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Ziehung findet dm 1. Februar

4324 4942

5811 6469 6846 8081 8442 9267 9947

4997 5998

6476 6881 8126 8473 9325 9985

2519 2522 2777 3550 3744 3838

4615 4706 4734 5253 5300 5368 6091 6166 6167 6534 6582 6662 7133 7382 7533

2052 2864 3850 4813 5417 6224 6684 7606 8359 9010

9568

4206 4827 5646 6301 6771 7679 8375 9236

9626

2060 2183 2349

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4311 4887

5803 6428 6840

7853 8404 9263

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2387 2502

3229 3491

4545 4560

5228

6053

6485

6898

8145 8252 8327 8354 8675 8699 8862 8984 9356 9388 9462 9508 9998. Die Prämien­statt. (Ohne Gewähr.)

sich herankommen, bis er, nachdem er nahezu zwanzig Kilometer zurückgelegt hatte, von der Maschine, welche den Anprall abschwächte, wirklich aufgefangen und nach der Station Hersfeld transportirt wurde. Dem Lokomo- motivführer war dies durchaus gefährliche Manöver vollständig gelungen, sodaß nicht der geringste Material­schaden zu verzeichnen war. Für diese tapfere Leistung und insbesondere auch für die von Gleim bewirkte Abwendung von Gefahr, welche leicht einen Unfall von großer Dimension hätte zur Folge haben können, wurde denn auch dem wackeren Lenker des Dampfrosses von seiner vorgesetzten Behörde eine gebührende Anerkennung zu Theil.

* Bebra, 3. Jan. Ein frecher Einbruchsdiebstahl wurde vor einigen Tagen in dem benachbarten Breiken- bach a. F. ausgeführt, indem der oder die Diebe dem Oekonomen R. während des Nachtessens den Silber­schrank vollständig ausräumten. Der Verlust beziffert sich auf mehrere hundert Mark. Fraglich bleibt es, ob die gestohlenen Sachen, die sämmtlich Monogramme trugen, jemals im Urzustände wieder an's Tageslicht kommen, falls es nicht gelingt, die Diebeshöhle zu er­gründen, was bis jetzt leider noch nicht möglich ge­wesen. Jedenfalls dürften nur Lokalkundige so erfolg­reich operirt haben.

* Kassel, 5. Jan. In Folge starken Schneefalls haben die Nachtschnellzüge auf den Hauptlinien größere Verspätungen, die von Frankfurt abgegangenen eben­falls. Hinter Eisenach soll der Thüringer Personenzug festsitzen. — Am 11. d. M. gelangt der zweite Theil des gerichtlichen Nachspiels der im Mai vor. Jahres dahier stattgehabten Straßenkrawalle, dessen erster Theil vor dem Schwurgericht im Monat November

Tausendfaches Lob,notariellbest., über d. Holl. Tabak v. 8.Becker in Seesen a.H.Ein10Pfd.-Beutejfko.8Mk.hatd.Exp.d.Bl. eingesehen.

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Neueste Sost.

Pest, 5. Jan. Tausende Arbeitsloser durchzogen gestern Mittag die Straßen, sangen die Marseillaise und vertheilten Flugblätter.

Budapest, 7. Jan. Der heutige Tag hat keine Ent- scheit ung gebracht. Der König ist in Budapest ein« getroffen. Er empfing die Präsidenten beider Häuser des Reichstages, Koloman Szell und den Grafen Khuen; dieser soll dem Monarchen erklärt haben, er übernehme die Kabinetsbildung nicht, weil ihm die Garantien für die Unterstützung durch die liberale Partei mangele. In einem Hirtenbrief des Fürst­primas an die Geistlichkeit seiner Diözese wird kon- statirt, daß alle Versuche, die Civilehe zu verhindern, ver­gebens waren, und der Hinweis auf die Gefahren für den Thron, die Kirche und den Staat erfolglos geblieben sind. Nun müssen wir das gedemüthigte Volk wieder aufrichten und auf alle mögliche gesetzliche Art bestrebt sein, das Ansehen der christlichen Ehe zu bewahren, die Rechte und die Freiheiten der Kirche und des Glaubens zu erhalten.

Merloosungen.

Sachsen-Meininger 7 fl.-Loose vom Jahre 1870. Ziehung am 2. Jan. 1895. Gezogene Serien: Nr. 19 162 186 238 361 432 480 615 618 631 878 905 965 1027 1071 1243 1481 1488 1543 1709 1825

Der Bienenhonig und die Gesund­heitspflege.

△ Fulda, 5. Januar 1895.

