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hochw. Herr Domkapitular und Jubilarpriester Joyan- nes Erb, welcher am 26. Januar 1812 geboren ist. Das goldene Priester-Jubiläum kann am 16. August 1895 feiern der 1887 fteiresignirte Pfarrer von Lahr­bach, Herr Franz Fenn, welcher z. Z. in feinem Ge­burisstädtchen Dettelbach unfern Würzburg wohnte 25 Jahre Priester wird am 20. Juni 1895^, sein der hochw. Herr Dechant Joseph Zimmer, Pfarrer zu Oberbim- bach; derselbe war der^ einzige, der 1870 überhaupt ordinirt wurde. Mögeßdas Jahr 1895 auch insofern ein^gutes werden, daß der Tod wenigstens nicht allzu viele Lücken unter dem hochw. Klerus reißt, damit es endlich einmal einen Anfang nimmt mit der Abhilfe des Mangels. Das walte Gott!

? Nachdem der neue Glockenstuhl fertig gestellt ist, wird unsere große Domglocke Osanna morgen (Don­nerstag) einem Probeläuten unterzogen. Wir machen die Bewohnerschaft unserer Stadt aus naheliegendem Grunde auf den Zweck dieses Läutens ausmerksam.

* Die katholische Männergesellschast M. N. begeht am nächsten Sonntage (hl. 3 Könige) ihr 28. Stiftungs­fest. Das übliche Hochamt auf dem Frauenberge be­ginnt um 9 Uhr und das in den Sälen der Harmonie stattfindende Festmahl Abends sts7 Uhr. In die gegen­wärtig circulirende Liste können auch sämmtliche Herren Geistlichen sowie die Mitglieder des kath. kaufmänn. Vereins ihre Namen einzeichnen. Sonstige Freunde und Gönner des M. N. werden durch Mitglieder ein­geführt.

* Wie weit Uebermuth oder Bosheit zu gehen vermag, zeigt die Thatsache, daß am gestrigen Neujahrs­morgen früh 3 Uhr in ein Zimmer im 3. Stock des Mutterhauses geschossen wurde, welches von einem älteren Mann bewohnt wird. Derselbe hatte gerade Licht angezündet. Ein Theil der Scheibe flog in das Zimmer. Glücklicherweise ist die Sache ohne größe­ren Unfall verlaufen.

* Sicherem Vernehmen nach ist der Regierungs­rath bei dem Königlichen Polizei-Präsidium in Frank­furt a. M. Herr Steffens mit der kommiffarischen Verwaltung des Landrathsamtes Fulda beauftragt worden.

* Beim Jahresanfang machen wir auf die Be­stimmungen aufmerksam, welche das sogenannte Wucher gefetz vom vorigen Jahre in Bezug auf Rechnungs­abschluß und Ertheiluug eines Kontoauszuges den Geschäftsleuten auferlegt hat. Dasselbe schreibt be­stimmt vor in dieser Beziehung: „ . . . Wer aus dem Betriebe von Geld- oder Kreditgeschäften ein Gewerbe macht, hat die Rechnung des Geschäftsjahres für jeden, welcher ein Geschäft der bezeichneten Art mit ihm abgeschlossen hat und daraus sein Schuldner geworden ist, dem Schuldner binnen 3 Monaten nach Schluß des Jahres einen schriftlichen Auszug dieser Rechnung mitzutheilen, der außer dem Ergebniß der­selben auch erkennen läßt, wie solches erwachsen ist. Wer sich dieser Verpflichtung vorsätzlich entzieht, wird mit Geldstrafe bis zu 500 Mark oder mit Haft be­straft. Die vorstehenden Bestimmungen finden keine Anwendung: 1) wenn das Schuldverhältniß auf nur einem, während des abgelaufenen Gefchäftsjahres ab- geschlosfenen Geschäft beruht, über dessen Entstehung schriftliche Mittheilung behändigt ist; 2) auf öffentliche Banken, Sparkassen, öffentliche Korporationen und auf eingetragene Genossenschaften; 3) auf den Geschäfts­verkehr, deren Firmen in das Handelsregister einge­tragen sind."

