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Zutelligenz-Blatt der freien Stadt /raaksurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats­behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Crpedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21.)

M 206. Samstag den 30. August 1856.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 fr. Tägliche Ausgabe außer Montags. EinrückungSgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Um­gegend in 40®® Exemplaren verbreiteten und in jeder Familie hier gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam gemacht werden.

«eberblickr der Er-igniffe im Gebiete der politische» »»d materielle» Jutereffe».

Frankfurt, den 30. August. Die gegenwärtige türkisch-griechische Grenze ist großentheils an den unglücklichen Ereignissen schuld, welche 1854 in Epirus und Thessa­lien stattgefunden haben. Auch die Räuberei, welche hier in unerhörter Weise von Tür­ken und Griechen getrieben wird, hat in der Beschaffenheit der Grenze ihre Quelle. Die griechische Regierung leidet ganz besonders durch dieses eingewurzelte Uebel, auf dessen Heilung sie fort und fort ihre Kraft vergeblich verwendet. ES ist als wenn man bei der Feststellung der griechisch-türkischen Grenze es sich zur Aufgabe gemacht gehabt hätte, sie an die ungeeignetsten Punkte zu verlegen. Die türkisch-griechische Grenze bie­tet eine zahllose Menge von Schluchten, Engpässen, unzugänglichen Stellungen und Schlupfwinkeln, welche in hohem Grade die Bildung von Räuberbanden begünstigen, während sie ihre Verfolgung auf jede Weise hindern. Das gegenwärtige. Griechenland ist so gestellt, daß es seine Wichtigkeit und Macht nur in seiner innern Vervollkomm­nung, in der Entwickelung seiner Industrie,.- seines Handels, seiner Marine suchen kann. Es liegt im Interesse Europas, wie der Türkei, Griechenland diese Entwickelung durch eine neue Grenze zu erleichtern. Die gegenwärtige türkisch-griechische Grenze geht durch daS schluchtenvolle Othryrgebirge und erstreckt sich in einer Ausdehnung von 46 geo­graphischen Meilen vom Ambrakischen Meerbusen bis zum Golfe Volo. An ihrem öst­lichen Ende besteht sie eine Stunde weit in einem Bache, welcher im Sommer ganz trocken, im Winter aber jederzeit zu Fuß und zu Pferd ohne Schwierigkeit zu passiven ist. Im Westen sind es ebenfalls leicht überschreitbare Bäche und Hügel, welche die Grenze bilden. Was zwischen diesen beiden Punkten der Grenze liegt, ist zwar gebirgig, stellt aber den Verbrechern, welche von der einen oder der andern Seite die Grenze