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Intelligenz-Blatt

der freies Stadt Kaakfsü, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- â^Mèâ^ behörden, und den Franksarter Nachrichten als Extrabeilage. I

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 134. Samstag, den 7. Juni ' 1856.

Abonnementspreis für'S halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

NeberblLÄs der Greèguèffs tM GeLLete der politischen nsèL materiellen Interessen.

Frankfurt, den 7. Juni. Seit mehreren Monaten erleben wir das seltsame Schauspiel, daß wir in Bezug auf den Streit zwischen England und Nordamerika beständig mit der Versicherung getröstet werden, es sei unmöglich, daß brudermörderischer Streit entbrenne zwischen den beiden großen angelsächsischen Nationen, und daß doch von keiner Seite ein friedlicher Schritt gethan wird, oder sagen wir richtiger: gethan werden kann. Es sind bekanntlich zwei Streitfragen zwischen Großbritannien und den Ver­einigten Staaten schwebend: die Werbungsangelegenheit und die centralame­rikanische Angelegenheit. Während die erstere durch den Frieden in den Hintergrund getreten ist, hat dagegen die letztere immer drohendere Dimensionen angenommen. Es handelt sich um die Anerkennung des Präsidenten Nivas, für welchen Walker ficht. Siegt Walker, so wird die Union nicht zögern, ihn anzuerkennen; unterliegt er, so wird die Negierung der Vereinigten Staaten vielleicht auf den Vorschlag Englands eingehen, die Streitfrage dem Schiedsrichterspruche einer unbetheiligten Macht zu überlassen, denn Amerika kann seine Zeit erwarten. Man hat das ganze Auftreten des Präsidenten Pierce in dieser Angelegenheit als ein Wahlmanöver bezeichnet; wir glauben, ein Blick auf die Karte und eine Versetzung vom europäischen auf den amerikanischen Standpunkt zeigt, daß der einzige lebens- und entwickelungsfähige Staat von Amerika diese den Golf, in welchen der Missisippi mündet, umgebenden Länder bedarf. Kalifornien hat die Wich­tigkeit der Meerenge von Panama und der Gegenden, wo eine Wafferverbindung beider Meere möglich ist, gesteigert, sonst möchte immerhin Mittelamerika später reif geworden sein zur Annerartion, zu welcher Mexico schon 1848, als General Scott die Hauptstadt besetzt hielt, bereit war. Nur weil der nordamerikanische Feldherr diese Maßregel seinem Vaterlande für nachtheilig hielt, lehnte er das Anerbieten ab, ohne weiteres mit nord­amerikanischer Militärherrschaft an die Stelle mexikanischer zu treten. Es ist auch kaum abzusehen, wer, außer einer unduldsamen Geistlichkeit und den Generalen, die ihre Stelle im Bürgerkrieg erlangt, im spanischen Mittelamerika einem Einstigen in die große nörd­liche Union abhold sein sollte, am wenigsten die Besitzenden. — Großbritannien ist 'jetzt, wie die angesehensten Organe seiner Presse aussprechen, an dem äußersten