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Intelligenz-Blatt

der freie« Itadt /Mksvrt, ^T^

verbunden mit dem ANtrblatt, Organ der hiesigen Staats- behörden, und den /raekfurttr Nachricht« als Extrabeilage. | ^M^^ 1

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(Expedition: sm Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.) ^^L§ö^

M 66. Dienstag, den 18 März 1856.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fi.30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Etnrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

^^“ Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Um­gegend in 4000 Exemplaren verbreiteten und in jeder Familie hier gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher Der hiesigen Messe aufmerksam gemacht werden.

Kebexbliâ der Ereigmèste im Gebiete der poritifchen

' und materiellen JvteröOen

Frankfurt, den 18. März. Die Nachricht von der Einladung, welche an Preußen ergangen ist, sich an den Conferenzen zu betheiligen, ist mit allseitiger Befriedigung aus­genommen worden. Da die preußische Regierung keine Verbindlichkeit übernommen bat, fremde Forderungen an Rußland mit Waffengewalt zu vertreten, so könnte diese Ein­ladung nicht erfolgt sein, wenn weitere kriegerische Maßregeln mit Wahrscheinlichkeit in Aussicht ständen. Als maßgebendes Prinzip war die Ansicht aufgestellt worden, daß die Vorbesprechungen über den Friedensschluß nur zwischen Rußland und den vertrags­mäßig alliirten Mächten als nächsten Interessenten an der Früge ob Krieg oder Frie­den stattfinden sollten. In der Einladung Preußens liegt mithin die Erklärung, daß die Vorbesprechungen zu Ende sind und daß es sich nicht mehr um Präliminarien, sondern um ein Definitivum handelt. Preußen hat sich jetzt in Paris so wenig als früher in Wien zu einer Theilnahme an den Verhandlungen gedrängt. Seine Erklärung S dahin, daß es sich der Theilnahme nicht entziehen werde, wenn es sich dazu einge- n sähe. Jetzt ist die Einladung durch Con ferenzb esch luß, sie ist von sämmt­lichen Mächten erfolgt, und das nicht zur Unterzeichnung bereits feststehender Tractate, sondern zur Theilnahme an den Berathungen.

WaS man auch über bisherigen Verlauf und Resultat der letzteren vernommen hat, so viel ist gewiß, daß es sich erst jetzt um die Stipulationen der abzuschließenden Ver­träge handeln wird. Mag immerhin der künftige Frieden in seinen Grundzügen schon jetzt feststehen, der Schwierigkeiten zu überwinden bleiben noch viele, und mehr als eine Verwickelung droht, auf deren Lösung der Eintritt Preußens um so nachdrücklicher wir­ken wird, alS es die Unabhängigkeit seiner Auffassung gewahrt hat. Es haben sich die