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Weberblicke der Greigmfse im Gebiete -er politische« und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 19. Juni. Die Donau und ihre Anlande find in den letzten Tagen der Schauplatz verschiedener Veränderungen gewesen, welche wir, der Ordnung ihres Laufes folgend, mittheilen wollen. Zunächst hat ein bayerisches Schiff den Bann der k. k. privilegirten Dampfschifffahrtsgesellschaft für die Donau gebrochen; es war das erste, welches von den Bestimmungen des Friedens Gebrauch gemacht hat; doch wird von dieser Seite her schwerlich eine erfolgreiche Cvncurrcnz für die im Besitze be­findliche und mit ungeheueren Betriebsmitteln ausgestattete österreichische Gesellschaft er­stehen. Dazu würde eine neue große Gesellschaft gehören, welche für die ersten Jahre mit Schaden zu arbeiten entschlossen wäre, um durch zahlreiche Fahrten und billige Preise den schlummernden Verkehr zu erwecken, und erst später die Früchte zu ernten. Sodann sind die Sprengungsarbeiten am eisernen Thore zu Orsowa als unthunlich aufgegeben worden, welche bestimmt waren, ein großes Hinderniß der Schifffahrt, da beladene Dampfer nur bei hohem Wasserstand hier passiren können, aus dem Wege zu schaffen. Die Commission für die Regelung der Donaufürstenthümer ist noch nicht ins Leben getreten; einmal hat England erklärt, nicht eher einen Commissär ernennen zu wollen, als bis Oesterreich die Fürstenthümer geräumt und so den Bewohnern derselben die freie Willensäußerung znrückgegeben habe; andererseits aber hat Oesterreich erklärt, vor geordneten Verhältnissen die Räumung nicht bewerkstelligen zu wollen. Es ist kaum abzusehen, wie diese Meinungsverschiedenheit ausgeglichen werden soll. Die eben ange- führte Forderung Englands wird durch die Thatsache unterstützt, welche nach dem Brüsse­ler „Nord", viele deutsche Blätter im Auszug mitgetheilt, daß nämlich der General Coronlm seinen militärischen Einfluß beim Hospodar und beim Divan zu Gunsten einèr Wiener Gesellschaft geltend gemacht, welche ohne ihre Bedingungen kund zu geben, um ute Concession der moldauischen Creditbank sich bewarb, und den Bankdirector Rulandt aus Dessau verdrängen wollte, obschon Letzterer sich seit vier Jahren im Besitze

Concession befand. Nach Beseitigung desselben hatte natürlich die Wiener Gesell­schaft der moldauischen Regierung ihre Gesetze vorschreiben können. Die Energie des