* Eine neue Arzneitaxe tritt mit dem 1. Januar in Kraft. Die in dem Einkaufspreise mehrerer Droguen und Chemikalien eingetretenen Veränderungen haben eine entsprechende Umarbeitung der bisher geltenden Taxe erforderlich gemacht.

* Sehr wenig bekannt und ebenso wenig geübt ist die Bestimmung, daß das sogenannte Gnadenquartal nach dem Tode eines Beamten sofort fällig ist. Während die Beamten selbst ihre Besoldung viertel­jährlich im Voraus und zwar am ersten Tage des beginnenden Vierteljahres beziehen, kann das Gnaden­quartal an die Hiuterbliebenen unmittelbar nach dem Tode des Beaniten ohne besondere Anweisung aus­gezahlt werden. Stirbt beispielsweise ein Reichs­beamter oder preußischer Staatsbeamter im Laufe des Monats Dezember, so gebührt den Hinterbliebenen nicht nur das Gehalt des Sterbemonats (welches der Beamte ja schon am 1. Oktober v. I. bezogen hat), sondern auch sofort nach dessen Tode die Besoldung für Januar, Februar und März künftigen Jahres, die auf Grund der vorzulegenden Sterbeurkunde ohne Weiteres gezahlt werden darf. Die Beobachtung dieser Bestimmung ist für die Hinterbliebenen, denen un­mittelbar nach dem Tode des Ernährers durch Be- grübnißkosten u. s. w. meistens viele Ausgaben er­wachsen, ost sehr wichtig.

* Der Bezirks-Ausschuß zu Kassel hat den Schluß der Jagd auf Hasen, Auer-, Birk- und Fasanen- Hennen, Haselwild und Wachteln auf den 19. Januar 1895 festgesetzt.

* Hünfeld, 31. Dez. Unser Bürgermeister Herr Joh. Sahler ist znm Bürgermeister der Stadt Rees (Regierungsbezirk Düsseldorf) gewählt worden.

* Kassel, 27. Dez. Zur bevorstehenden Eröffnung der Fuldaschifffahrt wird dem ,Hannov. Courier' aus Münden geschrieben: Das Jntereffe, welches die

an ver L-cyiftsayrl oeryeingien jaene veiu oeoemenven Werke der Fuldakanalisirung entgegenbringen, wächst in dem Maße, wie die Bauarbeiten fortschreiten, deren Beendigung man schon in einigen Monaten oder Wochen voraussehen kann, wenn ein günstiger Wasser­stand und ein gelinder Winter der Förderung weiter zu Hilfe kommen. Dann soll die Schifffahrt von Münden nach Kassel im Anschluß an die Weserschiff­fahrt am kommenden 1. April eröffnet werden. Das erhebliche Gefälle der 28 Kilometer langen Strecke des Fuldalaufes zwischen hier und Münden wird durch sieben Stauwerke (Nadelwehre) beseitigt, und die Hebung und Senkung der Schleppzüge erfolgt durch ebeusoviel daneben liegende Schleusen, welche eine ge­ringste Fahrwassertiefe von einem Meter verschaffen sollen. Die Schifffahrt auf dieser Strecke würde dann stets mit Ausnahme der durch Eis gesperrten Zeit mit Schiffen von wenigstens einem Meter Tiefgang aus­geführt werden können. Eine Tieflandung von einem Pketer und mehr soll aber nach sachverständigem Urtherl für die Oberweser nur wenige Monate im Jahre, wo ein guter Wasser stand zu herrschen pflegt, möglich sein. Für einige andere Monate des Jahres wird der Anschluß an die Fulda vielleicht mit Schiffsladungen von 1,60 Meter Tiefgang zu erreichen sein, und für die Zeit der niedrigsten Wasierstände, außer der Zeit der Eissperre, wird man aus die völlige Unerreichbarkeit der Fulda gefaßt fein müssen, wenn nicht für die Ver­tiefung der Oberwefer gesorgt wird. Genaue Kenner des Wasserstandes sind jedenfalls die Flößer, weil diese ihre Flöße so einrichten, daß sie auch bei dem niedrigsten Wasser fahren können. Nach Aussage derselben ist die flachste Stelle in der Weser zwischen Münden und Bremen bei dem Dorfe Lüchtringen, eine Stunde unter Höxter. Auf der Strecke von Hameln nach Erder sind noch 4 bis 5 Stellen, die nur 5 cm mehr Wasser haben, und auf der 20 km langen Strecke von den Badener Bergen bis nach Dreye, 2 Stunden oberhalb Bremen, sind nur 10 cm Fahrwaffertiefe mehr, als bei Lüchtringen. Auf der letzteren Strecke kommt es häufig vor, daß noch weniger Fahrwaffertiefe vor­handen ist, weil in jener Gegend der Untergrund der Weser aus Triebsand besteht. In Münden glaubt aber, abgesehen von vorstehend besprochenen Wasserstaiids- verhältnissen, nicht die Hälfte der Einwohner, welche ein Interesse an einer flotten Schifffahrt hat, an einen erheblichen Schiffsverkehr auf der fanalifirten Fulda, und zwar fchon allein nicht aus dem Grunde, weil die Wasierfracht mit den Nebenkosten weit höher sein wird, als die Eisenbahnfracht von dort nach Kassel. Ein be­ladenes Schiff, das mittelst Pferden nach Kassel durch sieben Schleusen gezogen wird, würde zwei Tage zu der Fahrt gebrauchen. Das Rollgeld für die nach Kassel bestimmten Maaren vom Ausladeplatze an der Fulda daselbst bergauf bis in die höher gelegenen Stadttheile wird doppelt so viel betragen, als das Rollgeld von den Bahnhöfen in Kastel bis hinunter in die Stadt. Letzteres beträgt nur 10 Pfg. für den Ceutner, während es von den Ausladeplätze der Fulda ab 20 Pfg. beträgt. Es wird daher ausgeschlossen fein, daß künftig Maaren von Münden per Schiff nach Kastel verladen werden, namentlich Holz, welches aus den bedeutenden Waldungen gerade den Hauptverkehr zwischen Münden und Kassel ausmacht.

