aber nein, ich will Dich heute mit meinen Liebes- Raps oiden nicht belästigen, dafür ist jetzt nicht die rechte Zeit. — Sage mir nur, daß Du mir nicht zürnst, Eveline. Wir sind ja immer gute Freunde gewesen — und die Kinder hatten mich auch gern."
Die Stimme des jungen Mannes zitterte, als er der drei Kleinen gedachte, die er zu so manchen tollen Spielen verleitet hatte, und die jetzt so jäh auf das Krankenlager geworfen waren. Die arme Mutter brach bei dieser sichtlicher Erregung in Thränen aus, doch Arthur schlang seinen Arm um sie und tröstete sie nach Kräften.
„Beruhige Dich, Eveline, es wird noch Alles gut werden. Sieh hier, — willst Du Barbara dies Briefchen geben? Es mag lange währen, bis ich sie wiedersehe, und sie soll doch wenigstens wissen, daß ich sie liebe. Und nun, Gott schütze Euch Alle, Dich, Barbara und die Kinder! Behalte guten Muth, die Kleinen sind ja sonst immer gesund gewesen; sie werden hoffentlich auch diesen Feind überwinden. — Du zürnst mir doch nicht, nicht wahr? Gottfried hat mir versprochen, mich täglich zu benachrichtigen, wie es hier geht, dann sehen wir uns hoffentlich bald in glücklicheren Tagen wieder."
(Fortfetzung folgt.)