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Intelligenz Blatt ter freie» Stadt Maksurt, /^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der »teftgen Staats- behörden, und den /raubsurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgaffe 21.)

JS 122. Samstag, den 24. Mai 1856.

Abonnementspreis str'ö halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

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Ueberblieke der GreègmUe im Gebiete der politischen und Materiellen Interessen.

Frankfurt, den 24. Mai. Unter den 34 Artikeln des Pariser Friedensvertrages beschäftigen sich 5 ausschließlich mit der künftigen Regelung der Donauschtfffahrt. Keine der anderen Fragen nimmt so viel Artikel in Anspruch, aber auch keine wird so voll­kommen unentschieden gelassen. Polizei- und Q-uarantaine - Reglements sollen gemacht werden, Commissionen sollen ernannt werden und die Hindernisse sollen hinwegge­räumt werden. Das Letztere wäre entschieden die Hauptsache; denn die Beschränkungen, welche die Natur auferlegt, lassen sich durch Pläne, Absichten oder Verträge so wenig beseitigen, wie diese letzteren dem Strome eine Bedeutung geben können, welche ihm in Folge jener Hindernisse von der Natur versagt ist. Schon die Barre an der Sulina- mündung, sagt die „N. Pr. Ztg.", spottet aller Verträge und Commissionen, ja kein vereintes Wirken aller Donauuserstaaten wird je im Stande sein, die natürliche Ver­sandung der Sulinamündungen auf künstliche oder technische Art zu verhindern. Allein die Hindernisse beschränken sich nicht auf diese Barre, die Behinderung der Schifffahrt auf dem Donaustrom ist eine fast durchgängige, vom Orte der Schiffbarwerdung bis zum Ausflusse in's Meer. Was ist auf österreichischem Gebiete allein nicht Alles versucht und vorgeschlagen worden, um das fortwährende Auffahren der Dampf­schiffe zu vermeidens und wohin sind die zu Rathe gezogenen Ingenieure endlich ge­langt, nachdem sie gewissenhaft und sachverständig geprüft? Zur Sprengung einer, wenn auch noch so schmalen, Straße am linken Donau-Ufer, auf welcher die Waaren weiter geschafft werden könnten. Sollen wir an das sogenannte eiserne Thor bei Orsova er­innern? Wenn der Dampfboot-Passagier unwillig fragt: „Weshalb sprengt man denn diese Felsenplatten nicht weg, sie können doch unmöglich von solcher Bedeutung sein, da man nicht einmal eine besondere Stromschnelle, nicht einmal einen Strudel, eine Unruhe des Wassers gewahr wird?" — so ist das eben so begreiflich als verzeihlich. Ein Waffer- bauverständiger, der je an der Donau zu thun gehabt, wird aber zuverlässig nicht so fragen. Der neulichst vorgeschlagene Plan des „Pesther Lloyd", in 8 Jahren mit nur 2 Millionen Gulden zwei Kanäle zu Berg- und Thalfahrt in dem felsigen Flußbett auszusprengen, wird sich eben so unausführbar beweisen und eben so unausgeführt blei-