Intelligenz-Blatt der freies Stadt Kaskfart, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frasksurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Erpeditisn : am Geistpförtchen, SchlachthauSgaffe 21.)
M 280 Dienstag den 25. November 1856.
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Frankfurt, den 25. November. Von vielen Seiten werden die Resultate der Wiener Münzconferenz als unvollständig und dem Bedürfnisse..nicht genügend hingestellt. Man vermißt in denselben eine Münzeinigung und klagt darüber, daß statt einer gemeinsamen Münze für ganz Deutschland nur eine Feststellung des Verhältnisses der Feingehalte der verschiedenen Münzen, sowie der Werthrelationen zwischen Gold und Silber erfolgt sei. Beides hält man für nebensächlich und ungenügend gegenüber dem Bedürfnisse, welches sich bei dem ganzen industriellen Verkehr nach einer vollständigen Münzgleichheil immer mehr geltend macht. Wenn wir uns auch keineswegeS der Ansicht verschließen, daß für den inneren deutschen Verkehr sowohl, als für den Handel Deutschlands mit dem Auslande eine völlige Münzgleichheit unter allen deutschen Staaten von der höchsten Wichtigkeit ist, so vermögen wir doch nicht einzusehen, daß zur Erreichung dieses Ziels die von der Münzconferenz gewonnenen Resultate nur von nebensächlicher Bedeutung sein sollen. Die Münzen der deutschen Länder waren bis jetzt nicht nur in ihrer Gestalt und ihrem Werthe völlig ungleich, sondern eS war auch unmöglich, ihr Werthverhältniß gegen einander festzustellen, da eben die gemeinschaftliche Beziehung auf eine feststehende Einheit fehlte. Diese Einheit, das tertium comparationis für alle verschiedenen deutschen Münzen ist nun durch die Münzconferen; in dem Zollpfunde gegeben, von welchem als Basis der Feingehalt jeder deutschen Münze ansgeht. Es ist also nach den in Wien berathenen Bestimmungen möglich und leicht gemacht, genau und scharf das Werthverhältniß der verschiedenen deutschen Landesmünzen gegen einander zu berechnen, da man die genaue Bestimmung ihres Feingehaltes nach dem einheitlichen Maße deS ZollpfundeS hat. Wenn es aber möglich ist, zu ermitteln, wie sich der Werth der einen Münze gegen den der andern verhält, so ist damit das Wesen und der innere Kern der Münzeinheit erreicht. Was an derselben dann noch fehlt, liegt nur in der Form, dem Handelsverkehr bleibt nur die immer nicht allzugroße Mühe, bei dem Austausche der Münzen eine Berechnung anzusteüen, die durch die Bestimmungen der Con- ferenz so sehr als möglich erleichtert wird. Es scheint unS daher gerade das, was zur völligen Erreichung des vorgesteckten Zieles noch fehlt, nämlich die Mün zgle ich h eit, das nebensächliche sei, während daS Wesentliche, nämlich die Münzeinheit, durch die Beschlüsse der Conferen; erreicht ist. Der Ausländer vorzüglich kann nun nicht mehr in die Verlegenheit kommen, an den verschiedenen Grenzen der deutschen Staaten Münzen