Intelligenz-Blatt
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verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- behörden, und den /raaksurter Nachrichte« als Extrabeilage.
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
M 142. Dienstag, den 17. Juni 1856.
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NbonuementSpreiS ftr'S halbe Jahr 2fl.30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. EinrückungSgebühren: 6 kr. fiir die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.
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LLeberblieke Der Greignifse im Gebiete der politischen «nd materiellen Interessen.
Frankfurt, den 17. Juni. Bekanntlich liegt die Hauptschwierigkeit, welche das Voranschreiten der Organisation der Donaufürsteuthümer verhindert, in dem Umstand, daß die beiden Mächte, welche ein Interesse haben, ein kräftiges Rumänenreich an ihren Grenzen nicht entstehen zu lassen, daß Oesterreich und die Türkei, die ebenso von dem Volkswillen und den übrigen Mächten, als von den ethnographischen und geographischen Verhältnissen geförderten Vereinigung beider Fürstenthümer zu einem Ganzen widerstreben. Freilich mag dem Wiener Cabinet, dessen Staaten 2,700.000 Rumänen umschließen, die Anziehungskraft eines selbstständig entwickelten rumänischen Reiches von 5 Millionen so bedenklich erscheinen, wie dem Divan für die halbe Million rn Bulgarien; indeß spricht die „Oesterr. Ztg." diesen Gedanken nicht auS, sie führt vielmehr das Beispiel des vereinigten Königreichs der Niederlande und dessen rasche Trennung in Holland und Belgien als einen Beweis an, wie unglücklich das Zusam- menschweißen von ungleichartigen Bestandtheilen zu einem Staate abzulaufen pflege. Es tst jedoch völlig unzutreffend, zwei Hochgebildete, seit Jahrhunderten in der verschiedensten geschäftlichen und Culturweife entwickelte Völker — die einen als katholische Ackerbauer und Industrielle, die andern als protestantische Handelsleute und Seefahrer — die einen als spanische und österreichische Unterthanen , die andern als Republikaner — ^^mmenzustellen mlt den durch äußere Einflüsse getrennten Trümmer Eines Volkes m Rellglon, Sprache und Sitte, das noch auf der Bildungsstufe steht, wo aber die confessionille und nationale Zusammengehörigkeit bei weitem der mächtigste Trieb ist!
gerade m der Moldau geneigt ist, sich der neuen Vergrößerung allein nfreuen zu wollen, wie sehr vielmehr Fürst und Volk für Bereinigung mit der Walla- 'lt, geht aus folgendem Aktenstück hervor: Die „Gazeta d?Moldavio", das v ^moldauischen Regierung, veröffentlicht in ihrer Nummer vom 17. zwei Aktenstücke von Interesse. Es sind dies die von dem Fürsten Gregor an den General-Divan erlassene Abschiedsbotschaft vom 10 (22) Mai und die AntwortSadresse des DivanS. Die Botschaft schließt, nach einer auS-