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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt,

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- âE^^^Md behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.) ^shgjw^

â 34. Samstag r den 9. Februar 1856.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 fr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrü'ckungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

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Nebeälicke der Greignisfe im Gebiete der politische« und materiellen Interessen.

Frankfurt, 9. Februar. In diesen Tagen haben wir an unserer Börse ein Schauspiel erlebt, welches in umgekehrter Richtung lebhaft an die Februar- und März­tage des Jahres 1848 erinnerte. Wie damals alle Effekten fielen, so sind sie jetzt ge­stiegen. Mußte auch auf die gegenwärtige Springfluth wieder einige Ebbe folgen, so hält die steigende Bewegung im Ganzen doch noch an. Da allein die FriedenS- Hoffnungen diese Erscheinung hervorgerufen, so ist es für unseren Platz, wo der Papierhandel eine solche Wichtigkeit erlangt hat, doppelt interessant, einen Rückblick auf die Wirkung zu werfen, welche Krieg und Frieden auf den Stand der Staats­papiere auszuüben pflegen. — Schon früher haben wir darauf hingewiesen, wie sehr jede Uebersicht durch die immer häufiger angewendcte graphische Methode heute erleichtert wird. DaS Bremer Handelsblatt hat, wenn auch in unvoll­kommener Weise (durch Buchdruck) zuerst den Stand der Staatseffekten verschiedener Länder während eines Zeitraums vergleichend durch Linien darzustellen gesucht. Mit größerer Deutlichkeit ist dies in einem Aufsatz des zweiten Januarheftes der Minerva geschehen, dem zwei in Steindruck ausgeführte große Tafeln beigegeben sind, welche die Schwankungen je eines StaatseffektS jeder der Großmächte während der Jahre 1854 und 1855 in Linien verzeichnet. Der beigegebene Tert zieht theils die Resultate daraus, theils weist er aus die Ereignisse hin, welche das Fallen und Steigen hervorgerufen. Im Ganzen zeigt das Jahr 1854, an dessen Anfang die Fondsbörse trotz der kriegeri­schen Anzeichen sich fest an den Glauben-anklammerte, daß ein europäischer Krieg ver­mieden werden könnte, weit bedeutendere Schwankungen als 1855, daS mit Krieg be­gann, mit Krieg endete. Den tiefsten Stand von 1854 brachten zu Ende März fol­gende Ereignisse hervor: 23. Russen gehen über die Donau. 27. Königin von Eng­land verkündet das Ende der Unterhandlungen mit Rußland. 29. Oesterreich setzt sein drittes Heer auf Kriegsfuß. Indem wir wegen weiterer Einzelheiten auf die Tafeln und die Erläuterungen dazu selbst verweisen, wollen wir noch einige Worte über die Anfertigung der Tafeln sagen und schließlich die Ergebnisse zusammenfassen. Für jeden