Als höchst werthvolles Nahrungs-, Genuß- und Heilmittel verdient der naturechte Bienenhonig die größte Beachtung. Er besitzt eine ganz bedeutende Heilkraft, welche ihn zu einem wich- tigen Hilfsmittel in der natürlichen Gesundheitspflege bestimmt. Wenn wir sehen, mit welchem Verlangen unsere Kinder nach dem Honigbrod greifen, und wie sehr der Genuß desselben ihren Appetit stärkt, so können wir darin schon eine Bestätigung dessen erblicken, was unsere her vorragenden Aerzte sehr oft schon betont haben, daß nämlich dem echten Bienenhonig als ständiges Nahr­ungs- und Genußmittel die höchste Bedeutung beizumessen sei.

In dem Bienenhonig besitzen wir das Produkt der inten­siveren Einwirkung der Samenwärme auf den Pflanzenorganis­mus, ein Destillat der Natur von edelster Art, welches in der Form, wie es von den Bienen aus den Blüthen eingesammelt wird, im menschlichen Magen einer besonderen Verdauung und Resorption nicht mehr bedarf, sondern wunderbarer Weise direkt

zu Paris mit dem Aufwand von mehreren Millionen ins Leben gerufen und sie mit den reichhaltigen Ein­richtungen der russischen Regierung zum Betriebe über­geben.— Wilhelm Meister, Begründer der Höchster Farbwerke, ist gestorben. Er war ein intimer Freund der Familie Bismarck.

* Marburg, 5. Jan. lieber die Bauthätigkeit in unserer Stadt geben folgende Angaben Aufschluß: Im Jahre 1893 wurden zu 22 Wohnhäusern, im Jahre 1894 zu 13 Wohnhäusern Baugestattung ettheilt. Hiernach wäre ein Rückgang im Baugeschäft zu ver­zeichnen.

* Gisselberg (Kr. Marburg), 5. Jan. Durch einen Eisenbahnzug verunglückte gestern Vormittag das zehn­jährige Mädchen eines hiesigen Taglöhners. Dasselbe wollte sich nach dem Dorfe Kappel begeben und ging über die oberhalb unseres Dorfes befindliche Eisenbahn­brücke, deren Ueberschretten übrigens bahnpolizeilich verboten ist. Das Kind befand sich noch auf dem Geleise, als der um 11 Uhr 57 Min. in Marburg eintreffende Frankfurter Schnellzug heranbrauste. Der Lokomotivführer, welcher die Kleine bemerkt hatte, gab fortwährend Signale, die von derselben jedoch nicht gehört sein müssen, und der pflichttreue Beamte konnte den Zug erst zum Stehen bringen, als das Mädchen von demselben bereits erfaßt und zur Seite geschleudert wurde. Ob das bedauernswerthe Kind, welches nach seiner elterlichen Wohnung verbracht wurde, außer einem total zerbrochenen Arm noch weitere Verletzun­gen davongetragen hat, ist noch nicht festgestellt wor­den. (O. Z.)

* Gotha, 3. Jan. Am Heiligabend traf in Be­gleitung einer fein gekleideten Dame die Tochter des Gerlach'schen Ehepaares in Ichtershausen ein, um ihrem in der dortigen Strafanstalt internirten Vater einen Besuch abzustatten. Von da ist dieselbe nach Coburg und von da nach Hassenberg weiter­gereist, um ihrer Mutter im dortigen Weiberzuchthause zu dem Weihnachtsfeste ebenfalls einen Besuch abzu- statten. — Der vor Kurzem zur Verbüßung einer vierjährigen Gefängnißstrafe nach Ichtershausen über­führte Oberförster Gerlach aus Sondershausen ist im dortigen Bureau der Gefüngnißaustalt mit beschäftigt. Das wäre ja eine ganz angenehme Beschäftigung.

Vermischtes.

* Eine katholische Krankenschwester. In Susa (Tunis) ist im Alter von 84 Jahren die fromme Schwester Josephine Dasses vorn Orden der Soeurs de Saint Joseph de I’Apparition gestorben. Sie war die Verkörperung aller christlichen Tugenden; in selbstlosester Weise und allen Gefahren trotzend, widmete sie sich den Kranken und Armen. Sie besaß das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion und das Kommandeur-Halsband des tunesischen Ordens Nicham-Jstikar. Die Militärmustk schritt bei dem Leichenbegängnisse dem Sarge voran, eine Abtheilung Soldaten umgab den Sarg, ein Oberst und der Vorsitzende der Stadtgemeinde hielten am Grabe Gedächtnißreden. Eine allen Bekenntnissen angehörige Menge drängte sich, ihr die letzten Ehren zu erweisen, und als während der Beerdigung ein längst ersehnter Regen fiel, schrieben die Araber der Verstorbenen diese Gunst des Himmels zu.

