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verbunden mit dem Amtrbtatt, Organ der hiesigen Staats- behörden, und den /rauksurter Nachricht« als Extrabeilage. L WWM^

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(Erpedition: am Geistpsörtchen, SchlachthauSgasse 21.)

JK 146. Samstag, den 21. Juni 1856.

Ueberblicke der Greignifse im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 21. Juni. Von der großherzoglich hessischen Handelskammer zu Mainz ist vor Kurzem der Jahresbericht über das Jahr 1855 ausgegeben worden. Der Eingang des Berichts gedenkt im Allgemeinen der günstigen Eniwickelung von Handel und Industrie im hessischen Rheinland und begründet die hohen Erwartungen, welche namentlich von der Vollendung der linksrheinischen Eisenbahn in Bezug auf ein noch gedeihlicheres Emporblühen aller gewerblichen Betriebszweige gehegt werden. Im Ein­zelnen werden dann zunächst die Schifsfahrtsverhältnisse behandelt. Während die Eröffnung der vorigjährigen Schifffahrt in Mainz erst zu Anfang des MonatS März stattfinden konnte, trat bereits um die Mitte des Monats November deren Schluß ein. Außerdem wurde im Spätsommer und Herbst der Flußverkehr durch den sehr niedrigen Wasserstand des Rheins beeinträchtigt, wobei die Mangelhaftigkeit des Fahrwassers auf der hessisch-nassauischen Seite abermals schmerzlich empfunden ward. Die auf dem Rhein und anderen Strömen gemachten Erfahrungen haben bewiesen, daß bloße Baggerungen nicht im Stande sind, die gehörige Tiefe des Fahrwassers für die Dauer herzustellen, und daß dieser Zweck nur durch wirkliche Strombauten erreicht werden kann, welche die Richtung und Tiefe des Fahrwassers mit Hülfe der eigenen Stromkraft regeln. Der Bericht hierüber äußert wörtlich weiter: „Wie großartiger sich der Verkehr auf allen dem Rheine näher liegenden, mit seiner Wasserstraße concurrirenden Eisenbahnen und Kanälen entfaltet, desto ernster wird die Frage um die Zukunft eines Stromes, welcher für Hunderttausende seiner Uferbewohner seit Jahrhunderten die wichtigste Lebensquelle gewesen ist. Schwere und voluminöse Güter werden zwar immer den Wasserweg wäh­len, aber die wachsende, durch die Rheinschifffahrts-Abgaben begünstigte Concurrenz der Eisenbahnen, namentlich der französischen Bahnen, macht sich von Jahr zu Jahr fühl­barer und würde uns ernstlich beunruhigen, wenn wir nicht hoffen dürften, durch Herab­setzung des Rhein-Octroi und durch Verbesserung des Fahrwassers umfangreicheren Ab­lenkungen des Güterverkehrs vom Rheinstrome rechtzeitig vorgebeugt zu sehen." Die Handelskammer hält ein baldiges Einschreiten der StaatsreHierung in beiden Beziehungen für dringend nothwendig, wiederholt ihr Gesuch um weitere Ermäßigung der Rhein-, wie der Land Transitzölle, und erklärt es für eine neue wichtige Erleichterung der Rhein­schifffahrt, wenn zwischen den verschiedenen zollvereinsländischen Uferstaaten eine Vereinbarung dahin getroffen würde, daß die Erhebung des Rheinoctrois gleich