* Frankfurt a. M., 31. Dez. Eine Anzahl der Schaffner der Reichseisenbahnen, welche auf dem zwischen Frankfurt a. M. und Basel kursirenden Schnellzuge den Dienst versahen, haben einen größeren Schmuggelhandel mit Cigarren betrieben. Sie kauften die Cigarren in Basel ein, umgingen den Zoll und verkauften die Cigarren, welche sie versteckt in den Schnellzügen mit nach Frankfurt a. M. nahmen, dort fehr billig. Die Waare ging wegen ihrer Wohl­feilheit rasend ab und die Schaffner hatten einen guten Verdienst. Jetzt ist aber die Sache entdeckt worden und die Strafkammer zu Mühlhausen i. Els. hat die Schaffner wegen Steuerhinterziehung zu 920 bis 15,000 Mark, bei Nichtzahlung der Strafe zu Gefängnißstrafen bis zu 9 Monaten, ferner zur Zahl­ung des Werthes der Cigarren bestraft. Die Ver­waltung der Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen aber ist für die Strafe haftbar erklärt worden. Auch die Pfälzische Bahnverwaltung und die Hessische Lud- wigsbahn waren geladen. Die Verwaltung der Reichs­eisenbahnen hat Berufung gegen das Unheil eingelegt.

* Darmstadt, 31. Dez. Der Prinzthronfolger von Rumänien ist heute mit seiner Gemahlin zum Besuche des Großherzoglichen Hofes dahier eingetroffen.

Vermischtes.

* Dr. Brrmiller, der Adjutant des Majors v. Wißmann in Deutsch-Ostafrika, hat sich mit der Tochter des Großindu­striellen Kommerzienraths Lanz in Mannheim verlobt.

* Köln, 31. Dez. In der verflossenen Nacht versuchten zwei Arbeiter auf der Schiffbrücke einen Raubmord. Sie überfielen eine arglos einherschreitende Person, verletzten sie durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich und bemühten sich alsdann, den Verwundeten im Rhein zu ertränken. Die Polizei überraschte die Verbrecher und verhaftete sie.

