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Intelligenz-Blatt

Ler freies Stadt KMfM, verbunden mit dem AmtLdtatt, Organ der hiesigen Staats­behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

^ 76. Samstag, den 29. März 1856.

Abonnementspreis für'S halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungs gebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

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NeLerbUeLe der EretMiste iM Gebiete der politifcheW nnÄ WKterLMsK ZNtereMn.

Frankfurt, den 29. März. Die „Jndependance belge" spricht von einer Denk­schrift über die italienischen Angelegenheiten, welche Graf Cavour selbst verfaßt habe. Der Correspondent glaubt wohl unterrichtet zu sein, indem er annimmt, daß diese Denk­schrift zwar noch den Mitgliedern der Konferenzen nicht überreicht sei, daß aber dennoch dieselben nicht auseinandergehen werden, ohne mit den italienischen Angelegenheiten sich befaßt zu haben. Es handele sich um den nicht länger aufzuschiebenden Abschluß der fremden Besetzung der römischen Staaten, welche doch nicht in alle Ewigkeit verlängert werden könne, und den Verträgen von 1815 entgegenlaufe. Wenn aber die Franzosen aus Rom nach Hause zögen, so müßten auch die Oesterreicher die von ihnen besetzten Punkte des Kirchenstaates verlassen und aufhören, mit ihrem ganzen Gewicht auf die italienischen Staaten zu drücken. Freilich hat man erwidert, daß bei dem Abzug der Truppen eine Revolution unvermeidlich sei; wenn aber daS päbstliche Regiment nur durch Bajonette aufrecht erhalten werden kann, so folgt daraus, daß es einer Aenderung bedürftig ist. Diese Aenderung ist eine innere Frage des Kirchenstaats; darüber aber find die großen Mächte einig, daß die Besetzung nicht fortdauern dürfe, und Oesterreich scheint sehr betroffen über diese Sachlage. Wenngleich der Vertrag wegen des Anschlus­ses der lombardischen an die piemontesischen Schienenwege abgeschlossen ist, so besteht doch Piemont auf der unbedingten Aufhebung des Sequesters und die Beziehungen zwi­schen beiden Höfen sind weit entfernt, freundschaftliche zu sein. Es sind noch weitere italienische Fragen außer den hier angeführten, welche in nächster Zeit zu löten sein wer­den. Wenn, wie von anderer Seite erwähnt worden, man den Vorschlag gemacht, den Legationen der Romagna eine eigene Organisation zu geben, so ist der Zustand derHer- zogtbümer Parma, Piacenza und Guastalla ein nicht weniger unhaltbarer. Es herrscht dort'„Despotismus, gemäßigt durch Meuchelmord". Nachdem am 27. März 1854 der