Intelligenz-Blatt irr freit« Stadt /r«ks«ü, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden , und den Frankfurter Nachrichten al» Extrabeilage. j ^
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
â 138. Donnerstag, den 12. Juni 1856.
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Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politische« und materiellen Interessen.
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Frankfurt, den 12. Juni. Das Wachsthum der deutschen Städte hängt so innig zusammen mit der Entwickelung deS Eisenbahnsystems, daß wir jenen Verhältnissen "ne diesen von Zeit zu Zeit die Aufmerksamkeit unserer Leser zuzuwenden für Pflicht halten. Wir wählen heute einige Mittheilungen aus dem „Berliner statistischen Jahrbuch", enthaltend den Bericht des statistischen Amtes im königl. Polizei-Präsidium zu Berlin für das Jahr 1854. Bon Dr. Eduard Müller, Regierungs- und Medicinal- Rath. Berlin 1856. Am Schluffe deS Jahres 1853 belief sich die Einwohnerzahl Berlins und des Weichbildes (ausschließlich des activen Militärs) auf 430,319 Seelen. Im Laufe des Jahres 1854 vermehrte sich die Bevölkerung Berlins durch den Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen um 4525, durch Einwanderung um 1048, zusammen um 5573 Personen, so daß Ende 1854 sich die Civilbevölkerung auf 436,092 Seelen belref. Im Jahre 1854 sind 197,971 Fremde angekommen und 230,266 Personen abgereist. Die Zahl der im Civilstande Geborenen betrug 15,130, also 1:28,82 Lebenden, während das durchschnittliche Verhältniß für Berlin 1:28,21 und für die Monar- djte 1:24,45 ist. Im Jahre 1854 wurden im Civilstande 3688 Ehepaare getraut, also das Verhältniß für den Staat 1:110 ist. Es starben in dem Civilstande 10,712 Menschen, 1:40,71, statt dem gewöhnlichen Verhältnisse 1:38, also weit
Zur Vergleichung führen wir noch folgende Zahlen an: Für Danzig, Prag, W:en1: 24, Breslau 1:25, Königsberg 1:27, München 1:28, Dresden 1:29, Hamburg 1:30, Ackhen, Köln 1:36, Stuttgart 1:47, Frankfurt 1:55. Auf den Mai kamen in Berlmam meisten 9,1%, auf den Februar am wenigsten, 7,4% aller Todesfälle. ÄÄ Ä 127> V Selbstmord 97 um's Leben. Im ersten Quartale m 8^.09 Wohnungen rm Mlethwerth von 9,292,763 Thlr. Davon waren 83,594 bewohnt. Am Höchsten, aus 218 Thlr., stand der durchschnittliche Miethwerth in der Doro- theenstadt, am Niedrigsten, auf 63 Thlr., im Rosenthaler Bezirk und Oranienburger Vorstadt. K an RahrungSnutteln ergibt sich, daß jeder Einwohner durchschnitt-
ltch 2 Ctr. 13 Pfd. Mehl, und zwar 77 Psd. Waizen - und 1 Ctr. 46 Pfd. Roaaen- tne^l und, einschließlich des Militärs, 81V. Pfd. gewöhnliches Fleisch consumirte. Außer-