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Intelligenz-Blatt

brr freien Stadt Frankfurt,

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

J£ 50. Donnerstag, den 28. Februar 1856.

Abonnementspreis für'S halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberbliâ der Ereignisse im Gebiete der politischen und Mnterèeüen Interessen.

Frankfurt, den 28. Die „Hamburger Nachrichten" bringen eine Mittheilung über den Vortrag deS vereinigten orientalischen und militärischen Ausschusses, mit wel­chem der am 21. v. M. gefaßte Bundesbeschluß beantragt wurde. Wir entnehmen derselben zur Beurtheilung der von der Bundesversammlung zur orientalischen Frage eingenommenen Stellung den folgenden PassuS: „Wenn sich indessen bsi der aus den ferneren Unterhandlungen bervorgehenden Spezialistrung der Friedensbedingungen vor­aussichtlich noch manche Einzelnheiten und Meinungsverschiedenheiten ergeben können, deren Inhalt und Tragweite noch nicht bekannt sind, so versteht eS sich wohl von selbst, daß bezüglich derselben nicht minder, als in Betreff der von den kriegführenden Mächten auf Grund deS vorbehalienen Artikel 5 der Präliminarentwürfe zu stellenden besonderen Bedingungen, dem Bunde, wie den zunächst betheiligten Mächten das freie Urtheil und die eigene Auslegung unbenommen bleibe." Der Leser möge hiernach er­messen, in wie weit die folgende, von dem Berliner Journal „die Zeit" vertretene Auf­fassung begründet erscheint oder nicht. — Der am 21. d. M. gefaßte Beschluß der deutschen Bundesversammlung auf die österreichische Vorlage ist ganz den preußischen Auffassungen und Ansichten entsprechend ausgefallen. ES braucht, um dieses zu consta- tiren, nur auf den Wortlaut der preußischen Depesche vom 3. Februar verwiesen zu werden. Oesterreich war der Meinung, daß es die Aufgabe Deutschlands sei, die fünf Punkte sich pure anzueignen, eine Meinung, für deren Geltendmachung die österr. Presse eine sehr lebhafte Thätigkeit entwickelte und die auch von Wien aus dem Berliner Cabinet sehr dringend zur Annahme empfohlen ward. Welche Begriffe man in Wien-, beziehungsweise in Paris und London an diese „Aneignung" knüpfte, weiß man vielleicht nicht genau; jedenfalls aber müssen sie wesentlich verschieden sein von dem, waS man „Annehmen" nennt, denn zur Annahme der fünf Punkte als Friedensgrundlage, sowie zur Mitun­terzeichnung der Präliminarien, damit sie nicht verschoben und beeinträch­tigt werden, ist Preußen, wie der Inhalt obiger Depesche ergibt, eben so bereit, wie - zur Theilnahme an den darüber anzuknüpfenden Unterhandlungen, wenn eS von den dabei interefsirten Mächten dazu eingeladen wird. Diese so einfache und so rückhalt«