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Intelligenz-Blatt der freien Stadt /reakfert, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats-- behörden, und den /rsnkforter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

â 232. Dienstag den 30. September 1856.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6-kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Abonnements auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Machrichten werden täglich oder vom I. October beginnend, zu ermäßigtem Semester - Preise von der Expedi­tion angenommen.

UebeäliekK Hex WeeLguLUe im Gebiete dee yVALtifchsK und mateeieAKU JvteveffeK.

Frankfurt, den 30. Sept. Wir haben nicht gerade Ueberfluß an Denkwür­digkeiten zur inneren Gesch ichte des Großherzogthums Frankfurt. Außer dem, was in die allgemeinen Geschichtswerke der Gegenwart übergegangen ist, wüßten wir nur den Beitrag über die letzten Tage der Reichsstadt Frankfurt im Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst und mancherlei Züge zu nennen, welche in den histo­rischen Novellen des Herrn Assessors Pfeiffer aufbewahrt sind. Für den Verwaltungs- organiömuS sind das „Amtsblatt" und der „Staatskalender" jener Zeit, sowie Win- kopp's „Beschreibung des Großherzogthums Frankfurt, Weimar 1812", unentbehrlich. In der neuesten Zeit ist indeß ein Werk erschienen, das werthvolle Züge aus jener Zeit bringt. Der Geheimerath K. C. v. Leonhard in Heidelberg hat seit 1854 die Heraus­gabe seines Werkes: „AuS unserer Zeit in meinem Leben" (Stuttgart, Schweizcrbart) begonnen und bis 1856 die Zeit von 1780 bis 1833 dem Leser vorgeführt. In Rum­penheim geboren, siedelte er mit seinem Vater, dem Verwalter der Besitzungen des Prin­zen Carl von Hessen, srühzeitig nach Hanau über. Seine Mutter war eine Godeffroy, aus der bekannten Hamburger Familie, französischen Ursprungs. Dieser Umstand ist vielleicht die Ursache, daß der Verfasser seinem Buche unzählige französische Stellen in der Ursprache einreiht, statt sie, wie passender gewesen wäre, zu übersetzen. Wenn wir dem Verfasser die Gesprächigkeit des Alters und einige Selbstgefälligkeit verzeihen, wenn wir nachsehen, daß wir über die Ursachen der französischen Revolution hier keine Belehrung erwarten, noch auch über den Briefwechsel zwischen Napoleon und Josephinen nach ihrer Scheidung; daß unö die wörtliche Mittheilung aller allerhöchsten Handbillets so wenig interessiren kann als die Schilderung einer langweiligen Reisegesellschaft aus