* Waldenburg i. Schl., 31. Dez. In Hausdorf erdrosfelte die Fabrikarbeitersfrau Neumann ihre beiden Söhne von 10 und 12 Jahren und durchschnitt sich selbst hierauf die Puls­adern. Sie starb an Verblutung. Der Grund zur That waren Nahrungssorgen.

läßt jetzt, um für seine „Wunderkuren" Reklame zu machen, verbreiten, der Regierungspräsident aus Lüneburg habe ihn dreimal besucht und wegen seiner Tochter um Rath gefragt. Diese habe er geheilt, worauf chm Herr v. Colmar versprochen habe, ihm ein Attest darüber auszustellen. Ebenso erzählt Ast, daß Landrath Goeschen aus Harburg ihn ausgesucht und ca 1 Stunde für ihn geschrieben habe. Es ist nicht unmöglich, wenn auch nicht sehr wahrsche nlich, daß von Leuten, die schneller zu Ast gelangen wollten, die Namen der Genannten mißbraucht worden sind, daß also Ast getäuscht wurde. Unter diesem Ge­sichtspunkte sollen die vorbezeichneten Persönlichkeiten es abge- lehnl haben, einen Strafantrag gegen jenen zu stellen. Nachdem er vor einiger Zeit auch das Märchen verbreitet hatte, der Kaiser habe ihm ei» Schreiben gesandt, in dem stehe, er möge sich nur ruhig verurtheilen lassen, cs könne ihm doch Niemand etwas thun, behauptet er nach den ,Harb. Anz. und Nachrichten neuerdings, er habe eine Depesche vom Kaiser erhalten, in der sich dieser für einen der nächsten Tage anmeldet. — Einer der in Radbruch ongekvmmenen Fremden wurde irrsinnig und hielt sich fast drei Tage lang, falt nackend, im Walde aus. Mit vieler Mühe gelang es, des Unglücklichen, dem Hände und Füße erfroren waren, habhaft zu werden und ihn ins Winsener Krankenhaus zu schaffen, wo er bwd darauf starb. — Per­sonen, die von einer „Radbruchreise" zurückkommcu, melden, daß der Wunderdoktor an rinem innerlichen Fehler leide, der nur durch geschickte Operation entfernt werden könne. Ast begebe sich zwecks dieser Operation zu Professor Bergmann ch Berlin. In der genannten Zeit wird keineswegs seine „Praxis luben, sondern er wird von seinem „Assistenten" (Frau oder Lohn) t)erbeten. Er ersucht deshalb die leidende Menschheit, nur weiter zu ihm zu kommen. .

* Haag, 29. Dez. Bei einer Vorstellung wurde em Zu­schauer, welcher während der Aufführung des „Saug an Aegir gepfiffen, aus dem Zuschauerraum aus gewiesen. Derselbe ist Komponist. „

* New-Hort, 29. Dez. In Silverlike (Oregon) war am Weihnachts-Heiligabend eine große Anzahl Personen festlich ver­sammelt, als eine Lampe explodirte und den Saal in Brand steckte; 41 Personen sind verbrannt und 16 verletzt worden.

* Berechtigte Klage. Einsam auf dem Gipfel der Alpen: „Was hilft mir die ganze Aussicht! Drei Stunden heraufge­krabbelt, die Cigarren mitgeschleppt, und die Zündhölzchen drunten gelassen!"

Literarisches.

* Pünktlich wie immer erscheint von Kreuz und Schwert das 1. Heft des neuen (3.) Jahrganges. Dank ihrer fachkundlren Redaktion und der Mitarbeit zahlreicher Missionare, dank aber auch des billigen Preises und der großen Mannigfaltigkeit duscr Zeitschrift steht sie nach ben ersten zwei Jahre» bereits nahe an der A! vnneutei.-Ziffer 10 000. Wer immer Interesse an den Vorgängen in Afrika hat, wer die Arbeiten der Missionäre wie der Koloni al-Regierung verfolgen will und dabei eine anregende, über das Alltägliche hinansgehcude Lektüre liebt, b.r fnidet dafür keine bessere Zeieschrist als ,Kreuz und Schwert. Dazu kommt, daß der Herausgeber auch praktisch für die Missionen sorgt: sein Haus ist der Sammelpunkt für alle möglichen Gegen­stände, die den Missionen nützen können, an ihn wenden sich die katholischen Jungfrauen, wenn sie Missionsschwester werden wollen, aber die Mittel dazu nicht besitzen u. s. w. Schon aus diesem Grunde möchteü wir der an sich empfehlenswerthen Zeit­schrift den besten Erfolg wünschen. (Herausgeber W. Helmes in Münster i. W. - Preis halbjährlich 75 Pfennig tm Post- abonnement und im Buchhandel. Portofrei zugesandt 90 Pfg., 5 Exempl. 3 Mk. Im Ausland ist der Preis 1,20 Mk. halb- jährlich.) ___

Werloosungen.

