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Intelligenz-Blatt

der freien Stabt Kanksurt,

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats­behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 26. Donnerstag, den 31. Januar 1856.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fl.30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Abonnementsbestellungen für das Intelligenzblatt, mit Nach­lieferung der im Monar Januar erschienenen- Nummern / werden täglich in der Expedition gttMbmmeu.

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Ueberblicke der Greigniste im Webrete der politische« «ud materiellen Interessen.

Frankfurt, den 31. Januar. Das in Petersburg am 16. d. M. zwischen Ruß­land und Oesterreich unterzeichnete Protokoll über die Friedenspräliminarien ist in Wien angelangt und von dort nach Paris und London zur Unterzeichnung abgegangen. Wie wir Horen, wird die Unterzeichnung in London noch vor dem Zusammentritt des Parlaments (31. d. M.) erfolgen, und die Friedens-Conserenzen werden im Februar zu Paris zusammen treten. Die Einladung an Preußen, daß es an den Con- ferenzen Theil nehmen wolle, soll bereits von Paris abgegangen sein. Ein förmlicher Waffenstillstand wird nicht sofort abgeschlossen werden, doch soll sogleich eine Waffenruhe eintreten, d. h. die Befehlshaber sollen sich bis auf Weiteres jedes Angriffs enthalten. Der Befehl hierzu ist von Parrs an den General Plissier abgegangen, und der russische General Lüders wird demnächst dieselbe Maßregel treffen. Uebrigens sind die Nachrichten von dem Kriegsschauplatz nichts weniger als freudig gefärbt. Allent­halben wird über die nothwendig gewordene Unthätigkeit, noch mehr aber über die ge­ringe Aussicht geklagt, in der jetzigen Stellung der alliirten Armee etwas von Bedeu­tung unternehmen zu können. Die beiderseitige Thätigkeit beschränkt sich darauf, daß die herumschwärmenhen Kosaken einen weit vorgehenden Franzosen aufzufangen suchen und die Franzosen irgend einen Kosaken heranlocken und entwaffnen. Bei dem durch­schnittenen Tehram von beiden Ufern gerathen die Streifpartien beider Heere ost zwi­schen einander. ES ist auf der einen Seite den Russen unmöglich, das französische Lager anzngreifen; aber ebenso verzweifelt man im französischen Heere selbst, jetzt etwas gegen die russische Position ausrichten zu können, welche von der Tschernaja gedeckt ist, und an den steilen Höhen natürliche Festungen hat. Nur wenn man die russische Posi­tion auf ihrem linken Flügel umginge, vermöchte man gegen dieselbe etwas auszurichten,