Intelligenz-Blatt
der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition; am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21.)
M 174. Donnerstag, den 24. Juli 1856.
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NehGrblLÄs der GreègmM im Gebiets der politische« «nd materielle« Iuteresse«.
Frankfurt, 24. Juli. Die Lösung der Organisationsfrage der Donaufürstenthümer auf dem Wege ihrer Vereinigung unter einer erblichen Dynastie mit Aufrecht- Haliung der Oberlehnsherrlichkeit der Pforte hat nicht nur durch die Erklärung der halboffiziellen französischen Presse, daß die französische Regierung an ihrem Programm festhaite und durch den Eintritt Sardiniens, dessen Votum nicht zweifelhaft sein kann, in die Conferenz an Wahrscheinlichkeit gewonnen, sondern auch einen unerwarteten Bundesgenossen in der Presse gefunden. Noch im März d._J nahm die „Allgemeine AugSburger Zeitung", jetzt die erbittertste Gegnerin dieses ProjectS, einen Artikel ihres wohlunterrichteten 0 Korrespondenten von der untern Donau auf, der um so wichtiger ist, als die jetzige Haltung der „Allg.Zeitung" zweifelsohne durch bekannte Rücksichten hervorgerufen wird. Während jetzt tn der „Allg. Z." die Bestrebungen zur Vereinigung die Aeußerung einiger ehrgeizigen Parteiführer genannt werden, sind sie in dem bezeichneten Artikel „als die einhelligen Wünsche aller Mvlda-Wlachen" erwähnt. Ihre Zurückweisung durch die Pforte habe „allgemeine Entmuthigung und Enttäuschung unter Denen verbreitet, welche sich der Hoffnung auf Besserung in den Zuständen ihres unglücklichen Vaterlandes hingegeben hatten, das allzulange den Wechselfällen preisgegeben war. Dafür sind aber die Hoffnungen der Hospodariatscandidaten frisch aufgetaucht und alle Diejenigen, welche bei politischen Aenderungen zu gewinnen hoffen, hüllen ihre Privatintereffen in patriotische Gewänder. Noch mehr! „Die Pforte hat auch die Erblichkeit abge- lehnt, welche allein den schweren Uebeln des Wahlreichs abhelfen kann." Gewiß mit Recht wird der damalige Vorschlag der Pforte, die Fürstenthümer sollten Candidaten zur lebenslänglichen Wahlfürstenstelle vorschlagen und die Pforte daraus wählen, von dem Donaucorrespondenten als „Vergebung an den Meistbietenden" bezeichnet. Im weiteren Verlauf deS Artikels kommt der Verfasser nochmals auf die Aufregung kleinlicher Leidenschaften in einer demoralisirten Gesellschaft und einem von Parteien zerklüfteten Lande zurück, welche die Hospodarenwahl Hervorrufen würde. In Hinsicht der inneren Angelegenheiten, möchte er diesen Landen selbst die Sorge überlassen, mit aller Ruhe