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Intelligenz-Blatt ter frein Stadt Mcksaü, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- behörden, und den /ranksartir Nachrichten als Lrtrabeilage. I

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(Erpedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21.) '^^^

â 118. Dienstag, den 20. Mai 1856.

Abonnementspreis für'S halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Ei nrückungsgebührenr 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

UeberbliÄe der Greignifse im iNebiete der poLLtifchsK rrnd MaterLeAen JVteresferr.

Frankfurt, den 20. Mai. ES scheint beinahe, daß, sowie der orientalische Krieg localisirt worden ist, auch der Friede vom 30. März, welcher ihn beendigte, kein allge­meiner gewesen ist, und daß die Hoffnungen einer allseitigen Beruhigung Europas, welche sich daran knüpfen, sich nicht bewähren werden. ES sind zwei wunde Flecke zu­rückgeblieben, welche geeignet sind, daS gute Vernehmen der durch die Tripelallianz vom 15. April gegen Rußland verbündeten Mächte zu stören. Die so energisch zurückge­wiesenen Angriffe deS Grafen Malewski gegen die belgische Presse und die Verfassung, unter deren Schutz sie steht, bedrohen, bei weiterer Verfolgung dieser Angelegenheit von französischer Seite, die französisch-englische Freundschaft, während die italienische An­gelegenheit zunächst das österreichisch-englische Einvernehmen zu stören geeignet ist. Seitdem die Protokolle und Noten der Pariser Conferenzen vorliegen, sind folgende Thatsachen constatirt, die man bedauern, aber nicht leugnen kann. 1) Piemont hat offen Oesterreich den Fehdehandschuh hingeworfen und die Politik der Regierung hat nicht nur den fast einstimmigen Beifall der sardischen Kammern gefunden, sondern in ganz Italien bereiten sich Zustimmungsadressen vor. 2) Sardinien hat seine Verbündeten vermocht, den Re­gierungen von Rom und Neapel vor den Augen Europas eine „erste Verwarnung" zu geben. Es ist dies eine Thatsache von unberechenbarer Tragweite, an welcher weder die päbstlichen Rechtfertigungsnoten noch die Bemühungen des feit neuerer Zeit ange­nommenen offiziösen # Correspondenten der neapolitanischen Regierung in der „A. Z.", welcher in blindem Eifer mehr schadet als nützt, etwas ändern werden. Dieser Schritt schließt in sich, daß die Regierungen, welche den Verweis ertheilten, nach ihren Nach­richten und nach reiflicher Ueberlegung das System in Neapel und dem Kirchenstaate für unhaltbar erkennen, sodann leistet dieser Schritt der in Italien herrschenden Ausre- regung und Unzufriedenheit Vorschub. 4) Die permanente Occupatio n eines großen Theiles von Italien hat aufgehört, den unterstützten Regierungen und der hülfcleistenden Macht bequem zu sein, seitdem sie auf den Conferenzen im Prinzip verurtheilt und in ihren Folgen vor ganz Europa discutirt worden ist. Zur Abhülfe an dem kränksten Theile, der Romagna, hat,Graf Cavour in seiner Note vom 27. März positive Vor-