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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, zfiâb\ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats-

behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. 6 ‘

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

â 30. Dienstag, den 5. Februar 1856.

AbonnementSpreis für's halbe Jahr 2 ff."30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungs gebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

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Aebsrbliâ her MreLguLsse im Webiete her poLitifchen «HK matertellen ZNterefsen.

Frankfurt, 5. Februar. Die Geschichte unserer Vaterstadt ist seit dem Jahre 1612, womit das Kir chner'sche Werk schließt, bis jetzt immer in sehr ungenügender Weise behandelt worden. Insbesondere bildete die flüchtige Darstellung der Kirchen- geschichte efnen Gegensatz zu der ausführlichen Behandlung, welche A. Kirchner dem Resormationozeitalker hatte zu Theil werden lassen. Um so erfreulicher ist eS, in dem vierten Bande der Meafenchklopädie für protestantische Theologie und Kirche, heraus­gegeben von Prof. Herzög in Erlangen, Stuttgart und Hamburg, bei Rudolf Besser 1855, von unserem, durch seine Lebensbeschreibung Hartmann Beyer's auch auf diesem Gebiete schon rühmlichst bekannten Pfarrer Steitz eine Darstellung der Frankfurter Kirchengefchichte zu lesen, welche diese Lücke ausfüllt. Mit Freimuth hat der Verfasser der Nachtheile gedacht, welche aus der Nichtbesetzung der Stelle des Seniors, der stets von auswärts berufen wurde, hervorgegangen sind. Ueber den letzten Senior sagt er folgendes: „Mit Dr. W. F. Hufnagel, der 1791 von Erlangen, wo er Pro­fessor der Theologie gewesen war, nach Frankfurt berufen wurde, drang zugleich der Rationalismus in das in starker Orthodoxie am Lutherthum festhaltende Ministerium ein und verbreitete sich, durch eine so hervorragende Persönlichkeit mit Geist, Gelehr­samkeit, Geschmack und gesellschaftliche Gewandtheit vertreten, rasch in den höheren und mittleren.Schichten der .Gemeinde. Um die Neugestaltung des Schulwesens hat sich Huf­nagel große Verdienste erworben. Seit seinem Tode (7. Februar 1830) blieb das Seniorat unbesetzt und die großen Nachtheile, welche daraus der Gemeinde erwuchsen, konnten durch die Ernennung des ältesten Pfarrers zum Vicesenior nicht ausgewogen werden." — Weiterhin werden von Pfarrer Steitz als Hauptmomente aus dem evangelisch kirchlichen Leben die am 15. November 1787 den Resormirten gestattete Errichtung