Intelligenz-Blatt
der freie« Stadt Fra«ks«tt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den /rg«Ls«rtrr Nachrichttu als Ertrabeilag«.
(Erpedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21).
«M 306 Donnerstag den 25. December 1856.
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JM^ Wegen der Feier des h. Weihnachtsfestes wird morgen Freitag kein Jntelligenzblatt ausaegeben. Inserate für Samstag werden Freitag Vormittags nur bis 10 Uhr angenommen, am Nachmittage ist das Comptoir geschlossen. ____________ _______ __________
Der Weih« (Zum heiligen
ES steh'n im weiten GotteSgarten Viel edle Bäume groß und klein, Sie tragen Früchte aller Arten, Die süße Labung uns verleih'».
Don jenem Lebensbaum zn schweigen, Der einst geblüht im Paradies, Dem eine seltne Kraft zu eigen, Die wunderwirkend sich erwies.
Auch jetzt noch gibt's im Nord und Süden Der hohen Riesenpflanzen viel, In deren Schatten ruh'n die Müden, Vor dem erreichten Wanderziel.
Der Urwald hat in seinem Schooße Der seltnen Bäume mancherlei. Die Palme schmückt das schattenlose Gebiet der èden Wüstenei.
achtsbaum.
Feste 183«)
Und wer nennt all' die schmucken Bäume, Im lieben deutschen Vaterland, Die zahlreich 'füllen alle Räume? Wer zählet wohl am Meer den Sand?
Es strebt die Eiche kühn nach oben, Des AepfelbaumeS Blüthenpracht Drängt uns, den güt'gcn Herrn zu loben, Der Alles dies so schön gemacht.
Den wärmsten Gruß den Bäumen allen!
Auf ihrer lieblichen Gestalt Ruht unser Blick mit Wohlgefallen, Sie sind geliebt von Jung und Alt.
Es steh'n im weiten GotteSgarten Biel edle Bäume, groß und klein, Sie tragen Früchte aller Arten Die süße Ladung uns verleih'n.
Auch in Italiens schönen Reichen Doch einen gibt's in uns'rer Mitte
Im Land, wo die Citronen blüh'n, Der findet seines Gleichen kaum,
Gibt's Bäume viel, an deren Zweigen, Er wird nach alter deutscher Sitte
Im dunkeln Roth die Früchte glüh'n. Geehrt und heißt: Der Weiynachtsbanm.
Auch heute wird er wieder blühetz, In seiner alten Herrlichkeit. Mög' er nach Sorgen und nach Mühen Erfreuen uns zur Weihnachtszeit.