* Die Reichstelegraphie läßt gegenwärtig in Nauen Versuche auf dem Gebiete der Elektrieität vornehmen. Es soll erprobt werden, ob sich nicht auch ohne Leitungsdraht tele- graphiren und telephoniren läßt. Auf dem Posthofe er­zeugt eine Lokomobile Elektrieität für zwei gleichfalls ausge­stellte Dynamomaschinen. Der starke Strom- wirs in die Erde geleitet und hierdurch der ganze Erdboden bis auf einen ge­wissen Umkreis elektrisch leistungsfähig gemacht. In weiterer Entfernung von den Maschinen werden an gewissen Punkten zwei eiserne Stangen in die Erde gestoßen und hieran ein telephonischer Apparat befestigt. Die Aufgabe der Tech­niker besteht nun darin, sestzustelleu, wie wett solche Tele- phonie sich fortpflanzt und auf welche Weise sich eine derartige Leitung für die Telegraphie nutzbar machen läßt. Vorerst werden die Versuche auf 10 bis 14 Tage ausgedehnt. Man hat für die ersten Proben den Weg durch das havelländische Luch gewählt, weil die Versuche am besten in wasserreichen Gegenden ausfallen sollen. In oben angeführter Weise hofft man tele­graphische Mittheilungen nach dem 8 bis 9 Kilometer entfernten Dorfe Börnicke vermitteln zu können. Eine derartige Tele­graphie würde ganz besonders im Stiege werthvoll sein, wo sich nicht immer und überall ein Leitungsdraht legen läßt.

* Gute Aussichten. Nachstehendes Inserat befindet sich in Nr. 147 des amtlichen ,Friedberger Kreisblattes': „Ich bin willens, mich mit Herrn Kühl in Wildenow zu verheirathen, aber Ja keiner Gütergemeinschaft mit ihm zu leben, da sämmt- liche Sachen, selbst der Trauanzug, mir gehören und ich auch für keine Kosten aufkomme. Ich heiratheHerrn Kühl nur, um einen Mann zu bekommen. Alwine Preuß-Hammerstall." Das kann ja eine nette Ehe werden.

ins Blut übergeht und hier zur Erzeugung der so überaus noth- wendrgeu Körperwarme und zur Entwickelung lebendiger Kraft dtent Bleich,uchttge, Brust-, Nerven- und Magenleidende fühlen sich erfahrungsmätztg durch den anhaltenden Honiggenuß merklich gekräftigt, und in allen Fällen der Rekonvaleszenz leistet sein

Einfluß die ausgezeichnetsten Dienste.

ftöhliche Gedeihen der Kinder und das Wohlbefinden der Erwachsenen würde man zum guten Theile dem regelmäßigen Honiggenuß zuzuschreiben haben. Dabei ist unser edles Natur- produkt von herrlichstem Wohlgeschmack, gegen welchen alle nach ^^ißFriesier Art bereiteten Zucker- und Konditorwaaren weit zuruckstehen muffen ganz abgesehen davon, daß letz.ere nur die Verdauung störe,, und oft die bedenklichsten Beschwerden verur­sachen. Statt allem möglichen Zucker- und Backwerk sollte man aus,ledern Kaffee- und Theetische nur gutes kräftiges Hausbrot mit Honig finden. Nur in der natürlichen Lebensweise kann ein starkes Geschlecht heranreifen.

Der eminente gesundheitfördernde Einfluß des Honigs, welcher auch bei der Abwehr und Linderung vieler Erkältungskrankheiten und Entzündungen des Halses, des Magens und der Lungen von ,eher bekannt ist, tarnt natürlich nur dann zur Geltung kommen, wenn das Produkt absolut naturecht und völlig frei von dem äußerst schwerverdaulichen Wachs und Blüthenstaub ist. Bedauerlicherweise kommt aber noch immer viel rninderwertdiges Produkt, ja sogar unter der Firma: „garantirt reiner Blüthen- honlg Mischungen in den Verkehr, welche überhaupt keine Spur Honig enthalten. v

Deshalb Vorsicht beim Einkauf von Honig! Der hiesige Bienenzüchter-Verein hat, um den, Publikum jederzeit einen naturechten Honig zu möglichst niedrigem Preise, der sich je nach dem Ertfteausfall verschieden stellen wird, bieten zu können, beschlossen, eine Honigniedei läge zu gründen. Der für diese Niederlage gelieferte Honig wird einer scharfen Prüfung von dazu berufenen Imkern unterzogen, so daß nur tadelloser naturechter Honig zum Verkauf gestellt wird. Der Verkauf findet in dem Laden des Herrn Th. Moll en Hauer, Friedrichs- martt, statt.