* Braunschweiger 20 Thlr. - Loose vom Jahre 1868. Pehuna am 31. Dezember 1894. Auszahlung am 1. Marz 1895. Am l. Nov. gezogene Serien: Nr. 592 646 13 2 1325 1331 1446 1597 1614 1676 1934 2048 2290 2461 259o 2609

2826 3139 3142 3336 3505 3552 3571 3831 3917 4133 4774

4852 50l5 5b 9 5178 5191 5266 5618 5710 5764 o768 ->793

6019 6107 6 49 6245 6491 6647 6730 6777 6787 7393 7431

7740 7742 8177 8706 8900 8914 8998 9532 9595 9725 9729 9800 9820 9984. Hauptpreise: Serie 1446 Nr 17 -> Mk. 60,000, Serie 4852 Nc. 26 ä 7200 Mk., Serie 1934 Nr 20 Serie 5618 Nr. 35 je 3000 Mk. Serie 9532 Nr 2c> je 2100 Mk Serie 592 Nr. 48, Serie 302 Nr. 49, Serie >934 Nr. 38, Serie 3571 Nr 29, S rie 5109 Nr. 22, Serie 5764 Nr 16, Serie 6245 Nr. 4, Serie 6730 Nr. 27, Serie 6787 Nr 37, Serie 7393 Nr. 38 je 300 Mk. Serie 1331 Nr. 36, Serie 2290 Nr. 11, 31, Serie 9532 Nr. 32, Serie 9820 Nr. 19 je 87 Mk. (Ohne Gewähr)

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Eine angenehme Ueberraschung bereitet am Jahres­schluß die Annoncen-Expedition Rudolf Mosse ihren zahl­reichen Geschäftsfreunden durch Uebersendung ihres großen Zeitungskatalogs und Jnsertionskalenders pro 1895. Im Innern wie im Aeußern, im Format wie in der Ausstattung hat dieser bewährte Rathgeber für das inserirende Publikum eine vollkommene Umgestaltung erfahren. Praktische und Schönheits­gründe haben dazu geführt, dem Katalog ein Großquartformat zu geben und ihn als Pultmappe, Schreibunterlage und Notizkalender zu gestalten. Diese originelle Idee ist in technisch vollkommener Weise mit künstlerischem Geschmack durchgeführt. Eine Reihe von vorzüglichen Illustrationen, die dem Katalog beigegeben sind, und welche das Centralbureau, die Druckerei von Rudolph Mosse und die verschiedenen Heimstätten der Zweigniederlassungen darstellen, geben eine lebhafte An- schanung von dem Umfang des Gesammtunternehmcns. Eme große Anzahl origineller neuer Entwürfe für die Ausstattung von Inseraten werden dem Publikum zur Verfügung gestellt und geben Zeugniß von dem unablässigen Eifer der Firma, den ihr übertragenen Anzeigen zu gutem Erfolge zu verhelfen. Der Katalog selbst, der durch die Bcrgrößerung des Formats wesent­lich an Uebersichtlichkeit gewonnen hat, zeigt wieder dieselben praktischen Einrichtungen wie seit Jahren, dieselbe Klarheit der Eintheilung, dieselbe Zuverlässigkeit in der Bearbeitung des kolossalen Materials. — Die rechte Abteilung der Mappe ist ganz dem praktischen Bureau-Gebrauch gewidmet. Sie enthält auf gutem Papier einen Schreibkalender für alle Tage des Jahres und bietet hinreichenden Raum für alle geschäftlichen Notizen. Wir zweifeln nicht, daß der Zeitungskatalog allen Empfängern Freude machen wird. I7