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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Kanksurl, /|T| verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- â^^^M behörden, und den frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. | ^^^W

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 210

M 24. Dienstag, den 29. Januar 1856.

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Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politischen «n- materiellen Interessen.

Frankfurt, den 29. Jan. (Zur Situation). Die schwebende Frage, ob, in welcher Weise und zu welcher Zeit der Friede zu Stande kommen wird, kann im Wesentlichen erst nach dem Zusammentritt des englischen Parlaments erledigt werden. Einstweilen haben wir die Aeußerungen der Presse der zunächst betheiligten Staaten zu registriren und hier finden wir denn zwischen der österreichischen, der französischen und der englischen wesentliche Unterschiede. Mit großer Lebhaftigkeit spricht die „Oesterr. Ztg." wie die „Ostdeutsche Post" gegen die Anhänge und Nachträge Englands zu den Friedens- bedingungen sich aus. Einem Artikel der „Ostdeutschen Post" entnehmen wir folgende Stellen: „Es begreift sich, daß England Behagen an der Fortsetzung eines Krieges fin­det, in welchem es das Glück hat, inmitten der Vertheidigung europäischer Interessen seine afiatischen Vortheile zu fördern und obendrein diese Vortheile zumeist mit fremdem Blute zu verfolgen und zu erkämpfen. Der Kern der Sache ist: England will noch eine Zeitlang des Glücks eines wohlfeilen Krieges genießen, der unsern Welt­theil auSsaugt, aber sein Asten stärkt. Darum flüchtet eS sich hinter den leeren fünften Artikel und sucht ihn erfinderisch mit Forderungen zu kolouifiren und zu beleben. Will man in England nun plötzlich an dem Mandat, welches Oesterreich erhalten, deuteln, mäkeln und fälschen, so wird das mehr die Ehre Derjenigen berühren, die für solche Streiche ihr Wort erheben, als die Würde Oesterreichs verletzen. Der geringste Stockjobber wird verachtet, wenn er dem Zwischenmann, den er mit dem Abschluß eines Geschäftes beauftragt, hinterher sein Wort nicht hält. DaS Parlament Altenglands aber weiß, was Ehre gebietet und fordern darf."

Soweit die „Ostd. Post." Auf der andern Seite spricht die englische Presse theils ein tiefes Mißtrauen gegen Oesterreich aus, theils ist sie bereits refignirt, einen „faulen Frieden" zu Stande kommen zu sehen, der im gelegenen Augenblick bei einer