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1894 zum Austrag gebracht wurde, vor der Straf­kammer I zur Verhandlung.

* Kassel, 6. Jan. In der katholischen Stadt- Pfarrei Kassel wurden im Jahre 1894 220 Kinder getauft und zwar 113 Knaben und 107 Mädchen; es fanden 50 Trauungen statt; gestorben sind 129 Per­sonen. Den Erstkommunikanten-Unterricht besuchten 198 Kinder. — Nachdem die katholische Lesegesell­schaft am 28. Dezember im Palais-Restaurant unter großer Betheiligung — der große Saal war voll be­setzt — ihre Weihnachtsfeier abgehalten hatte, folgte am Sonntag der katholische Männerverein in Wehlheiden mit der gleichen Feier im Restaurant Germania. Auch der kath. kaufmännische Verein hatte seine Mitglieder am vergangenen Mittwoch im Hotel Ritter um den lichtstrahlenden Baum versammelt. Alle diese Abende waren insbesondere für die Kinder berechnete Feste, welche durch Deklamationen und Klavier­vorträge der hehren Weihnachtszeit ihr eigenes Ge­präge gaben. Der katholische Gesellenverein wird heute den Christbaum im Hentze'schen Saale auf­pflanzen und zwar — der Kinder wegen — schon um 6 Uhr. — Nächsten Donnerstag hält Herr Pfarrer Schlitt auf Wunsch des katholischen Kasinos im Palais-Restaurant einen Vortrag. — Eine pracht­volle Winterlandschaft bietet sich gegenwärtig in den Wilhelmshöher Anlagen bis unter die Cascaden. Der Schnee hat sich auf Bäumen und Sträuchern massenhaft aufgelagert, so daß um dieses selten schöne Winlerbild ein Gang dorthin sich lohnen dürfte. Auch Rehwild ist in Folge dessen überall in nächster Nähe sichtbar.

* Uslar, 3. Jan. Am letzten Montag, den 31 Dezember v. I., ist bei dem benachbarten Orte Verna­wahlshausen, km 31, 4-5, der Eisenbahndamm an der südlichen Seite in einer Länge von ca. 40 Metern abgerutscht. In Folge dessen ist das südliche Geleise mifahrbar und können die Züge nur das nördliche Geleise benutzen, wodurch eine Verspätung der Güter- Mge unvermeidlich ist. Zur Herstellung sind 8—10 Dage erforderlich. Es wird Tag und Nacht an der­selben gearbeitet.

* .Aus der Rhön wird der ,RH. und Saalpost' geschrieben: Die in letzter Zeit herrschend gewesene naß­kalte Witterung hat sehr nachtheilig aus die Gesund- heit unserer Bevölkerung gewirkt. Unter den Er­wachsenen herrscht vielfach der Typhus, während die Masern und die Dyphtheritis die Kinder Heimsuchen. Wenn die Kinderkrankheiten auch verhältnißmäßig gelinde auftreten, so ist doch so manchem Ehepaar durch den Tod eines Kindes ein bitteres Weh be­reitet worden.

* Neustadt a. S., 5. Jan. Der Ski-Sport sLchneeschuhlaufen) beginnt sich auch jetzt in unserer Stadt emzubürgern. Einige hiesige Herren sah man gestern Abend schon fleißig üben und behaupteten die- felben, daß ihnen das Ski-Laufen viel Vergnügen mache. Bei hohem Schnee und völliger Fertigkeit des Laufens sollen in der Stunde 10—12 Kilometer zurück­gelegt werden können.

* Höchst, 2. Jan. Der Prinz Peter von Olden- v v v g, der sich viel mit medizinischen und natur« wissenschaftlichen Studien beschäftigt und im russischen Kmserhause ungefähr dieselbe Stelle einnimmt, wie der Herzog Karl Theodor in Bayern, hat Montag Nach­mittag die Höchster Farbwerke besucht, um die Her­stellung des Heilserums kennen zu lernen und eine größere Quantität davon für verschiedene russische Hospitäler zu erwerben. Der Prinz hat bekanntlich «n Petersburg eine Zweiganstalt des Instituts Pasteur