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der freies SW MWrk

verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen behZrden, und den Mukfurtn Nachrichte» als Extrabeilage.

(Expedition: sm Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

JS 96. Dienstag / den 22. April 1856.

Abonnementspreis für'S halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Ei nrückungs gebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

KehsrblèEe her GreLgnMe im Gebiete der politischen «Kd Materiellen Interessen.

Frankfurt, den 22. April. Wohl noch zu keiner Zeit war in unserer Vater­stadt eine so allgemeine gemeinnützige Thätigkeit erwacht, sowohl bei den Behörden, als bei den Einzelnen. Im Gefolge der allgemeinen Regsamkeit unseres Zeitalters sucht man bei uns, nach klar erkannten Zielen strebend, auf allen Gebieten des geistigen wie materiellen Lebens die wahrgenommenen Lücken und die Versäumnisse früherer Zeit auszufüllen. In solchen Epochen ist es nothwendig, einen Rückblick und Umblick auf das Geleistete und noch zu Leistende zu werfen, um sich in der Männichfaltigkeit zu orientiren, die unser räumlich so eng begrenztes und doch innerlich so reich gegliedertes Gemeinwesen bietet. Wir begrüßen deshalb mit Freude die soeben erschienene Fortsetzung deS Werkes von Herrn Heinrich M ei d inge r: Frankfurts gemeinnützige Anstalten. Eine historisch-statistische Darstellung der milden Stiftungen, Stipendien, Wittwen- und Waisen-, Hülfs- und Sparkafsen- Vereine, Schulen, welches 1845 erschien. Der soeben in der H. L. Brönner'schen Buch­handlung ausgegebene Nachtrag umfaßt die Jahre 1845—55, und wir bedauern nur, daß es dem Verfasser nicht gefallen hat, auch den „geschichtlichen Ueberblick der in die­ser Stadt erschienenen „periodischen Schriften und Lvcalblätter" nicht gleichfalls bis zur Gegenwart durch ein Jahrzehnt fortzusetzen, welches mehr als irgend ein anderes, Grün­dungen meist vorübergehender Blätter gesehen hat. Wir' erinnern an „Reichstagszei­tung" und „Neichstagsblatt", „Volkswirth" und „Blatt des Vereins zum Schutz vater­ländischer Arbeit", „Deutsche Zeitung" und „Franks. Zeitung,, (durch Obermüller), „Neue Franks. Ztq.", „Evangel. Kirchenbl." re. und von den noch bestehenden an den „Centralanzei- ger", „Aktionär", „Kathol. Kirchenblatt", „Deutschland",„Volksbote", „Volksfreund"». In der Vorrede spricht der Verf. sehr beherzigenswerthe Worte über die Abfassung derBe- richte hiesiger milder Stiftungen und die Sammlung derselben, sowie über die schon längst als nothwendig erkannteCentralisation unseres Armenwesens. „In mehre­ren Jahresberichten fehlen noch immer die näheren Mittheilungen über Einnahmen und Aus­gaben, Haushaltungsverbrauch rc. Ja, es findet nicht einmal eine ordentliche Summation der Geschenkeverzeichnisse statt, weil die betreffenden Verwaltungen und Vorstände der Mei­nung sind, den (zuweilen sehr bedeutenden) Betrag der Schenkungen nicht allzuschnell in